Das Tagebuch Kurt Biedenkopfs - eines Politikers von großer Integrität, zupackender politischer Kraft und visionärem Intellekt Kurt Biedenkopf, der 1990 zum Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen gewählt wurde, führte in den Neunziger Jahren ein Tagebuch: Es dokumentiert und kommentiert auf brillante Weise die Aufbruchzeit nach der Wiedervereinigung. Schonungslos offen und zugleich auf höchstem intellektuellen Niveau reflektiert Biedenkopf die großen politischen und gesellschaftlichen Themen der Zeit: die gerechte Verteilung der Lasten zwischen den alten Bundesbürgern und den Ex-DDR-Bürgern, die umstrittene Finanzierung des Aufbaus Ost, die Chancen der Modernisierung - und, immer wieder, die großen Mentalitätsunterschiede zwischen West- und Ostdeutschen. So entsteht das Bild eines Patrioten, der leidenschaftlich die Interessen der Menschen in Ostdeutschland vertritt - und dabei auch den Konflikt mit Kanzler Helmut Kohl nicht scheut.
Kurt Biedenkopf Reihenfolge der Bücher






- 2015
- 2011
Wir haben die Wahl
- 252 Seiten
- 9 Lesestunden
Die Zukunft Deutschlands steht auf dem Spiel. Wir hinterlassen den nachfolgenden Generationen einen enormen Schuldenberg und marode Sozialsysteme, die nicht zukunftsfähig sind. In einem persönlichen Buch zeigt Kurt Biedenkopf die dringend notwendigen Weichenstellungen auf, um Wohlstand und Freiheit zu bewahren. Es gibt eine klare Wahl: mehr staatliche Bevormundung oder mehr bürgerliche Eigenverantwortung. Je länger diese Entscheidung hinausgezögert wird, desto kostspieliger wird sie. Der aktuelle Kurs, der immer expansivere Ansprüche an den Staat stellt, überfordert ihn und führt zur Erosion unserer freiheitlichen Grundordnung. Biedenkopf plädiert für das Prinzip der Subsidiarität: Staatliche Aufgaben sollten von der jeweils kleineren Einheit wahrgenommen werden, Entscheidungen dort getroffen werden, wo sie unmittelbare Auswirkungen haben. So können Zentralismus und Bürokratismus verhindert, Bürgernähe gefördert und das Engagement der Bürger gestärkt werden. Nur so können Deutschland und Europa die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern. Diese Weichenstellung – die Abkehr vom vormundschaftlichen Staat und die Hinwendung zur frei entfaltenden Zivilgesellschaft – ist die Aufgabe der jetzt an die Schalthebel der Macht drängenden Generation. Biedenkopf appelliert leidenschaftlich an ihre Verantwortung, um das, was bisher versäumt wurde, mit aller Kraft voranzutreiben.
- 2008
Klimawandel und Grundeinkommen
Die nicht zufällige Gleichzeitigkeit beider Themen und ein sozialökologisches Experiment
Zwei Themen finden immer mehr Aufmerksamkeit: Einerseits der Klimawandel, andererseits das Grundeinkommen bzw. Bürgergeld. Auf den ersten Blick oft berührungslos zueinander, sind sie näher betrachtet ökologischer und sozialer Ausdruck einer existenziellen Entwicklungskrise moderner Gesellschaften. Der Klimawandel hat naturwissenschaftlich beobachtbare Folgen, seine Ursachen liegen jedoch in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Um ökologische Katastrophen möglichst einzuschränken braucht es technische, zugleich jedoch soziale Innovationen. Es braucht neue soziale Ordnungen, die eine Synthese von Freiheit und Effektivität mit Solidarität und ganzheitlicher Lebensqualität ermöglichen. Namhafte Denker und mutige Akteure setzen mit diesem Buch ein Zeichen. Die Verschiedenheit der Argumentationen ist kein Manko, sondern Zeichen der Hoffnung. Daran zeigt sich, dass jenseits von alten Ideologien übergreifende Koalitionen zu existenziellen Zukunftsfragen denkbar sind - denn durch zu engstirniges Festhalten an überholten Positionen könnten wir mitschuldig daran werden, dass die Menschheit die gewaltigen Herausforderungen und Chancen der Zukunft nicht meistert, sondern in barbarische Kämpfe um letzte Ressourcen und Überlebensinseln zurückfällt.
- 2006
Im Gespräch mit FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher, der sich jüngst mit dem Bestseller „Das Methusalem-Komplott“ vehement in die Debatte über die demographischen Probleme unserer Gesellschaft eingemischt hat, appelliert Biedenkopf an die Bereitschaft nicht nur der Politiker, sondern ebenso der breiten Bevölkerung, sich von den Illusionen der Vergangenheit freizumachen und den Herausforderungen der Globalisierung zu stellen. Künftige soziale Sicherheit werde es nur geben, wenn die Ansprüche in der Gegenwart auf ein realistisches Maß heruntergeschraubt werden. - Ein Räsonnement auf höchstem Niveau über Generationengerechtigkeit, die Reform von Staat und Gesellschaft und die Aussichten Deutschlands in einer globalisierten Welt. Ein Buch, das Perspektiven weist und Zuversicht ausstrahlt.
- 2003
Im zehnten Jahr ihres Bestehens befasst sich die Deutsche Nationalstiftung auf ihrer Jahrestagung mit der Entwicklung der deutschen Hauptstadt. Der vorliegende Band dient der gedanklichen Vorbereitung der Jahrestagung und betrachtet Berlin aus vielfältigen Perspektiven. Er bietet Anregungen, Überlegungen und Handlungsoptionen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Mit einer gezielten Auswahl an Inhalten und Autoren sowie relativ kurzen Beiträgen zielt die Studie darauf ab, einen breiten Leserkreis zu erreichen und Anstöße für weitergehende Betrachtungen zu geben. Die Deutsche Nationalstiftung fördert die Kultur des Landes und wurde von Persönlichkeiten wie Kurt Biedenkopf, Reimar Lüst, Kurt Masur und Richard Schröder initiiert. Stifter wie Hermann Josef Abs, Gerd Bucerius, Kurt Körber und Michael Duo unterstützen die Stiftung, die auf privaten Beiträgen basiert und keine staatlichen Mittel erhält. Ziel ist es, die geistige, seelische, wirtschaftliche und politische Teilung des Landes und Kontinents zu überwinden, die nach Jahrzehnten der Trennung weiterhin besteht. Der jährlich verliehene Nationalpreis und die Jahrestagungen tragen zu dieser Aufgabe bei. Die Fokussierung auf Berlin im Jahr 2003 resultiert aus der Einsicht in die prekäre finanzpolitische Lage der Stadt.
- 2000
Das Tagebuch von Kurt Biedenkopf bietet einen einzigartigen Einblick in die politischen Umbrüche der späten 1980er und frühen 1990er Jahre. Seit Juni 1989 dokumentiert Biedenkopf seine Eindrücke und Analysen zu entscheidenden Ereignissen, die die deutsche und europäische Geschichte prägen. Er verfolgt die Entwicklungen, die zur Öffnung des sowjetischen Imperiums führen, und nimmt an bedeutenden Momenten teil, wie den Montagsdemonstrationen in Leipzig und der Grenzöffnung am 9. November. Seine Reisen in die DDR und Begegnungen mit Bürgerrechtlern, Politikern und der Bevölkerung ermöglichen ihm, den anderen deutschen Staat besser zu verstehen. Parallel dazu beobachtet er die politischen Geschehnisse in Bonn, einschließlich des CDU-Parteitags und der Herausforderungen der Wiedervereinigung. Biedenkopf erkennt früh die wirtschaftlichen Belastungen, die die Vereinigung mit sich bringt, sieht jedoch auch die Chancen, die sich daraus ergeben. Trotz seiner Irrtümer überwiegen seine Hoffnungen und sein Optimismus. In den letzten Monaten der DDR wird er Bürger und Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen, bevor er im Oktober 1990 zum Ministerpräsidenten gewählt wird. Das Tagebuch endet mit dem ersten Zusammentreffen des Bundesrats aller 16 deutschen Länder am 9. November 1990.
- 1994
Helmut Schmidt wurde 1918 in Hamburg geboren. 1946 trat er in die SPD ein, deren stellvertretender Bundesvorsitzender er von 1968 bis 1984 war. 1953 wurde er Mitglied des Deutschen Bundestags. Er wurde Innensenator in Hamburg (1961 - 1965) sowie Bundesminister der Verteidigung (1969 -1972), für Wirtschaft und Finanzen (1972), danach Bundesminister für Finanzen (1972 - 1974) und von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Seit 1983 war er Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Helmut Schmidt starb im November 2015 in Hamburg. Richard von Weizsäcker, geboren 1920 in Stuttgart, war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Berlin und von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er ist Autor zahlreicher Bestseller, zuletzt erschien «Vier Zeiten» (1997) und «Drei Mal Stunde Null?» (2001).
- 1989






