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Annemarie Schwarzenbach

    23. Mai 1908 – 15. November 1942
    Bei diesem Regen
    Eine Frau zu sehen
    Romane 1
    Annemarie Schwarzenbach. Ein Kapitel tragische Schweizer Literaturgeschichte
    Flucht nach oben
    Vordenkerinnen
    • Vordenkerinnen

      • 149 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Leise Zweifel und der schmerzvolle Wunsch nach Gleichberechtigung; ein unbändiger Drang nach Selbstbestimmung und ein furchtloses Coming-out: Diese Box enthält vier schmale Bücher mit großer Sprengkraft. Vier Erzählungen von vier Frauen, die selbstbewusst allen Konventionen ihrer Zeit trotzten und dabei den Weg bereiteten für ein neues Schreiben, Les en, Denken und Handeln. Mit Themen und Figuren, die nichts an Aktualität verloren haben, zerlegten Annemarie Schwarzenbach, Selma Lagerlöf, Charlotte Perkins Gilman und Simone de Beauvoir eine von Männern geschaffene Weltordnung und gaben der neuen Frau Stimme, Intellekt, Körper – und Lust. Ihre Texte leben und inspirieren Leser*innen weltweit heute genau wie vor 100 Jahren.

      Vordenkerinnen
      5,0
    • Flucht nach oben

      Roman

      • 239 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Der im Mai 1933 abgeschlossene Roman 'Flucht nach oben' ist wie die davor entstandene 'Lyrische Novelle' 'bestürzend jung und individualistisch, ganz unschweizerisch mondän im Gehabe und kosmopolitisch im Milieu' (Carl Seelig). Auch seine Protagonisten gehören zu den 'Abseitsstehenden', die immer und überall fremd sind. Zum Beispiel Francis: Von einem längeren Überseeaufenthalt nach Europa zurückgekehrt, findet sich der 30jährige zu Hause nicht mehr zurecht. Ohne eigentlichen Beruf, ohne politische und seelische Heimat, ohne Hoffnung auf eine erfüllte Liebe flüchtet er nach 'oben', in die Abgeschiedenheit eines österreichischen Bergkurortes.

      Flucht nach oben
      4,0
    • Romane 1

      • 429 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Die Lyrische Novelle zieht als eine frühe literarische Darstellung von lesbischer Liebe heute eine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Der Text erzählt zwar von der unglücklichen Liebe eines Mannes zu einer Frau. Doch Annemarie Schwarzenbach bekannte nach der Veröffentlichung: Zum besseren Verständnis der Geschichte »hätte man eingestehen müssen«, dass der Held »kein Jüngling, sondern ein Mädchen« sei. Flucht nach oben ist »bestürzend jung und individualistisch, ganz unschweizerisch mondän im Gehabe und kosmopolitisch im Milieu« (Carl Seelig), seine Protagonisten gehören zu den »Abseitsstehenden«, die immer und überall fremd sind. Ein in der Schweizer Literatur der Zwischenkriegszeit einzigartiges Dokument einer frühexistentialistischen Welterfahrung. Tagebuch, Erzählung, Reisebericht, Aufzeichnungen über den »Versuch« einer – lesbischen – Liebe: Tod in Persien ist Autobiographie und Fiktion zugleich, bekennt und verschweigt viel. Es ist das Zeugnis einer Begegnung mit dem Fremden, unfassbar und abgründig.

      Romane 1
      4,0
    • Eine Frau zu sehen

      • 76 Seiten
      • 3 Lesestunden

      St. Moritz, Weihnachten 1929: Im Fahrstuhl ihres Hotels trifft die junge Ich-Erzählerin auf eine geheimnisvolle Frau im weißen Mantel. Ihre Blicke begegnen sich, Sekunden nur, es fällt kein Wort, und doch: Dieser Moment verändert alles, weckt Hoffnungen und unstillbares Verlangen. Inmitten des ausgelassenen Wintersporttreibens, umgeben von herausgeputzten Skifahrern, tanzenden Mädchen, werbenden Kavalieren und eifersüchtigen Freundinnen, wartet die junge Frau auf nur ein Wort, eine Geste der Angebeteten, um zu guter Letzt alle Warnungen in den Wind zu schlagen und allein ihrem Gefühl zu folgen. Eine Frau zu sehen ist ein Text voller Begehren und knisternder Erotik. Annemarie Schwarzenbach, die elegante Millionärstochter in Männerkleidung, der Männer wie Frauen zu Füßen lagen, schrieb ihn mit gerade mal einundzwanzig Jahren. Er ist ihr Coming-out, mit dem sie sich ebenso entschieden wie mutig über die gesellschaftlichen Urteile und moralischen Schranken ihrer Zeit hinwegsetzte.

      Eine Frau zu sehen
      4,1
    • Bei diesem Regen

      Erzählungen

      • 248 Seiten
      • 9 Lesestunden

      In den Jahren 1934/1935 reiste Annemarie Schwarzenbach mehrmals nach Vorderasien, wo sie bei archäologischen Ausgrabungen in Syrien und Persien mitarbeitete. Über ihre Erfahrungen schrieb sie mehr als ein Dutzend Erzählungen. In vielen dieser Geschichten werden Schicksale von Europäern und Amerikanern beschrieben, die ihre Heimat aus Abenteuerlust oder aus politisch-sozialen Gründen verlassen haben. Im Orient erwartet sie jedoch keine märchenhafte Welt; der Schatten der Nazis reicht bis dorthin, und die gesellschaftlichen Probleme sind unübersehbar. Die jungen Leute fühlen sich in der Fremde noch fremder und zerissener, auch weil sie 'alles ein wenig bitter belächeln und hassen und auch wieder lieben', was von ihrer Heimat kommt. Ihre Welt wird in einer an Hemingway geschulten, modernen Sprache dargestellt. Die besten Erzählungen zeichnen sich denn auch durch präzise Bilder und eine unverwechselbare Sprachmelodie der Autorin aus.

      Bei diesem Regen
      3,5
    • Winter in Vorderasien

      Tagebuch einer Reise

      • 180 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Im Herbst 1933 besteigt Annemarie Schwarzenbach den Taurus-Express nach Istanbul. Es ist der Auftakt zu ihrer ersten Reise nach Vorderasien, die sie durch Anatolien, Syrien, den Libanon, Palästina und den Irak nach Persien führen wird. Eine schwindelerregende Strecke über gewaltige Gebirgsketten - noch dazu im Winter. In einer Sprache, die sich vor allem durch Klarheit und Objektivität auszeichnet, schildert Annemarie Schwarzenbach die Erlebnisse und Eindrücke ihrer Reise und stellt in ihren Aufzeichnungen ihr journalistisches Können unter Beweis. Wie durch die Linse einer Kamera betrachtet, fängt sie Landschaftsstimmungen ein, entwirft immer wieder neue Bilder, um dem Facettenreichtum der Natur gerecht zu werden. Gleichzeitig protokolliert sie als Zeitzeugin den Einfall der Moderne in die archaisch anmutende Welt Vorderasiens, in der Eisenbahn und traditionelle Karawanenroute noch nebeneinander existieren. Dank ihrer profunden geschichtlichen Kenntnisse gelingt es ihr, das Vorderasien der Vergangenheit mit dem der Gegenwart zu verknüpfen - und sie stellt Bezüge her, die auch heute ihre Aktualität nicht verloren haben.

      Winter in Vorderasien
      3,7
    • Die Briefe an Erika und Klaus Mann zählen zu den wenigen erhaltenen persönlichen Textdokumenten von Annemarie Schwarzenbach, deren Mutter fast alle Tagebücher und Briefe ihrer Tochter vernichtete, um "das Aufrühren jedweden Unerfreulichen und jeden Schmutzes" zu verhindern. So sind sie ein eindrückliches Zeugnis für die intensive Freundschaft, die Annemarie Schwarzenbach mit den beiden Mann-Geschwistern verband. Die Briefe an Erika Mann dokumentieren eine große, unerwiderte Liebe und jahrelange Leidenschaft, jene an Klaus Mann eine authentische Wahlverwandtschaft. Darüber hinaus stellen die Briefe - verfasst zwischen 1930 und 1942 - Zeitzeugnisse von beträchtlicher Aussagekraft dar.

      "Wir werden es schon zuwege bringen, das Leben"
      3,6
    • Alle Wege sind offen

      • 170 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Im Juni 1939 fuhren die Journalistinnen und Schriftstellerinnen Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart mit dem Auto nach Afghanistan. "Alle Wege sind offen" präsentiert eine Auswahl von Annemarie Schwarzenbachs Artikeln - Feuilletons, Reportagen und Erzählungen - über diese abenteuerliche Fahrt und lässt die Leserinnen und Leser an der äußeren und inneren Reise der Autorin teilnehmen: vom Balkan über die Türkei, Iran nach Afghanistan und zurück in die Schweiz. Annemarie Schwarzenbach erfährt das Glück des Unterwegsseins und die berauschend-bedrohliche Weite der Landschaften Asiens. Als Zeitzeugin protokolliert sie hellwach die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, während sie als Schriftstellerin die Abgründe ihres Ich erkundet im Spannungsfeld zwischen der oft atemberaubenden Fremde und dem Schatten des in Europa ausgebrochenen Zweiten Weltkriegs.

      Alle Wege sind offen
      3,9