Gabriele Wohmann Bücher
Gabriele Wohmann war eine deutsche Schriftstellerin, deren Werke sich häufig mit dem Gefüge des Alltags und der Psychologie ihrer Figuren auseinandersetzten. Mit präziser Sprache und scharfer Beobachtungsgabe tauchte sie in die Komplexität von Beziehungen und die Innenwelten ihrer Protagonisten ein. Ihr Schreiben zeichnet sich durch scharfe Einblicke in die menschliche Natur aus und erfasst oft die subtilen Nuancen zwischenmenschlicher Interaktion. Wohmann deckt in ihren Texten auf behutsame Weise die verborgenen Wünsche und Widersprüche auf, die das menschliche Leben prägen.






Marlene Ziegler, 36, Psychotherapeutin, löst sich aus ihrer gewohnten Umgebung und übernimmt eine Praxisvertretung in der Schweiz. Ihr neues Leben fokussiert sich immer mehr auf ihre eigenen Erinnerungen und Wahrnehmungen und blendet die Außenwelt zunehmend aus. Doch erst eine Vortragsreihe in die USA ermöglicht es ihr, wirklich zu sich selbst zu finden.
Gabriele Wohmann greift eines der Tabuthemen unserer Gesellschaft auf: das Sterben, genauer, das Sterben an Krebs. Nike, eine Frau von 55, ist unheilbar krank. Der Leser begleitet sie auf ihrem Leidensweg bis zum Tod. Er erkennt sich selbst in den Figuren ihrer Umgebung wieder, Verwandten, Freunden, Nachbarn, ängstlichen Leugnern der Realität, die bis zuletzt dem Kommenden nicht ins Auge zu blicken wagen.
In ihrem Roman zeigt Gabriele Wohmann, wie das achtjährige Paulinchen mit Gedichten und Intuition ihre fortschrittlichen Adoptiveltern irritiert. Der Text thematisiert die Herausforderungen, die ein kindliches Gemüt den Annäherungsversuchen der Erwachsenen entgegensetzt.
Gabriele Wohmann thematisiert in ihren meisterlichen Geschichten die Einsamkeit der Unangepassten, die Zwänge des Familienlebens und die Ungeschicklichkeit der Liebenden, und beleuchtet damit die Herausforderungen, die Menschen daran hindern, glücklich zu werden.
In diesen Erzählungen wird der Alltag des Durchschnittsmenschen, seine Gewohnheiten und Erwartungen, Enttäuschungen und Einbildungen, seine hoffnungslose Mittelmässigkeit und seine Selbsttäuschung so akribisch seziert, dass nichts übrigbleibt als eine im Grunde tragische Gebundenheit in psychische, familiäre und soziale Zwänge.



