Leben wir noch artgerecht? In anonymen Ballungszentren und Großbetrieben verlieren wir den Bezug zu unserer Arbeit und opfern oft familiäre Bindungen für den Job. Dies führt zu einem drohenden Verlust unserer Menschlichkeit. In westlichen, zivilisierten Ländern ist nahezu jeder Vierte psychisch krank; stressbedingte Beschwerden, Depressionen und Burnout nehmen zu. Evolutionsforscher Prof. Franz M. Wuketits sieht die Ursache in der Flexibilität, die Beruf und Alltag von uns verlangen, und die der menschlichen Natur nicht entspricht. Unsere Seelen werden „entwurzelt“, mit weitreichenden Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft. Wuketits plädiert für eine „artgerechte Menschenhaltung“ und fordert, dass Gesellschaft, Politik und Ökonomie die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Bedürfnisse des Menschen ernst nehmen. Kritische Leser werden in diesem Werk ihr Unbehagen über die gesellschaftliche Entwicklung wiederfinden und anhand konkreter Beispiele neue Wege für die Zukunft erkennen. Es wird deutlich, dass die notwendigen Veränderungen auch unsere eigene Einsicht und Initiative erfordern. „Wir können nicht in die Steinzeit zurückkehren – aber wir sollten überlegen, wie wir dem 'Steinzeitmenschen in uns' wieder gerecht werden können!“
Franz M. Wuketits Bücher







Warum uns das Böse fasziniert
- 275 Seiten
- 10 Lesestunden
Seit Jahrtausenden bemüht sich der Mensch, sein Verhalten durch moralische Gebote zu regeln. Dabei ist ihm nur mäßiger Erfolg beschieden. Das Böse hat Konjunktur. Wir Menschen sind keine Engel. Keine Ethik vermochte bislang Kriege und andere Gewalttaten, Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Folter abzuschaffen. Aggression als lebhafter Ausdruck des Bösen gehört zu unseren alltäglichen Erscheinungen. Es ist nicht zu leugnen, dass von dieser Schattenseite unserer Existenz sogar eine gewisse Faszination ausgeht. Das Buch ist ein Plädoyer für eine illusionslose Ethik. Ihr wird größerer Erfolg beschieden sein als Moralsystemen, die auf „das Gute“ setzen. Franz M. Wuketits lehrt an den Universitäten Wien und Graz. 1982 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Wissenschaftliche Publizistik. Seine Arbeits- und Interessenschwerpunkte sind: Evolutionstheorie, Evolutionäre Erkenntnistheorie, Evolutionäre Ethik, Soziobiologie, Theorie und Geschichte der Biologie. Von der Stiftung Buchkunst prämiert als: Eines der schönsten Bücher 1999.
Wie der Mensch wurde, was er isst
Zur Evolution menschlicher Ernährung
Von Urmenschen, die immer auf der Suche nach Essbarem sind, haben wir uns zu übersättigten Wohlstandsbürgern entwickelt. Der Traum vom Schlaraffenland scheint in unserer Gesellschaft wirklich geworden zu sein. Doch immer mehr Menschen verlieren die Orientierung – das Angebot ist so groß, dass sie nicht mehr wissen, was sie essen sollen. Die Evolution kann uns dabei Hinweise geben: Wer die Ursprünge unserer Ernährung kennt und natürliche Nahrung zu schätzen weiß, braucht keinen Ernährungsberater. Auch für das gemeinsame Essen sollten wir uns wieder mehr Zeit nehmen – es ist schließlich Teil unserer Kultur.
Naturkatastrophe Mensch
- 279 Seiten
- 10 Lesestunden
Viele Zeitgenossen stellen sich die Entwicklungsgeschichte des Lebens auf der Erde gern als eine Entwicklung zum "Homo sapiens" vor, einen langen Weg, an dessen Ende notwendigerweise der moderne Mensch steht, als "Krone der Schöpfung" oder "Vollender der Evolution". Alle anderen im Laufe mehrerer Jahrmilliarden hervorgebrachten Organismenarten wären dann gleichsam als Nebenprodukte der Evolution oder als unvermeidbare Vorstufen auf jenem Weg zum "höchsten Geschöpf" zu verstehen. Allerdings läßt eine von Wunschdenken und ideologischer Propaganda gereinigte Evolutionstheorie solchen Vorstellungen keinen Platz. Das streitbare neue Buch von Franz M. Wuketits beschreibt und diskutiert den Fortschrittsgedanken in der organischen und sozialen bzw. kulturellen Evolution und weist nach, daß der "Pfeil der Evolution", so es ihn überhaupt gibt, in keine bestimmte Richtung fliegt.
Konrad Lorenz
- 285 Seiten
- 10 Lesestunden
Dies ist die erste umfassende Biographie des großen Naturforschers Konrad Lorenz. Ihr Autor, der Biologe Franz M. Wuketits, hat den Menschen Konrad Lorenz und dessen Gedankenwelt aus nächster Nähe kennengelernt. Wuketits stellt Leben und Werk des leidenschaftlichen Forschers, kühnen Theoretikers und engagierten Streiters für das Recht der Natur in den Zusammenhang der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Dabei verschweigt er auch nicht, daß der unpolitisch denkende Biologe für Ideen des Nationalsozialismus anfällig war. Wuketits zeigt die großen Linien, die zum Werk von Konrad Lorenz und, von ihm ausgehend, zu neuen Fragestellungen geführt haben. Die Leser lernen nicht nur den Menschen und Graugansforscher Lorenz, sondern einen der einflußreichsten Naturforscher unserer Zeit kennen.Aus dem InhaltEinführung: Leben ist ein erkenntnisreicher Prozeß.Altenberg - die Wiege der vergleichenden Verhaltensforschung.Königsberg - auf den Spuren Immanuel Kants.Vom Tier zum Mensch Für Wahrheit und Menschlichkeit.Ausblick: Konrad Lorenz und die Folgen.
Die Selbstzerstörung der Natur
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden
Mord. Krieg. Terror.
Sind wir zur Gewalt verurteilt? | Wuketits untersucht einzelne Epochen unserer Geschichte, um herauszufinden, wie die Menschen jeweils mit Gewalt umgegangen sind.
Gewalt begleitet unseren Alltag und die Geschichte der Menschheit. Viele Mythen und Religionen strotzen geradezu vor Grausamkeiten; jede technische Innovation bewirkt eine Innovation der Methoden kriegerischer Auseinandersetzungen. Dennoch streben wir nach dem Idealbild einer friedlichen Welt ohne Kriege und Konflikte. Ist eine solche Gesellschaft möglich oder wird sie Utopie bleiben? Franz M. Wuketits versucht diese Frage zu beantworten, indem er die einzelnen Epochen unserer Geschichte betrachtet und prüft, wie die Menschen jeweils mit Gewalt umgegangen sind.
Der Tod der Madame Curie
- 165 Seiten
- 6 Lesestunden
Hinter vielen wissenschaftlichen, uns heute ganz selbstverständlichen Einsichten und Erkenntnissen verbergen sich oft tragische, gelegentlich auch bizarre Schicksale derjenigen, denen wir unseren Wissenszuwachs überhaupt erst verdanken.§Franz M. Wuketits erinnert in knappen biographischen Portraits an die Forscherinnen und Forscher, die für ihre Arbeit und Begeisterung einen hohen Tribut leisten mußten, manche ließen dafür sogar ihr Leben. Berühmte Namen wie Alfred Wegener, Marie Curie oder Ignaz Semmelweis finden sich hierunter ebenso wie die von Francis Bacon oder James Cook.§Ein Buch über die Gefährlichkeit der Wissenschaft, aber auch über Selbstlosigkeit, Mut und Wissensdrang.
1948 wurde in New York nach Verbindungen zwischen den verschiedenen Wissenschaften gesucht, die zum Verständnis des sozialen Verhaltens von Tieren und Menschen beitragen – die Geburtsstunde der Soziobiologie. Dieses Buch erklärt anhand vieler Beispiele die zentralen Aussagen, Argumente und Konsequenzen der Soziobiologie und gibt damit einen gut verständlichen Überblick über eine der interessantesten Disziplinen der Biologie.
Vielfach gilt der freie Wille als Eigenschaft, die den Menschen aus der Welt der Lebewesen heraushebt. Was, wenn diese Vorstellung eine Illusion ist? Hirnforscher und Philosophen haben bereits viel darüber diskutiert, und Franz M. Wuketits betrachtet die Frage nun von einer neuen Seite: aus der Sicht der Evolutionsbiologie. Dabei stellt er fest, dass das Zusammenleben von Menschen auch dann funktioniert, wenn sich die Idee der Willensfreiheit als Illusion herausstellt; schließlich haben sogar Illusionen ihren Sinn im Dienste des Überlebens. Sein neues Buch soll informieren, unterhalten – und zum Nachdenken anregen. Pressestimmen Wuketits gelingt es insgesamt gut, auf verständliche Weise dem Leser das vielfältige Problem der Willensfreiheit […] näher zu bringen. Anthropologischer Anzeiger Ein Buch, das sie Diskussion zum Thema bereichert und […] auch gut lesbar ist. UNIVERSITAS



