Gratis Versand in ganz Deutschland
Bookbot

Chinghiz Aitmatov

    12. Dezember 1928 – 10. Juni 2008

    Tschingis Aitmatow war ein Autor, der auf Russisch und Kirgisisch schrieb und dessen Werke Folklore aufgriffen und mit dem modernen Leben verbanden. Sein Schreiben konzentrierte sich oft auf die Verbindung von Menschen und Tieren, wie in Romanen zu sehen ist, in denen Legenden und Mythen zu Allegorien werden. Aitmatows Stil untersuchte tiefe menschliche Emotionen und spiegelte oft die komplexe Geschichte seiner Heimat wider. Er wurde zu einer Schlüsselfigur der kirgisischen Literatur, dessen weltweit anerkannte Werke über das Landleben und menschliche Schicksale erzählen.

    Chinghiz Aitmatov
    Die Kraft der Schamanen
    Tiergeschichten
    Abschied von Gülsary, Der weiße Dampfer, Über Literatur
    Tschingis Aitmatow
    Der erste Lehrer
    Der Tag zieht den Jahrhundertweg
    • "Es war im Jahr 1924. Wo heute unser Kolchos liegt, war damals ein kleiner Ail von seßhaften armen Bauern. Ich war vierzehn Jahre alt. Im Herbst erschien im Ail ein fremder Bursche, der einen Soldatenmantel trug. Zuerst hieß es, der Fremde sei in der Armee Kommandeur gewesen, dann stellte sich heraus, dass es Düischen war. Er sein in den AIk geschickt worden, um hier eine Schule zuu gründen und die Kinder zu unterrichten. Zu jener Zeit waren Worte wie Schule und Unterricht ganz neue Begriffe..." So beginnt "Der erste Lehrer", die Geschichte von Düischen, der selbst kaum lesen und schreiben kann, dessen einzige Ausbildung die Liebe zu seinen Schülern ist und der ihnen mit allem, was er weiß, die Welt erschließen will. Eine Geschichte, die - wie Ludwig Harig in denr ZEIT schrieb - zeigt: so kann, so soll, so muss Schule sein.

      Der erste Lehrer
    • Aus allen Werken von Tschingis Aitmatow spricht eine einzigartige Verbundenheit, ja, innere Verwandtschaft zwischen Tieren und Menschen, die durch eine gemeinsame Natur miteinander verknüpft sind. Inspiriert oft durch alte Volkssagen, erzählt er von Wölfen und Pferden, vom alternden Schneeleoparden, vom Flug der Ente Luwr, die die Welt erschaffen hat, der Gehörnten Hirschmutter, dem Ruf des Vogels Denenbai und vielen anderen. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete Aitmatow als ausgebildeter Tiermediziner. Mit seinen Tiergeschichten will er eine Grenze ü »In der Literatur wurden die Tiere bisher aus der menschlichen Sichtweise dargestellt, aber ich möchte die Welt mit ihren Augen betrachten.«

      Tiergeschichten
    • Die Kraft der Schamanen

      Anthologie

      • 208 Seiten
      • 8 Lesestunden
      4,0(1)Abgeben

      Aitmatow, Rytchëu, Tschinag: Die drei großen Autoren der asiatischen Steppen und Berge haben sich – jeder auf seine Weise – mit der Realität des Schamanismus in ihren Ländern beschäftigt. Diese Anthologie versammelt aus ihren Werken Szenen von der Arbeit und Wirkung von Schamaninnen und Schamanen, die ihr Leben prägten.

      Die Kraft der Schamanen
    • Liebesgeschichten

      • 255 Seiten
      • 9 Lesestunden
      4,3(23)Abgeben

      »Dshamilja« begründete Tschingis Aitmatows Weltruhm. Die Erzählung von der beginnenden Liebe zwischen der jungverheirateten Dshamilja und dem kriegsversehrten Danijar, die mit allen Konventionen brechen, gehört zu den berührendsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. Sie zeugt von einem beinahe archaischen Glauben an die Liebe - und an die Macht der Kunst; denn es ist Danijars wundervoller Gesang, mit dem der melancholische Außenseiter nicht nur die Gefühle Dshamiljas weckt, sondern auch den 15jährigen Ich-Erzähler überwältig und selbst zum Künstler werden lässt. Auch »Du meine Pappel im roten Kopftuch« erzählt von unverfälschten Gefühlen und der Bereitschaft sich von Althergebrachtem loszusagen: Die Brautwerber haben mit den Eltern bereits den Preis für die junge Alessj ausgehandelt, als sie dem Fernfahrer Iljas begegnet und mit ihm aus dem Dorf flieht.»Aug in Aug« sodann ist Aitmatows Erstling: Ismail, der heimlich als Deserteuer von der Front zurückgekeht ist und von seiner aufopfernden Frau, die allen im Dorf die Stirn bietet, versteckt wird. Die beiden hoffen auf einen Neuanfang, doch Krieg und Mißtrauen haben Ismail verändert …

      Liebesgeschichten
    • Die Kolchosbäuerin Tolgonai erzählt am Totengedenktag dem Feld von ihrem Leid. Ihren Mann und ihre drei Söhne hat Tolgonai im Krieg verloren. Das Feld antwortet ihren Klagen, fordert sie auf: »Setz dich, Tolgonai. Du darfst nicht so lange stehen mit deinen kranken Beinen. Setz dich hier auf diesen Stein, wir wollen gemeinsam überlegen. Erinnerst du dich an den Tag, Tolgonai, als du zum ersten Mal hierhergekommen bist?« In einfachen Worten ruft Tolgonai ihr ganzes Leben in Erinnerung. »Tschingis Aitmatow ist ein Geschichtenerzähler im besten Sinne, ein Meister der Stimmungen.« Gerhard Schröder, Welt am Sonntag

      Goldspur der Garben
    • Der alte Tanabai ist mit seinem Hengst Gülsary auf dem nächtlichen Heimweg in die kirgisischen Berge. Nach einem stürmischen Leben wird dies ihr letzter Gang. Beide sind müde geworden. Wie an Stationen eines Kreuzwegs brechen die Bilder der Vergangenheit hervor, die hitzigen Jahre des Aufbaus und des Weltkriegs, als die Steppe urbar gemacht und aus den Trümmern eine neue Welt aufgebaut wurde. Erinnerungen an ihre Feste, an die Reiterspiele, in denen sie gemeinsam siegten, an ihre großen und kleinen Romanzen. Und dann die Stationen des Abstiegs, der Enttäuschungen, der verständnislosen Funktionäre, die den Prachthengst an die Leine legten und seinen Reiter in die Berge schickten. Aitmatow hat in diesem Roman der Kraft, der Klage und Sehnsucht des Individuums Sprache verliehen, das den Gang der Geschichte in seine Hand nimmt und wieder ihr Opfer wird.

      Abschied von Gülsary
    • Rußland 1943. Sultanmurat, ein halbwüchsiger Kirgisenjunge und Anführer einer Gruppe gleichaltriger Jungen, wartet in der menschenleeren Steppe, wo sie die Saat vorbereiten, auf die ersten Zeichen des Frühlings, den Kranichzug. Dieses Zeichen der Hoffnung auf eine gute Ernte läßt den Jungen für einen Augenblick die Schrecken des Krieges, die Unerbittlichkeit des Winters und die Anstrengungen der bäuerlichen Arbeit vergessen. Sie wissen nicht, daß in den nahen Bergen eine große Gefahr auf sie lauert. Eines Nachts werden ihnen die vier besten Pferde geraubt. Sultanmurat aber bewährt sich in einer schier ausweglosen Situation.

      Frühe Kraniche