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Bernard von Brentano

    15. Oktober 1901 – 29. Dezember 1964
    Die ewigen Gefühle
    Die Schwestern Usedom
    Erzählungen
    Berliner Novellen
    Sophie Charlotte und Danckelmann
    Theodor Chindler
    • Theodor Chindler

      • 450 Seiten
      • 16 Lesestunden
      4,2(7)Abgeben

      Dieser Roman schildert in einem großangelegten Panorama den Zusammenbruch der wilhelminischen Epoche am Beispiel einer Familie. Die Handlung spielt in den preußischen Rheinprovinzen in einem streng katholischen Milieu. Theodor Chindler, das Familienoberhaupt, ist Geschichtsprofessor und wird wegen seiner militanten Haltung im Kulturkampf von der preußischen Regierung aus dem Amt entlassen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs – Chindler hat nie an einen Sieg der Deutschen geglaubt – schließt er sich opportunistisch der Sozialdemokratie an. Gegen die autoritäre obrigkeitsstaatliche Haltung der Eltern lehnt sich allein die Tochter auf, während beide Söhne eigentlich ohne politische Einsicht aus dem Weltkrieg zurückkommen. Die Tochter schließt sich einer spartakistischen Organisation an und wird vom Vater verstoßen… Wie in Heinrich Manns Werken »Professor Unrat« und »Der Untertan« werden hier die Wurzeln einer bürgerlichen Familienstruktur bis ins 19. Jahrhundert hinein verfolgt, um durch diese Analyse Entwicklungen des 20. Jahrhunderts zu begreifen.

      Theodor Chindler
    • Bernard von Brentano, 1901 in Offenbach/Main geboren, war von 1925 an Korrespondent der "Frankfurter Zeitung" in Berlin. 1933 emigrierte er in die Schweiz. Von 1949 bis zu seinem Tode 1964 lebte er in Wiesbaden. Veröffentlichungen: "Der Beginn der Barbarei in Deutschland", 1932; "Berliner Novellen", 1934; "Tagebuch mit Büchern", 1943, sowie der ebenfalls im Schweizer Exil entstandene gesellschaftskritische Zeitroman "Theodor Chindler", 1936, in dem der Autor am Beispiel einer "deutschen Familie" den Zerfall der Wilhelminischen Ära darstellt.Brentanos "Berliner Novellen" entstanden 1934 im Schweizer Exil, nach seinem Buch "Der Beginn der Barbarei in Deutschland". Der Autor erzählt die Geschichte des sechsjährigen Rudi, eines angeblichen Attentäters, er erzählt die Geschichte eines außerordentlichen Mädchens ("Von der Armut der reichen Leute"), eines Straßenmusikanten ("Der Mann ohne Ausweis"). Er sieht Zusammenhänge dort, wo Zeitungen Berichte bieten. Arbeiter, Arbeiterinnen, Bettler treten auf, aber auch das Berlin der Bankhäuser und des Geldes. Das Werk Bernard von Brentanos erlebt zur Zeit eine Art Renaissance. Nach der Verfilmung des Romans "Theodor Chindler" durch die ARD entdeckte Klaus Michael Grüber die Berliner Novelle "Rudi" für eine Inszenierung durch die Schaubühne am Halleschen Ufer im Berliner Hotel Esplanade.

      Berliner Novellen
    • Franziska Scheler

      • 440 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Berlin 1929: Die Republik hat sich kaum vom Krieg erholt, schon bröckelt sie in Vorahnung der bevorstehenden Weltwirtschaftskrise. Leopold Chindler, Journalist und Autor, trifft in der Wohnung seines Bruders seine Jugendliebe aus Studientagen wieder – Franziska Scheler, die mittlerweile geschieden und allein mit ihrem kleinen Sohn in Berlin lebt. Das Zusammentreffen mit ihr lässt Leopold nicht mehr los, und er beginnt erneut um sie zu werben, doch die neue Liebe muss vorerst geheim bleiben aus Angst vor Richard Scheler, Franziskas Exmann. Nur wenige enge Vertraute sind über den wahren Stand ihrer Beziehung im Bilde. Während Leopold beruflich etliche Herausforderungen meistern muss, kümmert sich Franziska um ihren Sohn, und da sie oft einsam ist, klammert sie sich an Leopold. So stehen der Liebe der beiden, schon bevor sie sich entfalten kann, Hindernisse im Weg.

      Franziska Scheler