Dieser deutsche Autor erforscht Themen des Sozialismus und des Humors in der Literatur, wobei er aus seinen Erfahrungen im Militärdienst und seinem Philosophiestudium schöpft. Seine Karriere umfasste die Leitung von Verlagen, die sich auf Satire und Belletristik in der Deutschen Demokratischen Republik konzentrierten. Später etablierte er sich als freiberuflicher Schriftsteller, dessen Werke von einem tiefen Verständnis gesellschaftlicher und politischer Strömungen geprägt sind. Die Kritik des Autors am politischen Establishment und seine Fokussierung auf satirische Elemente verleihen seinem Schreiben eine einzigartige und provokative Qualität.
Der Autor überwindet die Grenzen der moralisierenden Fabel mit satirischer Schärfe, philosophischer Tiefe und heiterer Gelassenheit. Das Buch umfasst 63 Fabeln mit gleichnishaften Gültigkeit und wird durch groteske Illustrationen von Hans Ticha bereichert.
Die Schwerkraft ist partiell und nach Wunsch und Belieben aufhebbar. Die freischwebende Katze erreicht die Maus nicht, weil ihre Welt nicht mehr stimmt. Der amerikanische Fabrikant (der letzte) schießt einen Mann in den Äther, um ihn schwerelos zurückkehren zu lassen, doch entgleiten ihm die Dinge Zum glücklichen Ende. Die Gravitationsminderung hat Folgen. Dichter und Mathematiker schaffen ohne Beschwernis und Hemmung. Die Millionärstochter (die letzte) liebt den Liftboy. Dieser spricht acht Sprachen und nimmt kein Trinkgeld. Spaziergänger bewegen sich im Skaphander, nur wenn der Draht reißt, hören sie nichts. Eine Frau trägt kilometerweit zwei verunglückte Männer auf den Armen. Ein sprechender Roboter signalisiert als Schutzpolizist die seltenen Unfälle. Einzig Douglas’ Agenten und Patentdiebe (die letzten) sind für diese Welt nicht richtig programmiert. Wer die Welt nicht mehr versteht, fällt auf. Verbrecher werden nicht mehr mit Freiheitsentzug oder Bewährung bestraft, sondern mit schlichtem Gelächter, das heißt: die anderen lachen.Der utopische Kriminalroman spielt mit der heiteren Vorstellung einer technisch-physikalisch perfektionierten Welt - ohne Beschwernis und Gewicht.
Wer dieses Buch gelesen hat, der weißErstenswieso Marx und Darwin die Welt jeweils nur halb erfaßt haben und wie wir sie ganz erfassen könnenZweitensworan die Welt des "realen Sozialismus" in Wahrheit gescheitert ist und was der Kapitalismus nun davon hatDrittenswie unsere Welt vor dem drohenden Untergang gerettet werden kann und was der Haken dabei ist
enth. die Erzählungen:- Erinnerungen einer sterbenden Frage- Der negative Erfolg- Wer hat denn jetzt den Einbrecher erschossen?- Die Stadt der Letzten- Zu Besuch auf der Erde- Was ist Utopie?- Versuch einer EntwirrungNicht wenigen Lesern ist die von Gerhard Branstner wiederholt formulierte originelle und sympathische Idee bekannt, daß sich die Freiheit in einer zukünftigen klassenlosen Gesellschaft immer mehr im spielerischen Umgang des Menschen mit sich und seiner Umwelt realisieren wird.Heutige Kunst, so meint Branstner, habe bereits die Möglichkeit, dafür nötige Haltungen vorwegnehmend zu erkunden und vorzuspielen. So bietet er in fünf Geschichten Zukunftsbilder gesellschaftlichen Zusammenlebens, die vom Spaß an der Dialektik von vorhersehbarem Wesen und unvorhersehbarer Erscheinung leben. All den Aufregungen und Turbulenzen, die aus der Existenz der "Bescheidenheit" erwachsen, in einem Institut für Gedächtnisforschung entstehen oder mit einem Familientreffen um das Jahr 2000, mit der Begegnung der Stadt der Letzten und mit einem Museumsbesuch auf der Erde verbunden sind, ist der seltene Vorzug gemeinsam, durch und durch heiter erzählt zu sein. (Umschlagtext)