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Oskar Panizza

    12. November 1853 – 28. September 1921

    Oskar Panizza war ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker, dessen Werk sich durch einen provokativen und polemischen Ton auszeichnet. Er nutzte das Schreiben als Therapie gegen seine eigene psychische Instabilität. Panizza stellte sich entschieden gegen Kirche und Staat, was zu Verboten seiner Werke und sogar zu Gefängnisstrafen führte. Seine Schriften waren oft von scharfer Kritik an gesellschaftlichen und politischen Autoritäten geprägt, was ihn zu einer kontroversen, aber literarisch bedeutsamen Figur seiner Zeit machte.

    Dialoge im Geiste Huttens
    Genie und Wahnsinn
    Das Liebeskonzil
    Aus dem Tagebuch eines Hundes
    Eine Mondgeschichte
    Die Menschenfabrik
    • Die Menschenfabrik

      • 64 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Schon 1890, lange vor Orwell und Huxley, hat Oskar Panizza sich in Die Menschenfabrik prophetisch, fesselnd und verstörend mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Mensch und Maschine auseinandergesetzt. Seine Erzählung handelt von der Optimierung der Menschheit, von der drohenden Herrschaft der künstlichen Intelligenz – und fragt danach, was den Menschen überhaupt ausmacht.

      Die Menschenfabrik
      4,2
    • Das Liebeskonzil

      Eine Himmelstragödie in fünf Aufzügen

      • 126 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Ein alter, kranker und böser Gott Vater ist erzürnt über die ausschweifenden Orgien der Menschen im 15. Jahrhundert, einschließlich des Papstes. Maria und ein kranker Christus versuchen, den Zorn des Alten abzuwenden, der plant, die Menschheit auszulöschen. Stattdessen schlagen sie einen Pakt mit dem Teufel vor, der die Syphilis erfindet und im Gegenzug ein neues Portal zur Unterwelt erhält. Panizzas groteske Himmelstragödie führt zu seiner Verurteilung zu einem Jahr Einzelhaft. Nach seiner Strafe verlässt er Deutschland als gebrochener Mann und lässt sich in der Schweiz nieder. Nach seiner Ausweisung geht er nach Paris und veröffentlicht 1899 "Parisjana", das in Deutschland sofort beschlagnahmt wird und ihm eine Anklage wegen Majestätsbeleidigung einbringt. Der ausgebildete Nervenarzt leidet unter Wahnvorstellungen, dass Kaiser Wilhelm II. ihn verfolgt, und verbringt seine letzten Jahre in geschlossenen Nervenheilanstalten, bis er 1921 stirbt. Die Erstausgabe des Werkes erschien 1895 in Zürich. Diese Neuausgabe enthält eine Biografie des Autors und berücksichtigt die Eigenwilligkeiten von Panizzas Orthographie. Die Textgrundlage stammt aus der Ausgabe von 1964, und die Paginierung wird zeilengenau beibehalten. Die Umschlaggestaltung verwendet ein Bild von Paul Cézanne.

      Das Liebeskonzil
      3,5
    • Oskar Panizza: Dialoge im Geiste Huttens Erstdruck: Zurich (Verlag der Zurcher Diskuionen) 1897. Die Eigenwilligkeiten von Panizzas Orthographie wurden beibehalten. Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Textgrundlage ist die Ausgabe: Oskar Panizza: Dialoge im Geiste Huttens. Mit einem Vorwort von Heiner Muller, Panizzajana von Bernd Mattheus und Beitragen im Geiste Panizzas von Karl Gunther Hufnagel und Peter Erlach, Munchen: Matthes & Seitz, 1979. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgefuhrt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ulrich von Hutten, Kupferstich von Bernigeroth.. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.

      Dialoge im Geiste Huttens
    • Oskar Panizza (1853-1921) war ein deutscher Schriftsteller und Satiriker. Sein Hauptwerk, das satirische Drama "Das Liebeskonzil" (1894), ist eine antikatholische Groteske. Es thematisiert den Einfluss des Glaubens auf die Menschen und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Konflikte, wie Bürgerkrieg und Wahnsinn.

      Deutsche Thesen gegen den Papst und seine Dunkelmänner
    • In "Dämmerungsstücke" präsentiert Oskar Panizza grotesk-fantastische Erzählungen, die 1890 seinen Durchbruch markierten. Inspiriert von Edgar Allan Poe, provozierte er 1895 mit dem antikatholischen Stück "Das Liebeskonzil" einen Skandal. Panizza wurde zum literarischen Provokateur und litt in seinen letzten Lebensjahren unter Wahnvorstellungen.

      Dämmerungsstücke
    • Ein alter, kranker und böser Gott Vater ist erzürnt über die ausschweifenden Orgien, die im 15. Jahrhundert von den Menschen und dem Papst gefeiert werden. Maria und ein kranker Christus versuchen, den tobenden Alten davon abzubringen, die Menschen auszurotten, und schlagen stattdessen einen Pakt mit dem Teufel vor. Dieser erfindet die Syphilis und erhält im Gegenzug ein neues Portal zur Unterwelt sowie das Recht, seine Gedanken zu äußern. Panizzas groteske Himmelstragödie führt zu seiner Verurteilung zu einem Jahr Einzelhaft. Nach seiner Strafe verlässt er Deutschland als gebrochener Mann und lässt sich in der Schweiz nieder. Von dort wird er ausgewiesen und zieht nach Paris, wo er 1899 "Parisjana. Deutsche Verse aus Paris" veröffentlicht. Diese werden in Deutschland sofort beschlagnahmt, was zu einer Anklage wegen Majestätsbeleidigung führt. Der ausgebildete Nervenarzt leidet unter Wahnvorstellungen, dass Kaiser Wilhelm II. ihn verfolgt, und verbringt seine letzten Jahre in geschlossenen Nervenheilanstalten, bis er 1921 stirbt. Die Neuausgabe enthält eine Biographie des Autors und berücksichtigt die Eigenwilligkeiten von Panizzas Orthographie.

      Das Liebeskonzil