Der Band begleitet eine Retrospektive von Emil Nolde, einem bedeutenden deutschen Expressionisten, im Frankfurter Städel Museum und im Louisiana Museum in Dänemark. Er zeigt ca. 140 Werke aus allen Schaffensperioden, darunter unbekannte Arbeiten, und beleuchtet Themen wie Seestücke und Noldes Verhältnis zur nationalsozialistischen Ideologie.
Emil Nolde Bücher






Wie viele Künstler seiner Zeit war auch der große norddeutsche Expressionist Emil Nolde (1867–1956) auf der Suche nach Ursprünglichkeit, nach Menschen und Gesellschaften, die noch in Einklang mit der Natur leben. Im Oktober 1913 nahm er gemeinsam mit seiner Frau Ada an einer »Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition« des Berliner Reichskolonialamtes teil. Während der Reise über Sibirien, Japan und China in die Südsee gelang ihm eine große Zahl von unmittelbaren und einfühlsamen Aquarellen und Zeichnungen, meist mit Bildnissen der einheimischen Menschen und ihres engen Umfelds. Dieses schöne Geschenkbuch enthält vierzig eindrückliche Porträts und Szenerien, denen eine kompakte Einführung vorangestellt ist. Bebildert ist dieser Text mit Fotografien von Ada Nolde. - 150. Geburtstag von Emil Nolde am 7. August 2017 AUSSTELLUNGEN 150 JAHRE EMIL NOLDE – MEISTERWERKE Nolde Stiftung Seebüll 1. März bis 30. November 2017 EMIL NOLDE UND DIE BRÜCKE Museum der bildenden Künste Leipzig 12. Februar bis 18. Juni 2017 Kunsthalle Kiel 17. November 2017 bis 2. April 2018 EMIL NOLDE. DIE GROTESKEN Museum Wiesbaden 30. April bis 9. Juli 2017 NOLDE IN DER SÜDSEE Landesmuseum Schloss Gottorf 8. Mai bis 3. September 2017 EMIL NOLDE IN JAPAN Städtische Galerie Wolfsburg Juni bis August 2017 Leiko Ikemura und Nolde KUNSTMUSEUM AHRENSHOOP 14. JULI BIS 8. OKTOBER 2017
Emil Nolde - The Grotesques
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Although Emil Nolde is famous for his dramatic ocean views and colorful flower gardens, his love of the fantastical and grotesque has received less attention to date. Yet, it is clear from his autobiography and many letters that they had a significant impact on his artistic work. Besides his first oil painting, the Bergriesen (Mountain giants, 1895/96), his alpine postcards from before 1900 also display his fascination with the imaginary: here, the Swiss mountains appear as bizarre human physiognomies. His turning away from reality in favor of a grotesque, alternative world can be seen throughout his oeuvre, from its beginnings, to the Grotesken (1905) and watercolors from 1918/1919, to the years when he was forbidden to practice his profession under the Nazis. The exhibition catalogue, which presents works of art never before shown, is also the first to discover a fascinating side of the great painter and water colorist. Exhibition: 30.4.-9.7.2017, Internationale Tage Ingelheim at Museum Wiesbaden; 23.7.-15.10.2017, Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
»Ungemalte Bilder« bezeichnet die faszinierenden Aquarelle, die Emil Nolde zwischen 1938 und 1945 in seinem abgelegenen Haus in Seebüll schuf, nachdem die Nazis seine Werke beschlagnahmten und ihm ein Malverbot auferlegten. Diese kleinen, fantastischen Blätter, die sich heimlich ansammelten, wurden von Nolde bei Freunden zur Sicherheit vor der Gestapo verwahrt. Sie waren »ungemalt«, da sie offiziell nicht als solche gelten durften, und Nolde plante, sie später auszuführen. Diese Aquarelle wurden nie verkauft und nur selten an Freunde verschenkt. Heute gilt diese Sammlung als »Zusammenfassung und Krönung seines Werkes« und befindet sich in der Nolde-Stiftung in Seebüll. Zusammen mit den »Worten am Rande« – tagebuchartigen Notizen, die Nolde parallel zu den Aquarellen verfasste – werden die insgesamt 104 Blätter umfassend präsentiert. Diese zeigen figürliche Darstellungen aus Theater, Tanz, Mythologie und der individuellen Fantastik des Künstlers sowie Seestücke und Landschaften. Emil Nolde (1867-1956) war ein bedeutender Künstler, der eine Ausbildung zum Holzbildhauer absolvierte und später in verschiedenen Kunstschulen studierte. 1906/07 war er Mitglied der Künstlergruppe »Brücke«.
Mein Leben
- 427 Seiten
- 15 Lesestunden
Nur wenige Freunde wussten, dass für den schon zu Lebzeiten berühmten Maler Emil Nolde (1867–1956) auch das Schreiben als Ausdrucksmöglichkeit unerlässlich war. Nach Märchen, Geschichten und Aphorismen wandte er sich dem eigenen Leben zu. Die Autobiografie des deutschen Expressionisten wurde ein umfangreicher Lebensbericht in vier Teilen: „Das eigene Leben. 1867–1902", „Jahre der Kämpfe. 1902–1914", „Welt und Heimat. Die Südseereise. 1913–1918" sowie „Reisen, Ächtung, Befreiung. 1919–1946". Der Herausgeber hat den Text behutsam gekürzt und den ursprünglichen Gang der Darstellung beibehalten, so dass der Leser dem Maler auf einzigartige Weise näherkommt. Mit dem Tod seiner Frau Ada 1946, die ihm in glücklichen und schwierigen Tagen zur Seite stand, beendete Nolde seine Aufzeichnungen: „Schreibend erzählend bin ich nun in meinen Büchern durch das Leben gegangen. Manches, das mir sicherlich vergessen wäre, habe ich fast wieder noch einmal erlebt."
Emil Nolde - Landschaften
Aquarelle und Zeichnungen
Eine Aquarell-Auswahl von Naturmotiven aus der Südsee, den Schweizer Bergen und immer wieder den Nordseehalligen und dem Meer, die dem Nolde-Verehrer alle Reize der expressiven Farbkunst des Meisters vorführt.
Bilder zur Weihnacht
- 168 Seiten
- 6 Lesestunden



