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Norbert Mecklenburg

    1. Januar 1943
    Heute neunzig Jahr
    Die Erzählkunst Uwe Johnsons
    Deutsch-türkischer Divan
    Kritisches Interpretieren. Untersuchungen zur Theorie der Literaturkritik
    • 2023
    • 1997

      Norbert Mecklenburg beschreibt in seinem Buch als erster detailliert alle Facetten der Erzählkunst Uwe Johnsons - aus der Position eines das Werk und dessen Interpretationen kennenden Lesers. Folglich ist es auf kein Spezialthema fixiert. Die Texte des Autors werden auch nicht unter bestimmte Theoreme gezwungen, sondern nach den Regeln der Kunst, Erfundenes genau zu lesen, die literarische Hermeneutik heißt, kommentiert. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf die fast 2000seitigen Jahrestage, die den Höhepunkt von Johnsons Erzählen bilden und all seine Merkmale am markantesten zeigen. Die Strukturen, Schreibweisen und Themen dieses Werks werden von Mecklenburg im einzelnen aufgewiesen. Darüber hinaus analysiert er das ganze Werk prägende Themen. In dieser Weise erschließt Mecklenburg die Erzählkunst Johnsons, beschreibt er dessen literarische Verfahren, deren Wahrnehmung das Verständnis seiner Werke fördert.

      Die Erzählkunst Uwe Johnsons
    • 1996

      Heute neunzig Jahr

      • 204 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Heute Neunzig Jahr ist das letzte, unvollendete Erzählprojekt Uwe Johnsons. Nach dem Tode des Autors im Februar 1984 fanden sich Typoskript und Material zu diesem geplanten Buch. Das als Text Vorhandene erzählt die Cresspahl-Geschichte von 1888 bis 1947, also knapp sechzig Jahre. Die Tochter Gesine vergegenwärtigt sich Jahreseintrag um Jahreseintrag das Leben ihres Vaters und ihr eigenes: von Heinrichs Geburt als Stellmachersohn auf einem Gut in Mecklenburg, einer Tischlerlehre in der Kleinstadt Malchow über seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Widerstand gegen den Kapp-Putsch, seinen Weggang aus einer unheimatlichen Heimat, zuerst in die Niederlande, dann nach England, seine Etablierung als Tischler in Richmond bei London gegen Ende der zwanziger Jahre bis zu den Ereignissen, die wir aus Johnsons großem Roman-Epos Jahrestage kennen. Erzählt werden diese »Jahre individueller und öffentlicher Geschichten, gesehen durch die Erfahrung (statt durch Temperament) einer Person«, der Erzählerin Gesine, in enger Parallelführung und Verflechtung des Privaten mit dem Historisch-Politischen, das genauestens recherchiert und scharf ironisch reflektiert wird. Dem Text nachgestellt sind unter anderem ein Nachwort sowie ein philologischer Essay des Herausgebers Norbert Mecklenburg.

      Heute neunzig Jahr