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Frank Golczewski

    8. Oktober 1948
    Innen- und Außenpolitik unter nationalsozialistischer Bedrohung
    Russischer Nationalismus
    Deutsche und Ukrainer 1914 - 1939
    Ukraine/Russland
    Jahrbuch des Dubnow-Instituts /Dubnow Institute Yearbook XVIII 2019
    • Die beiden Schwerpunkte des Jahrbuches 2019 widmen sich den unterschiedlichen Facetten jüdischer Existenz im Nachkriegseuropa und in Lateinamerika. Unterschiedliche Facetten jüdischer Existenz im Nachkriegseuropa und in Lateinamerika. Das Jahrbuch 2019 des Dubnow-Instituts umfasst zwei Schwerpunkte: Der erste widmet sich Jüdinnen und Juden im Nachkriegseuropa und thematisiert akteurszentriert die vielfältigen Herausforderungen, die Holocaustüberlebende beim Aufbau einer neuen Existenz zu bewältigen hatten. Der zweite Schwerpunkt untersucht vor dem Hintergrund des Kalten Krieges, seinem lokalen Nachhall in den Diktaturen Lateinamerikas und des das Zeitgeschehen charakterisierenden Begriffspaars "Lucha y Libertad" (Kampf und Freiheit) die Überlagerung von prospektiver und errungener Freiheit. Der Allgemeine Teil und die Rubriken enthalten Beiträge zur Politik-, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte sowie zu literatur-, sprach- und quellenhistorischen Fragen. Das Jahrbuch des Dubnow-Instituts ist ein Peer-reviewed Journal (double blind).

      Jahrbuch des Dubnow-Instituts /Dubnow Institute Yearbook XVIII 2019
    • Ukraine/Russland

      Verflechtung und Konflikt

      • 800 Seiten
      • 28 Lesestunden

      Die Ukraine befindet sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen dem europäischen Westen und Russland, was Frank Golczewski in seiner Analyse tiefgreifend untersucht. Er beleuchtet die historische Entwicklung der ukrainischen Identität und den Kampf um staatliche Unabhängigkeit, der durch russische Einflüsse und geopolitische Spannungen geprägt ist. Golczewski widerlegt gängige Romantisierungen und negative Klischees, indem er eine differenzierte Darstellung der ukrainischen Geschichte bietet, die bis zum Kriegsausbruch 2022 reicht. Sein Werk ist eine fundierte und kritische Auseinandersetzung mit den kulturellen Verflechtungen zwischen Russland und der Ukraine.

      Ukraine/Russland
    • Der Weg zur deutsch-ukrainischen Kollaboration im Zweiten Weltkrieg war lang und von gegenseitigem Nutzen geprägt. Nationalisten beider Völker suchten seit 1914 eine Zusammenarbeit gegen vermeintliche gemeinsame Feinde wie Polen, Russen und Juden. Frank Golczewski beleuchtet die oft groteske Geschichte dieser ungleichen Partnerschaft und ihre ideologisch-politischen Konzepte zur Veränderung des status quo. Ukrainische Nationalisten im Exil versuchten, deutsche Politiker für ihre Ziele zu gewinnen, während Deutsche die Ukraine als Quelle versprochener Reichtümer betrachteten. Beide Seiten täuschten einander und suchten dennoch nach neuen Kooperationen. Die Beziehungen zwischen deutschen Stellen und ihren Ukrainern waren oft von Konflikten geprägt, wie es bei Emigranten üblich ist. In der gemeinsamen Entfremdung von der Entente wurde die Abhängigkeit deutscher und ukrainischer politischer Kreise deutlich, wobei die Beziehungen zu Polen eine konstante Rolle spielten. Das antijüdische Motiv gewann in den 1920er Jahren an Bedeutung, und die Beziehungen zur Sowjetunion beeinflussten ebenfalls die deutsch-ukrainischen Kontakte. Für die Ukraine war die Entwicklung von enttäuschten Hoffnungen und Verrat geprägt, während die Deutschen die Ukrainer oft nur als Spielkarte betrachteten. Am Ende der 1930er Jahre waren beide Partner bereit, alles zu riskieren, um den status quo zu verändern.

      Deutsche und Ukrainer 1914 - 1939
    • Nach dem Untergang der Sowjetunion erlebte der russische Nationalismus eine Renaissance und wurde zu einem markanten Phänomen der postsowjetischen Entwicklung. Frank Golczewski und Gertrud Pickhan untersuchen den gegenwärtigen russischen Nationalismus historisch, einschließlich seiner Entstehung und Entwicklung. Im 19. Jahrhundert entstand in Russland ein Denken in nationalen Kategorien, das für das Selbstverständnis der Russen und die Rechtfertigung national orientierter Politik entscheidend war. Die Ideen von Dichtern, Denkern und Politikern dieser Zeit haben sich erstaunlich kontinuierlich erhalten und sind bis heute attraktiv. Der neue Nationalismus ist jedoch keine bloße Wiederholung des alten. Die Erfahrungen der Sowjetzeit und nationalrevolutionäre Strömungen des Exils haben das nationale Denken geprägt. Das Buch thematisiert Panslawismus, die Unterscheidung zwischen „Westlern“ und „Slawophilen“, das Verhältnis Russlands zu Europa sowie die Entwicklung des frühsozialistischen Internationalismus zu einem großrussischen Vormachtsdenken. Die Texte im Quellenteil repräsentieren exemplarisch die Denkmodelle des russischen Nationalismus und werden größtenteils erstmals in deutscher Übersetzung präsentiert, was den Zugang zu einem der brisantesten Fragenkomplexe der Gegenwart ermöglicht.

      Russischer Nationalismus
    • Innen- und Außenpolitik unter nationalsozialistischer Bedrohung

      Determinanten internationaler Beziehungen in historischen Fallstudien

      • 361 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der Sammelband untersucht die Interdependenz zwischen politischen Konstellationen und externen Bedingungen, die Entscheidungen und Verhaltensmuster in staatlichen Einheiten beeinflussen, am Beispiel der internationalen Beziehungen der dreißiger Jahre. Im Fokus stehen nicht nur die Entwicklungen in nationalsozialistischem Deutschland, sondern auch die innen- und außenpolitischen Reaktionen verschiedener Staaten auf die nationalsozialistische Herausforderung. Die Drohpolitik des Nationalsozialismus war eng verbunden mit den Antworten der betroffenen Staaten, die als Rahmenbedingungen für die nationalsozialistische Politik fungierten. Daher wird die Frage nach den Voraussetzungen nationalsozialistischer Außenpolitik in einem doppelten Sinne betrachtet: als aggressive Aktion eines Staates und als Abhängigkeitsverhältnis zu externen sozialen Einheiten, die von Deutschland unterschiedlich, aber insgesamt begrenzt beeinflusst werden konnten. Der Band verzichtet auf ein einfaches Aktions-Reaktions-Schema und betont stattdessen die Mehrdimensionalität der komplexen Beziehungen zwischen Innen-, Außen- und internationaler Politik. Damit orientiert sich die Analyse an zwei zentralen Fragestellungen.

      Innen- und Außenpolitik unter nationalsozialistischer Bedrohung