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Wolfgang Pohrt

    1. Januar 1945 – 21. Dezember 2018
    Soziologie als Wissenschaft. Der Detektiv-Roman. Die Angestellten / Werke 1
    Werke Band 8.2
    Ein Hauch von Nerz (1989)
    Der Weg zur inneren Einheit
    Ausverkauf
    Harte Zeiten
    • Das letzte Buch Pohrts mit Arbeiten, die er als Kultur- und Ideologiekritiker verfasst hat. »Mein Job ist die Ideologiekritik, das habe ich gelernt«, sagte Pohrt 1987 den Stuttgarter Nachrichten. »Die Leute sagen mir, was sie denken und ich sage ihnen, warum das falsch ist.« Er schreibt, was es mit dem »Historikerstreit« wirklich auf sich hat, warum die Grünen Aids-Kranke am liebsten nach den Nürnberger Rassegesetzen aussortieren würden, warum Carl Schmitt im Feuilleton wieder so beliebt ist, über den kritischen Opportunisten Peter Schneider, »Rassismus als Identitätsersatz« und die Multikulti-Ideologie, sowie unveröffentlichte Texte.

      Ein Hauch von Nerz (1989)
      5,0
    • Werke Band 8.2

      Brothers in Crime

      Ausgehend von Horkheimer, demzufolge die gesellschaftliche Herrschaft »aus ihrem eigenen ökonomischen Prinzip heraus in die Gangsterherrschaft« übergeht, beschreibt Pohrt die allgemeine Entwicklungstendenz. »Wer an der Spitze steht, steht auch mit einem Beim im Knast.« Heute oft mit beiden. Top-Manager wie Uli Hoeneß und Thomas Middelhoff, deren Gesetzesverstöße öffentlich verharmlost werden, sind nur zwei aktuelle Beispiele. Jugendbanden und Russen-Mafia vervollständigen das Bild, und es vergeht kein Tag, an dem die organisierten Verbrecher nicht vor dem organisierten Verbrechen warnen. Statt noch einmal über die hinlänglich bekannten Machenschaften der herrschenden Klassen sich zu verbreiten, unternimmt Pohrt den Versuch, die Bedingungen zu bestimmen, unter denen sich auflöst, was Gesellschaft war, und an deren Stelle ein System von Cliquen und Banden tritt.

      Werke Band 8.2
      4,0
    • Dieser Band vereint drei bedeutende monographische Studien von Kracauer aus den 1920er Jahren: die erkenntnistheoretische Abhandlung "Soziologie als Wissenschaft" (1922), den unpublizierten Traktat "Der Detektiv-Roman" und die soziologische Untersuchung "Die Angestellten" (1929/30).

      Soziologie als Wissenschaft. Der Detektiv-Roman. Die Angestellten / Werke 1
      4,2
    • Wolfgang Pohrt hielt die beiden Vorträge 1989 und 1992, als sich die Grünen noch für Sirtaki und Kebab begeisterten und die Migranten als Bereicherung der Kultur im eigenen Land empfanden. Zur gleichen Zeit wurden aus dem linksalternativen Milieu immer wieder Stimmen laut, die behaupteten, dass die Türken da rausfielen, »weil wir die eh nie verstanden haben«. Schon damals machte sich die Linke Gedanken, wie man den »Zuzugstrom« in den Griff kriegen könnte, weil man nicht wollte, »daß die ganze BRD ein Industriegürtel à la Sao Paulo wird«. Dieses Phänomen versucht Pohrt vor dem Hintergrund der Bundesrepublik als einer »spätkapitalistischen, nach Einkommen-, Macht- und Statusgruppen segmentierten Industriegesellschaft« zu entschlüsseln.Mit einem Vorwort von Dietmar Dath

      Multikulturelle Gesellschaft & Rassismus für den gehobenen Bedarf
      4,2
    • Werke Band 7

      Das Jahr danach, Texte 1990-1992

      Das Buch reflektiert das Jahr nach der Wiedervereinigung und untersucht den Wandel des Nationalbewusstseins aus Verbitterung. Es beschreibt den Übergang in eine neue, düstere Welt und thematisiert die Ambivalenz der deutschen Geschichte, insbesondere im Kontext des Spätkapitalismus und der damit verbundenen Dunkelheit.

      Werke Band 7
    • Werke Band 6

      Der Weg zur ineren Einheit. Elemente des Massenbewusstseins. BRD 1990

      Werke Band 6
    • Werke Band 8.1

      Harte Zeiten. Texte 1992-1997

      Wie wenn zwischen der geographischen und der politischen Gestalt ein gesetzmäßiger Zusammenhang bestünde, nahm die Bundesrepublik im Maße, wie sie auf der landkarte wieder mit dem deutschen Reich kongruierte, auch dessen Wesenszüge an. Was als Rückfall in die Vorgeschichte erschien, war die Konsequenz des Fortschritts. Geändert hat sich seither nur, daß die Entwicklung an Stetigkeit gewann, was sie an Dynamik verlor. Sie wurde zum Dauerzustand, dessen Ende nicht in Sicht ist. Der Trend ist stabil, weil es »für das Leiden des Einzelnen wie der Gemeinschaften nur eine Grenze, über die hinaus es nicht mehr weitergeht, gibt: die Vernichtung« (Benjamin). Vernichtung aber bedeutet Arbeit ohne Ende. Je weiter sie fortschreitet, desto langsamer kommt sie voran. Sie stagniert, wenn Krieg, Vertreibung und Verelendung nur noch wenige entkräftete übrigließen, die sich auf ein großes Gebiet verteilen. Dann sorgen die Selbstschutzkräfte der Natur dafür, dass die Menschheit ihr Ziel nicht erreicht, und alles fängt wieder von vorne an. Nichts ist derzeit so sicher wie die Zukunft.

      Werke Band 8.1