Vögel beten! Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie dieses vergnügliche Buch des Laacher Benediktiners Drutmar Cremer. Hier tummeln sich allerhand verschiedene Vögel: lustige, seltsame, lockere, „linke“, freie und die bedauernswerten hinter Gittern. Alle haben sie eines gemein: Sie bestreiten Ihr Dasein mit Anmut, Lebendigkeit und offenbarer Dankbarkeit.
Liebesbriefe an Adam und Eva von Tieren, die das Paradies nicht vergessen können ...
109 Seiten
4 Lesestunden
Das verlorene Paradies in der ursprünglichen Schönheit ist eine alte Sehnsucht der Menschen. Wo liegt es? Durften Adam und Eva - nach einem poetischen Traum - schon dorthin zurückkehren? die Hoffnungen der Menschen, die sich in diesen heiteren Liebesbriefen der Tiere ausfalten, erzählen von der Realität der irdischen Welt und erheben sich zu einem Traum der Rückkehr ins sorglose Glück des Anfangs - ins Paradies.
Was führt jährlich weit über eine Million Menschen aus dem In- und Ausland nach Maria Laach? Ist es die noch unberührte, von technischen Eingriffen weithin verschonte Landschaft? Ist es die Abteikirche der Benediktiner, eines der schönsten erhaltenen Bauwerke der Romanik im Rheinland, die nun schon nahezu 900 Jahre dem Sturm der Zeiten und dem Wechsel menschlichen Bewußtseins trotzt? Oder ist es die Geschichte dieser Abtei und ihrer Mönche? Von allem mag etwas mitschwingen, vor allem aber ist der heutige Mensch unterwegs auf der Suche nach tragenden Werten, die seinem Leben Sinn verleihen.Der Benediktiner Drutmar Cremer beschreibt in diesem Band die Schönheit der Laacher Landschaft und der romanischen Abteikirche sowie Geschichte und Lebensweise der Mönche am Laacher See. Die Fotos von Gabriele und Bernd Steinicke sind über Jahre hin als "Bilder des Herzens" entstanden. Sie haben den Atem besinnlicher Muße und behutsamer Geduld und Liebe.
Tiere preisen Gott den Herrn für Ihre einzigartigen Fähigkeiten. Der Benediktiner Drutmar Cremer hört ihnen zu. Die Schnecke, ganz bescheiden, mahnt alle Gehezten dieser Welt, sie sollten sich ein Beispiel an ihr nehmen. „Ich komme immer an. Auch ohne Herzinfarkt“. Das Chamäleon dagegen meint: „Du hast mir die Zaubergabe der Verwandlung verliehen. Ich liebe das Inkognito, Herr. Nur so kann ich meine Leckerbissen vom Strauch nebenan mühelos fangen“. Oder der Floh, der im Monolog mit Gott nicht mit seinem schlechten Image hadert: „Gewiß, mein Auftreten ist ungefragt aber pure Caritas. Ich verhelfe zur Erfahrung der Wirklichkeit, zur Einsicht in die harten Seiten des irdischen Daseins“.