Der Versuch, aus dem Vielvölkerstaat eine habsburgische Staatenkonföderation zu bilden, steht auf der Grundlage des Barock und der Aufklärung. Der Aufstieg des Bürgertums verstärkt jedoch die nationalen Konflikte, was zum Scheitern der "mitteleuropäischen Versuchsanstalt" führt.
Helmut Rumpler Bücher






Bewältigte Vergangenheit?
- 543 Seiten
- 20 Lesestunden
Der Band geht der Frage nach, welchen Stellenwert das Ende der Habsburgermonarchie - bis dahin ein mitteleuropäischer Ordnungsfaktor und entscheidendes Element des europäischen Mächtesystems - für die Konstituierung der Nachfolgestaaten und die Politik der europäischen Mächte auf kürzere oder längere Sicht hatte und welchen Beitrag die Geschichtswissenschaft dazu leistete. Im Zentrum steht somit nicht das schon oft abgehandelte Thema der Auflösung oder Zerstörung der Habsburgermonarchie und deren Bedeutung für die Neuordnung Mitteleuropas, sondern der kurze oder lange Schlussstrich, den die "Nachfolgestaaten" und die "Siegerstaaten" 1918 zogen, und wie sich diese Beurteilung in den folgenden Jahrzehnten verändert hat. Dabei geht es nicht nur um die Erinnerung an die vielzitierte "Seminal Catastrophe", sondern auch um ein Stück nationaler und europäischer Vergangenheitsbewältigung - darüber hinaus auch um einen Teil der Identitätsgeschichte des "Neuen Europa" in den Wechselfällen von 1918 bis in die Gegenwart.
Der Franziszeische Kataster im Kronland Bukowina, Czernowitzer Kreis (1817 - 1865)
- 216 Seiten
- 8 Lesestunden
Der Franziszeische Kataster war der erfolgreiche Versuch, in der Habsburgermonarchie erstmals einen einheitlichen Rechtsraum im Hinblick auf Bodenbewertung und Steuerwesen herzustellen. Dabei zielte dieses System auf den gesamten Länderkomplex der Monarchie und gilt als zentraler Modernisierungsschritt, allerdings ohne und bewusst gegen das ideelle, im 19. Jahrhundert so erfolgreiche Konzept des Nationalismus. Die Bukowina ist das erste in dieser Form umfangreich dokumentierte Kronland, das sich vollständig außerhalb des heutigen Österreichs befindet. Unter Zugrundelegung des Franziszeischen Katasters wird diese Region in einer Quellenedition auf breiter sozio-ökonomischer Basis für die weitere Forschung erstmals systematisch aufbereitet.
Der Franziszeische Kataster im Kronland Kärnten
- 371 Seiten
- 13 Lesestunden
Mehrere Jahre wurde an den Universitäten Klagenfurt und Innsbruck unter der Leitung von Prof. Helmut Rumpler am Forschungsprojekt „Der Franziszeische Kataster in den Kronländern Kärnten und Bukowina“ gearbeitet. Im von Werner Drobesch betreuten Beitragsband befassen sich 18 Forscherinnen und Forscher aus Österreich, Ungarn und Slowenien umfassend mit der Entstehungsgeschichte des Katasters und seinem historischen Quellenwert, wobei dies an interessanten sozialgeschichtlichen Themenstellungen (Arbeits-zeit, Siedlungsentwicklung, Sozialtopographie, agrarische Selbstversorgung, Ernährung) exemplarisch vorgeführt wird. Der von Helmut Rumpler betreute Editionsband ist eine wahre Fundgrube an Daten und enthält nach einigen grundlegenden Einleitungen zur Katastralvermessung und Landesbeschreibung Überblickskarten aller Steuerbezirke, Themenkarten zur Bevöl-kerungs- und Agrarstruktur, Verzeichnisse aller Ortschaften und Flurnamen (in der damals üblichen deutsch- und slowenisch-sprachigen Form), zu den Grundherrschaften etc.
Der "Zweibund" 1879
Das deutsch-österreichisch-ungarische Bündnis und die europäische Diplomatie
- 452 Seiten
- 16 Lesestunden
