Die deutsche Außenpolitik, jahrzehntelang erfolgsverwöhnt, verlangt nach neuer Orientierung. Denn zahlreiche außenpolitische Krisen gefährden die Stabilität Deutschlands in Politik und Gesellschaft. Das Hauptproblem ist der geringe Rückhalt für außenpolitische Entscheidungen in der Bevölkerung, und damit ein Mangel an Legitimation. Zudem stehen die deutschen auswärtigen Beziehungen unter dramatisch gewandelten Einflüssen: neue Technologien, neue starke und autoritäre Player auf internationalem Parkett sowie neue Öffentlichkeiten in unserer Gesellschaft. Emotionalisierte Öffentlichkeiten treiben die Politik heute massiv vor sich her: zum Beispiel die globalisierungskritische Attac-Bewegung oder Pegida. Hier fordern Bürger mehr Teilhabe an der Politik. Eine Lösung sieht Volker Stanzel in der Öffnung des Staats für die Mitverantwortung von Bürgerinnen und Bürgern – auch in der Europäischen Union. Die Politik muss über die traditionellen Mittel staatlichen Handelns hinausgehen, die neuen Öffentlichkeiten ansprechen und so eine größere Legitimation für außenpolitisches Handeln erreichen.
Volker Stanzel Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Aus der Zeit gefallen
Der Tenno im 21. Jahrhundert
Was ist die Funktion des Tenno und des „Tenno-Systems“ in der heutigen japanischen Gesellschaft, und wie wird es sich in Zukunft entwickeln? Wie kann der Tenno als Bürger eines demokratischen Staats glaubwürdig fortfahren, sein Land nicht nur zu repräsentieren, sondern es mit vormodernen Funktionen und Traditionen zu verknüpfen und diese auch zu verkörpern? Das sind die Fragen, denen diese Arbeit nachgeht. Sie zeichnet die Traditionslinien der Institution des Tenno nach, ihre Neuausrichtung in der Vor- und Nachkriegsperiode, beschreibt ihren jüngeren Wandel und stellt schließlich Überlegungen über ihren künftigen Charakter an.
Im Wind des Wandels
- 192 Seiten
- 7 Lesestunden