'Die Reformierten' – eine unbekannte Spezies? Immerhin ein geschichtlich höchst wirksamer, von Zürich und Genf über Holland und Schottland nach Übersee und schliesslich in den ganzen Erdkreis sich differenzierender Teil der reformatorischen Bewegung. Das Buch unternimmt in 9 Kapiteln mit gut 150 kurzen Einheiten eine Entdeckungsreise, nicht in die Folianten kirchlicher Dogmatik, sondern in eine gelebte religiöse und intellektuelle Kultur, über deren Reichtum manche staunen, über deren Dynamik viele sich wundern werden. Ein Lesebuch, ein Handbuch von eindrücklicher Vielfalt: Kurze Texte über reformierte Eigenheiten (Bilderverbot, Bundesgedanke u. a.), Formulierungen des Glaubens, historische Müsterchen, Essentials, Lebensbilder (von Zwingli über Marie Durand zu Schleiermacher u. a.), Interviews (mit Johannes Rau, Wan Sang Han, Cecil Cilliers u. a.), Werke reformierter Kultur (Liturgie, Dichtung, Musik, Kunst) und sogar Routenbeschreibungen für Reisen nach Genf, Debrecen, Neuengland u. a. Suchbilder, die entdecken und fragen lassen, was es denn auf sich hat mit dem Reformiertsein.
Matthias Krieg Bücher



Wie das Leben gelingen oder misslingen kann, darüber erzählen viele, doch nicht alle wagen es. Aus guten Geschichten lassen sich Tugenden, Weisheiten und Werte ableiten, die das Leben bereichern. Die Texte sind in einer wöchentlichen Abfolge strukturiert: Sonntagsgeschichten, Montagssprüche, Dienstagsessays, Mittwochsgedichte, Donnerstagsfragen, Freitagsfabeln und Samstagsmeditationen. Diese kurzen Texte bestehen zur Hälfte aus neu verfassten, eher unbekannten Inhalten und zur anderen Hälfte aus dem Schatz der Weltliteratur. Sie bieten sprachliche Herausforderungen und thematisch bewusste tägliche Zeitinseln. Ein Jahr voller praktischer Vernunft, das ohne moralischen Druck auskommt – ein Ethikkurs im eigenen Zuhause, der Freude am Guten vermittelt. Ergänzt werden die Texte durch 12 meditative Monatsbilder und 48 Fotos, die Geschichten erzählen. Die Monatsthemen umfassen WEISHEIT, TAPFERKEIT, BESONNENHEIT, GERECHTIGKEIT, LIEBE, GLAUBE, HOFFNUNG, FREIHEIT, GLEICHHEIT, GESCHWISTERLICHKEIT, ZIVILCOURAGE und GESCHOPFLICHKEIT. Die Autoren bringen verschiedene Hintergründe in die Sammlung ein, darunter Germanistik, Theologie und Spiritualität, und laden dazu ein, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken.
Wer sind eigentlich die Reformierten? Was hat die Reformation gebracht? Was gibt es zu feiern nach 500 Jahren? Und wofür braucht es die Reformierten künftig? 2017–2023 wird Gedenkkultur gepflegt. Zwischen dem Thesenanschlag in Wittenberg und der Disputation in Zürich hat Europa sich verändert. Was davon war bedeutsam, was ist noch immer aktuell und was kann sogar zukunftsweisend sein? Das Lexikon zur reformierten Kulturgeschichte hält für jeden Tag einen Artikel bereit: Personen wie Madame de Staël, Alberto Giacometti, Nina Hagen oder Kurt Marti und Orte wie Aigues-Mortes oder der Leuenberg werden in geraffter Form vorgestellt. Zu reformierten Themen wie Ideologiekritik, Ethik aus Dankbarkeit oder Hülfsgesellschaft gibt es längere Essays. Das erste Lexikon dieser Art hilft, zu den eigenen religiösen Wurzeln zu finden, sie zu verstehen und das Reformiert-Sein als emanzipierenden Lebensentwurf zu verstehen.