Das Fremde im Mittelalter
- 164 Seiten
- 6 Lesestunden
Das Buch lädt zu einer spannenden Entdeckungsreise ins wundersame Mittelalter ein.






Das Buch lädt zu einer spannenden Entdeckungsreise ins wundersame Mittelalter ein.
Im ersten Teil dieses Buches stehen drei einleitende, kunsthistorisch würdigende Überblicks-Essays zum Werk von Josef Fink: Der Grazer em. Ordinarius für Kunstgeschichte, Götz Pochat, bettet Finks Werke in den Kontext der steirischen Moderne der Nachkriegszeit ein. Ulrich Tragatschnig beschreibt Josef Finks Sakralraumgestaltung. Roman Grabner gibt erstmals einen Überblick über Finks Werk als Fotograf. Zwischen die Beiträge fügt sich ein Bildpanorama seiner Werke, die sich in die Motivkomplexe „Frühwerk“, „Konstruktive Tendenzen“, „Spuren des Geistigen“, „Akte“, „Geliebte Oststeiermark“, „Wüstes Land“ und „Letzte Bilder“ unterteilen lassen. Diese werden durch einleitende Texte eingeführt. Der zweite Teil beleuchtet die vielschichtige Figur Finks wie auch die Zeit, die durch große Auf- und Umbrüche gezeichnet war. Die sich mühsam einwurzelnde Moderne in der Steiermark, der kirchliche Aufbruch im Zweiten Vatikanischen Konzil, die 68er Bewegung, um nur einige zu nennen - all diese Konflikt-, Umbruchs- und Aufbruchszonen spiegeln sich in der Person und im Schaffen Josef Finks zentral wider. Wegbegleiter, Kulturjournalisten, Künstler, Freunde zeichnen in persönlichen Porträts die vielschichtige Figur von Josef Fink im Kontext der steirischen Kultur-, aber auch Kirchenlandschaft nach, aus der Distanz von 10 Jahren: Ein schillerndes Panorama seiner Person und der Zeit, in der er seine vielfältigen Aktionen setzte, wird dabei sichtbar.
Eine Kunstgeschichte der Vierten Dimension II
Der Nachfolgeband des 1996 erschienenen Bandes "Bild-Zeit. Eine Kunstgeschichte der vierten Dimension" setzt die Untersuchung uber die Zeitproblematik in der bildenden Kunst fort. Mit dem sich schnell entwickelnden Illusionismus in der fruhen Neuzeit eroffnete sich dem Kunstler ein immer breiteres Spektrum der zeitlichen Ausdifferenzierung vorgegebener Gestalten und Geschehnisse. Dementsprechend erfuhr auch die Erlebniszeit des Betrachters im asthetischen Nachvollzug der vorgestellten Geschichte eine emphatische Vertiefung - dabei stellten das nicht Gezeigte, das implizit Gedachte und Verweisende, den Rezipienten vor neue Aufgaben zeitlicher Einordnung und Interpretation. Bei der "Eroberung der sichtbaren Welt" im 15. Jahrhundert schlugen die Kunstler in Italien, Burgund und den Niederlanden unterschiedliche Wege ein. In Italien ruhte das Hauptaugenmerk auf der glaubhaften Inszenierung einer istoria, wahrend die Niederlander die empirische Erkundung des Sichtbaren auf die Spitze trieben und den sakralen Aspekt ihrer Altarbilder weiterfuhren. Der Zeitaspekt in der bildenden Kunst bietet ein nie enden wollendes Betatigungsfeld kunsthistorischer Interpretation, das im Laufe der Entwicklung der abendlandischen Kunst immer weitere Kreise zieht und neue Erscheinungsformen annimmt.