Nur im Detail erkennt man die Wunder der Literatur: Peter von Matts Einladung, lesend die Welt neu zu entdecken. Wer erfahren will, wie Literatur einen anderen Blick auf die scheinbar vertraute Welt richtet, der wende sich an Peter von Matt. Noch im unscheinbaren Detail eines Textes entdeckt er eine Idee, neu zu begreifen, was sich oft schwer auf den Punkt bringen lässt: Woher kommt die Lust zur Verschwendung? Wie funktioniert Dummheit? Was hat es mit Familiengeheimnissen auf sich? Große Literatur, von Shakespeare, Goethe und Chamisso etwa, bietet dafür reichlich Anschauungsmaterial, aber auch in der »Zauberflöte« oder im »Struwwelpeter« kann man fündig werden. Noch in der knappen Form des Essays entfaltet Peter von Matt ganze Welten – der Verführung, immer weiterzulesen, ist da kaum zu widerstehen.
Peter von Matt Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






Vor 25 Jahren erschien ein spannendes und lehrreiches „Gespräch“ zwischen dem Literaturwissenschaftler Peter von Matt und dem Literaturkritiker Reich-Ranicki. Der Großteil des Gesprächs fand 1986 statt, als Reich-Ranicki noch den Literaturteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung leitete, bevor er mit dem Literarischen Quartett 1988 zu großer Popularität gelangte. Eine Fortsetzung folgte 1991, nach der deutschen Wiedervereinigung, in einem veränderten persönlichen und historischen Kontext. Die Gesprächsaufzeichnungen wurden 1992 vom Ammann Verlag und 1994 vom Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Nach langer Zeit der Vergriffheit liegt nun eine neue Ausgabe vor, herausgegeben von Thomas Anz, die um vier spätere Essays von Peter von Matt über Reich-Ranicki ergänzt ist. Das Gespräch dokumentiert das literarische Leben der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist ein Dialog zwischen Literaturwissenschaft und Literaturkritik. Es behandelt zentrale Themen, die Autoren, Kritiker, Verleger, Wissenschaftler und Leser gleichermaßen beschäftigen, und hat an Aktualität nichts verloren. Der Klappentext der Erstausgabe beschreibt es treffend als eine Tour d’horizon durch die Literatur des Jahrhunderts, die sowohl anregend als auch herausfordernd ist.
Sieben bedeutungsvolle Küsse der Literaturgeschichte von Marguerite Duras bis Heinrich von Kleist hat Peter von Matt für sein neues Buch ausgewählt. Eigentlich ist Küssen ja ein Alltagsgeschäft. Und dennoch sind wir fest davon überzeugt, das Leben nach dem Kuss sei ein besseres als zuvor. Daran hat auch die Literatur ihren Anteil, denn in zahllosen Geschichten nimmt das Schicksal nach dem entscheidenden Kuss einen neuen Lauf. Einmal mehr erweist sich Peter von Matt als Meister der kenntnisreichen und eleganten Interpretation, aus der Neugierige genauso viel lernen wie erfahrene Leser: ob es nun um Literatur geht, die Liebe – oder um Osculologie, die Wissenschaft vom Küssen.
Was ist ein Gedicht?
von Matt, Peter – Literatur verstehen; das geschriebene Wort; Theorien; Erläuterungen
Der Schweizer Schriftsteller und Germanist Peter von Matt ist einer der großen Literaturvermittler, ja ein »Verführer zum Lesen«. Für die Universal-Bibliothek hat er einen seiner schönsten Essays, die Einleitung in sein Buch »Die verdächtige Pracht. Über Dichter und Gedichte«, überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Wie kaum ein zweiter versteht von Matt es, Fragen von Literatur und Lyrik für ein breites Publikum interessant zu machen: Wie und warum sprechen uns Gedichte an? Worum drehen sie sich? Werden sie gemacht oder fliegen sie einem zu? Sind sie Lüge? Nicht umsonst war er einer der wenigen Literaturwissenschaftler, die Marcel Reich-Ranicki in sein »Literarisches Quartett« einlud.
Literaturwissenschaft und Psychoanalyse
- 170 Seiten
- 6 Lesestunden
Peter von Matts zu Beginn der 70er Jahre gehaltene Vorlesungsreihe zum Thema „Literaturwissenschaft und Psychoanalyse“ wurde in kurzer Zeit zu der klassischen Einführung in diese Thematik. Für diese Ausgabe wurde der Text vom Autor überarbeitet und das Literaturverzeichnis auf den neuesten Stand gebracht. Enthalten ist außerdem ein neuer Essay über die Nachwirkungen Freuds im 20. Jahrhundert.
Das Kalb vor der Gotthardpost
Zur Literatur und Politik der Schweiz
Peter von Matt liebt die Schweiz, ein Land zwischen Idylle und Globalisierung, zwischen alpiner Tradition und Hightech-Tunnel. Reich an Bildern und Weisheit, mit Witz und kämpferischer Vehemenz wirft er aber auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft: Auf ihren schludrigen Umgang mit der Sprache oder die Abschottung gegen Einwanderer. Mit deutschen Literaten wie Friedrich Schiller oder Max Frisch im Blick liest er Politik und Landsleuten seiner Heimat die Leviten. Dieses Buch führt uns vor Augen, dass und warum die Beschäftigung mit Literatur mitten ins Herz des Bewusstseins eines jeden Staatsbürgers trifft.
Entwürfe zu einem dritten Tagebuch
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
Im August 2009 meldeten die Feuilletons eine Sensation: In einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Teil des Max-Frisch-Archivs in Zürich war das Typoskript eines bisher unbekannten Werks des Schweizer Autors gefunden worden: 184 Seiten, von Frisch auf Tonband diktiert, von seiner Sekretärin in die Maschine getippt. Der Autor selbst hatte auf der Titelseite notiert: »Tagebuch 3. Ab Frühjahr 1982«. Max Frisch lebte zu dieser Zeit in New York, zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Alice Locke-Carey, bekannt als »Lynn« aus der Erzählung Montauk. Ihr ist das Tagebuch 3 gewidmet, und vermutlich fällt das abrupte Ende der Aufzeichnungen Mitte der achtziger Jahre mit der Trennung von der Amerikanerin zusammen. Die USA und die Schweiz, die Reagan-Administration und das belastete Verhältnis zu der um vieles jüngeren Frau, der Kalte Krieg und der Krebstod eines engen Freundes: Wie die beiden legendären, 1950 und 1972 erschienenen Tagebücher verzeichnet auch das Tagebuch 3 Augenblicksnotizen neben längeren reflexiven Passagen – und hebt das scheinbar flüchtig hingeworfene Notat in den Rang des Literarischen: »Es gibt in Amerika alles – nur eins nicht: ein Verhältnis zum Tragischen.«
Mit Lust und Liebe, mit List und Tücke bringt Peter von Matt Gedichte und Leser zusammen. Einer der intelligentesten und witzigsten Interpreten der kleinen Form erschließt uns in diesem Buch sechzig lyrische Fundstücke oder Klassiker. Elegant nähert er sich der Lyrik, und jedes Mal lockt er den Leser auf eine Fährte für eigene Gedanken: zu den Schönheiten der Natur, zu Politik und Gesellschaft, zu Vergänglichkeit und Tod, zur Liebe in ihren tausend Formen. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht die Liste der vorgestellten Gedichte: ein Konzentrat deutscher Dichtung, voller Wertschätzung für Berühmtes und mit offenen Augen für Entdeckungen auf den Seitenwegen.
Kaspar Tourel sitzt in einer dunklen Bootshütte und redet - um die Marder fernzuhalten, wie er behauptet. Tatsächlich aber will er, bedrängt von den Gerüchten in seinem Heimatdorf, seine vollständige Unschuld beweisen. Otto F. Walters zweiter Roman von 1962, in Peter von Matts "Kollektion" endlich wieder zugänglich, ist einer der wichtigsten Nachkriegsromane der Schweiz und die grandiose Geschichte eines schlitzohrigen, unrettbaren Hochstaplers.
Frankfurter Anthologie. Bd.31
Gedichte und Interpretationen, herausgegeben von Marcel Reich-Ranicki
- 324 Seiten
- 12 Lesestunden







