Die politische Theorie des Besitzindividualismus
Von Hobbes bis Locke
C.B. Macpherson war ein einflussreicher kanadischer politischer Theoretiker, dessen Werk sich hauptsächlich mit dem Konzept des „besitzergreifenden Individualismus“ befasst. Diese Theorie untersucht, wie Individuen sich selbst als alleinige Eigentümer ihrer Fähigkeiten betrachten, ohne der Gesellschaft weitere Verpflichtungen zu schulden. Macphersons Ansatz bietet tiefe Einblicke in das Wesen von Freiheit und Eigentum in modernen Gesellschaften. Seine Analysen prägen weiterhin Debatten über Liberalismus und politische Philosophie.



Von Hobbes bis Locke
Dieses grundlegende Werk des politischen Philosophen C.B. Macpherson bleibt auch ein halbes Jahrhundert nach seiner ersten Veröffentlichung von zentraler Bedeutung für das Studium der liberal-demokratischen Theorie. Macpherson argumentiert, dass die Hauptschwierigkeit des Individualismus, der dem klassischen Liberalismus zugrunde liegt, in dem liegt, was er als seine "besitzergreifende Qualität" bezeichnet – "seiner Vorstellung vom Individuum als im Wesentlichen Eigentümer seiner eigenen Person oder Fähigkeiten, dem die Gesellschaft dafür nichts schuldet." Unter einer solchen Vorstellung wird das Wesen der Menschheit zur Freiheit von der Abhängigkeit von den Willen anderer; die Gesellschaft ist kaum mehr als ein System wirtschaftlicher Beziehungen; und die politische Gesellschaft wird zu einem Mittel, um Privateigentum und das auf Eigentum basierende System wirtschaftlicher Beziehungen zu schützen.