Ein deutscher Romanschriftsteller, dessen Werke mit sozialen Themen die autoritäre und zunehmend militaristische Natur der post-weimarischen deutschen Gesellschaft angriffen, was ihn 1933 ins Exil zwang. Seine Schriften setzten sich kritisch mit den gesellschaftlichen Normen und politischen Strömungen seiner Zeit auseinander.
Der Weg des Prinzen Heinrich von Navarra zum «guten König» der Franzoen führt durch eine Epoche der französischen Geschichte, in der Mord und Gewalttat, Läge und Verrat die Politik mit anderen Mitteln, in ihrer grässlichsten Entartung triumphierten. Das Zeitalter der Glaubenskämpfe des Henri, ein Mächtiger des Guten, mit dem Edikt von Nantes beendete und denen er schließlich selbst zum Opfer fiel.
In diesem Roman von Heinrich Mann trifft die einstige Dienstmagd Marie, nun Baronin, Jahre nach der Aussetzung ihres unehelichen Kindes auf den jungen Valentin, den sie für ihr Kind hält. Eingebettet in die Zeitgeschichte der Weimarer Republik thematisiert der Roman psychologische und gesellschaftliche Konflikte.
Heinrich Manns letzter Roman vereint zentrale Motive seines Schaffens: die Darstellung starker Frauen, die Liebe zur französischen Kultur und einen tiefen Humanismus. Mit dem Tod der Gräfin Traun und dem Kriegsausbruch endet auch das alte Europa.
Zwei Novellen von Heinrich Mann: "Mnais" und "Ginevra degli Amieri", behutsam an die heutige Orthografie angepasst. Ein faszinierendes Werk, das die literarische Vielfalt Manns präsentiert.
Der Briefwechsel von Heinrich und Thomas Mann in einer neuen Edition mit über 100 unbekannten Briefen und Postkarten Die Brüder Thomas und Heinrich Mann verbindet eine lange und wechselhafte Geschichte. Nach der vertrauten Nähe während ihrer Anfänge als Schriftsteller distanzierten sie sich nach und nach voneinander: unterschiedliche literarische und politische Auffassungen waren ausschlaggebend für einen Disput, der sich immer mehr zuspitzte und zum Beginn des Ersten Weltkriegs in offene Feindschaft umschlug. Erst durch den Tod der Mutter 1923 fanden die Brüder wieder zusammen, sie versöhnten sich und trafen sich wieder im französischen und amerikanischen Exil. 1968 erschien die erste Edition des Briefwechsels zwischen Heinrich und Thomas Mann. Die Neuausgabe von Katrin Bedenig und Hans Wißkirchen wird ergänzt durch neu gefundene Dokumente, darunter über 80 Postkarten Thomas Manns an seinen Bruder, und ein ausführliches Vorwort, das den aktuellen Forschungsstand berücksichtigt.