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Ottmar Ette

    14. Dezember 1956
    José Martí
    Literatur in Bewegung
    Alexander von Humboldt und die Globalisierung
    Roland Barthes
    Anton Wilhelm Amo - Philosophieren ohne festen Wohnsitz
    Der Fall Jauss
    • Der Fall Jauss

      Wege des Verstehens in eine Zukunft der Philologie

      Hans Robert Jauss (1921-1997), Professor an der Universität Konstanz seit 1966, gilt als einer der bedeutendsten Literaturwissenschaftler Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit seiner Antrittsvorlesung, die 1967 in Buchform erschien, begründete er die Rezeptionsästhetik, die später als Teil der »Konstanzer Schule« bekannt wurde. Die Diskussion über seine SS-Mitgliedschaft, die 1995 von Earl Jeffrey Richards öffentlich gemacht wurde, entfachte eine Debatte über die Implikationen dieses Faktums, die bis heute anhält. Maurice Olender führte 1996 ein bedeutendes Interview mit Jauss, in dem er ein signifikantes »Schweigen einer Generation« feststellte. Vergleiche zu anderen prominenten Fällen, wie Günter Grass oder Martin Heidegger, drängen sich auf. Ottmar Ette thematisiert in seiner Publikation zentrale Fragen: Wie ist Jauss’ Verhalten zu verstehen? Welche Rolle spielt es für die Neugestaltung der Geisteswissenschaften in der Bundesrepublik? Sind Leben und Werk getrennt zu betrachten, oder gibt es einen Zusammenhang zwischen Jauss’ Leben und seiner Rezeptionstheorie? Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Erkenntnissen für die Bewertung eines international einflussreichen wissenschaftlichen Werks? Und warum wird Jauss’ Leben in Deutschland erst so spät thematisiert, während es in Frankreich und den USA bereits diskutiert wurde?

      Der Fall Jauss
      4,0
    • Roland Barthes

      Eine intellektuelle Biographie

      Dieser Band zeichnet den vielschichtigen Entwicklungsweg des enfant terrible der französischen Literaturszene, Roland Barthes, nach, der über die Auseinandersetzung mit dem Literaturbegriff sartrescher Prägung, der Themenkritik Bachelards, dem linguistischen und anthropologischen Strukturalismus mit poststrukturalistischen Ansätzen in Philosphie, Literaturtheorie und Literatur zu einer eigenständigen, Nietzsche einbeziehenden Ästhetik führt. Musik und Stimme, vor allem aber Fotografie und Malerei sind weitere Schwerpunkte des chronologisch aufgebauten Bandes. Die Bezüge zwischen Bild, Klang, Körper und Schrift werden mit Hilfe neuester texttheoretischer Ansätze erstmals umfassend, auch anhand weitgehend unbekannt gebliebener Texte des Wortkünstlers Barthes beleuchtet. Ziel des Bandes ist es, Roland Barthes einem breiteren (deutschen) Publikum vorzustellen, einen Überblick über das Gesamtwerk zu geben, den Autor in die zentralen Entwicklungen und Polemiken des intellektuellen Feldes in Frankreich einzubauen und die Bedeutung seines Schreibens für die aktuellen Diskussionen in Literatur, Linguistik, Philosophie und Kulturtheorie herauszuarbeiten.

      Roland Barthes
      4,0
    • Ottmar Ette, einer der renommiertesten Humboldt-Forscher, stellt in dieser intellektuellen Biographie den Schriftsteller und Gelehrten Alexander von Humboldt vor, den mit den verschiedensten Kulturen vertrauten Philosophen ebenso wie den mit neuen Formen empirischer Wissenschaft experimentierenden Naturforscher. Lange Zeit wurde Alexander von Humboldt mißverstanden als nur historisch interessante Figur. Doch mittlerweile ist sowohl die herausragende Qualität seiner literarischen und wissenschaftlichen Schriften als auch seine Bedeutung als Vor-Denker der Globalisierung unbestritten. Ottmar Ette beschreibt die Entstehung des Humboldtschen Denkens, fragt nach den für Alexander von Humboldt so wichtigen revolutionären historischen und wissenschaftlichen Kontexten, beleuchtet die europäische Verankerung des Berliner Weltbürgers, zeigt den Denker an der Schnittstelle zwischen Romantik und Moderne und legt die Aktualität eines Denkers, Forschers und Schriftstellers dar, der keineswegs zufällig in der gegenwärtigen Phase beschleunigter Globalisierung von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Im Zentrum des Buches steht die grundlegende Verbindung von Reisen und Wissen, von Mobilität und Wissenschaft.

      Alexander von Humboldt und die Globalisierung
      4,0
    • Literatur in Bewegung

      Raum und Dynamik grenzüberschreitenden Schreibens in Europa und Amerika

      • 575 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und auch literarischen Räume, die uns umgeben, haben sich seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit immer größerer Geschwindigkeit verändert. Die Literaturen trugen diesem Faktum Rechnung, die Literaturwissenschaften ließen diese Problematik - selbst im Bereich der Reiseliteratur, die für derartige Untersuchungen wie geschaffen scheint - jedoch weitgehend außer acht. Der vorliegende Band versucht, auf diese Problematik eine Reihe von Antworten zu geben und aufzuzeigen, wie die Dynamik von Räumen und Raumbeziehungen auf verschiedenen Ebenen ebenso in konkreten Einzeltexten wie innerhalb größerer zeitlicher Entwicklungen untersucht werden können.

      Literatur in Bewegung
      3,0
    • Mein Name sei Amo

      • 382 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Die Lebensgeschichte von Anton Wilhelm Amo, dem ersten schwarzen Philosophen im deutschsprachigen Raum, entfaltet sich vor dem Hintergrund der europäischen Aufklärung. Begleitet von seinem mysteriösen Pudel Zep, durchlebt Amo die Herausforderungen der Sklaverei, den akademischen Aufstieg und die Schatten des Rassismus. Seine Erlebnisse in Sanssouci, die Höhen und Tiefen der Liebe sowie die Suche nach Weisheit in seinem Heimatland Afrika werden lebhaft dargestellt. Das Werk vereint Elemente eines historischen Romans, Thrillers und philosophischer Satire zu einem faszinierenden literarischen Kaleidoskop.

      Mein Name sei Amo
    • Romantik zwischen zwei Welten

      • 1157 Seiten
      • 41 Lesestunden

      Die transareal ausgelegte Vorlesung unternimmt den Versuch, nach der (vielleicht schon verlorenen) Einheit der Romantik hinter der Vielgestaltigkeit romantischer Diskurse zwischen zwei Welten, Europa und Amerika, zu fragen. Gab es eine Romantik oder gab es deren viele? Was zeichnet die Literaturen der Romantik in Frankreich und Deutschland, in Spanien und Italien, im Norden und vor allem im Süden des amerikanischen Doppelkontinents aus? Welche Schreibformen entwickelt eine Dichterin wie Gertrudis Gómez de Avellaneda, die zwischen Spanien und Kuba pendelt; welche Vermittlungsmöglichkeiten sieht Germaine de Staël im deutsch-französischen Dialog; in welcher Beziehung steht die Dichtung Baudelaires zu den Schriften Poes; und was bestimmte die Rezeption deutscher Romantik in Mexiko? Die Vorlesung gibt den Blick darauf frei, in welchem Maße im Jahrhundert der Nationalismen inter- und transkulturelle Beziehungen zwischen Ländern und Kontinenten bestanden, und hinterfragt die Monologe nationalliterarischer Ausrichtung.

      Romantik zwischen zwei Welten
    • Die Vorlesung präsentiert im Überblick die Romanischen Literaturen der Welt auf ihrem Weg von den historischen Avantgarden zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu den Literaturen nach der Postmoderne zu Beginn unseres Jahrhunderts. Sie erfasst damit einen historischen Zeit-Raum, der etwas mehr als ein gesamtes Jahrhundert einschließt, sowie zugleich eine territorialisierbare Raum-Zeit, welche eine ungeheure Mannigfaltigkeit an literarischen Entwicklungen nicht allein in den romanischen Literaturen Europas, sondern auch weiter Gebiete der außereuropäischen Welt miteinschließt.

      Von den historischen Avantgarden bis nach der Postmoderne