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Tim Holland

    Angst
    Wenn Muskeln weinen – Zwischen ­Krafttraining und Doomscrolling
    Backgammon
    wir zaudern, wir brennen
    • wir zaudern, wir brennen

      • 110 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Sonne tuts nach wie vor, das Wasser steigt unaufhaltsam, in New York baut man Wolkenkratzer als Staudämme und in Berlin wird das erschöpfte Bundeskanzleramt von einem Kollektiv übernommen, das sich der Teilhabe aller verschrieben hat. Es sind die derzeit zu beobachtenden klimatologischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, denen sich wir zaudern, wir brennen mit poetischem Eifer stellt und dabei Antworten zu finden sucht auf Fragen wie: Wie kommen wir zu einem neuen »wir«? Wie oft muss man Revolution geübt haben, bevor man sie ausführt? Und wie können Menschen, Tiere und Pflanzen gleichberechtigt zusammenleben? In einem Langgedicht, Trotzgesang, einer Hymne der Wellen, in poetischen Manifesten, Berichten von Heimlichtuereien und einigen Notizen zu neuen Wesen erkundet Tim Holland eine Zukunft, die möglich, wenn nicht sogar notwendig ist.

      wir zaudern, wir brennen
      4,6
    • Wenn Muskeln weinen – Zwischen ­Krafttraining und Doomscrolling

      Ein ängstliches Heft. MaroHeft #23

      • 36 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Jawline, Mewing, Looksmaxxing – hinter diesen Begriffen verbergen sich aktuelle Schönheitstrends, die besonders unter jungen Männern großen Anklang finden: Körpermodellierung und Krafttraining als Strategien der Selbst­ermächtigung. Doch warum sind vor allem Männer damit beschäftigt, so exzessiv zu trainieren? Dieser Essay erklärt, was Cable Pushdowns sind, und nimmt uns mit in die Eckkneipe »Rosel«, wo Alkohol die Protein­synthese der Muskeln hemmt. Er beschreibt nächtliches ­Verlorengehen in den Tiefen des Internets, depressives ­Doomscrolling durch Naturkatastrophen und Kriegsgebiete und erzählt von der Angst eines Mannes – nicht zuletzt vor anderen Männern.

      Wenn Muskeln weinen – Zwischen ­Krafttraining und Doomscrolling
    • Angst

      • 60 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Angst ist allgegenwärtig. Sie lebt im Kinderzimmer mit den Monstern unter dem Bett, steckt in den grellen Fotos von Instagram und sitzt beim Schreiben auf der Schulter, von wo aus sie ständig dazwischenquatscht. Sie spricht uns an und sie spricht mit uns — sie erzählt und dichtet. Angst bringt Äußeres nach innen und projiziert innere Bilder nach außen. Ihre Erzählungen gehen über die Wirklichkeit hinaus und schafft mit ihren Versen extatische Wahrheiten, die so wahr sind, dass sie Realität werden. Tim Holland folgt diesem realitätsschaffenden Gefühl, hört ihm zu und schreibt gemeinsam mit der Angst. Während wir uns um Kopf und Kragen reden und kalte Füße bekommen, lacht sie sich ins Fäustchen. Denn die Grammatik der Angst formt Verse, die wir nicht für denkbar gehalten hätten. Dabei entsteht ein bisher ungekannter Möglichkeitsraum aus realen Fantasien und fiktiven Bildern, in den Holland uns lustvoll hineinzieht. Was wäre also, wenn diesen Raum nicht nur Monster bewohnen, sondern ihm auch etwas Utopisches innewohnt?

      Angst