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Ulrike Heider

    1. Januar 1947
    Deutschland.Kritik
    Vögeln ist schön
    Die Leidenschaft der Unschuldigen
    Die grausame Lust
    Keine Ruhe nach dem Sturm
    Sadomasochisten, Keusche und Romantiker
    • Radikal ehrlich ist die Autobiografie von Ulrike Heider, die ihre Frankfurter Zeit, den SDS, das Sektierertum der K-Gruppen und ihre späteren Versuche, in den USA mit der schweren deutschen Vergangenheit umzugehen, offenbart. Lebendig und mitreißend erzählt Heider 50 Jahre ihrer persönlichen Geschichte als spannende Zeitgeschichte. Wir erleben, wie befreiend der politische und kulturelle Aufbruch der späten 1960er und frühen 1970er Jahre für sie als junge Frau war. Sie beschreibt die Höhepunkte, Kriminalisierung und Zerfallserscheinungen der antiautoritären Protestbewegung und zeichnet Milieubilder von Anarchisten, Spontis und K-Grupplern. Ob es um SDS-Versammlungen, Experimente mit freier Liebe, die Frankfurter Universitätsbesetzung oder Straßenschlachten geht, ihre Erinnerungen sind intim und kritisch zugleich. Dabei thematisiert sie auch Mackertum, Untertanenmentalität und Antisemitismus. Heiders analytische Unbestechlichkeit beeindruckt, wenn sie von ihrer zweiten Heimat New York erzählt, wo neue Lebenserfahrungen einen Teil der früheren widerspiegeln. Begegnungen mit linken Intellektuellen, Holocaust-Überlebenden und Anarchisten, darunter Noam Chomsky, erweitern den Blick auf das andere Amerika.

      Keine Ruhe nach dem Sturm
      3,2
    • Die Leidenschaft der Unschuldigen

      Liebe und Begehren in der Kindheit – Dreizehn Erinnerungen

      Die Geschichten in dieser Sammlung sind sowohl anrührend als auch poetisch und wecken Erinnerungen an die ersten Lebens- und Liebesversuche. Die Frage, ob Kinder Sex haben oder lieben können, wird durch die Perspektiven von dreizehn Frauen und Männern zwischen 30 und 80 Jahren beleuchtet, die ihre Erfahrungen mit romantischen Schwärmereien, erotischen Fantasien und sexuellen Abenteuern aus ihrer Kindheit teilen. Diese Erinnerungen, darunter auch von bekannten Persönlichkeiten wie Dirk Bach und Klaus Staeck, bieten einen facettenreichen Einblick in das Liebesleben von Kindern. Sie zeigen sowohl das Glück der Liebe und die Freude an sexueller Entdeckung als auch das Leiden unter gesellschaftlichen Tabus und unerfüllten Sehnsüchten. Ein Beispiel aus den Erinnerungen beschreibt, wie zwei Kinder in einem versteckten Winkel ihrer Umgebung ihre Neugier und Lust entdeckten. Diese Erlebnisse, die über mehrere Jahre hinweg stattfanden, verdeutlichen die Komplexität kindlicher Sexualität und die Herausforderungen, die mit den gesellschaftlichen Erwartungen und dem Mythos der kindlichen Unschuld verbunden sind.

      Die Leidenschaft der Unschuldigen
    • Vögeln ist schön

      Die Sexrevolte von 1968 und was von ihr bleibt

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      1968 – das Jahr, das die Bundesrepublik veränderte wie wenig andere: Die junge Generation begehrte gegen das Establishment und den 'Muff von tausend Jahren' auf, propagierte freie Liebe und wollte Ehe und Familie abschaffen. Zugleich schwappte mit Oswalt Kolle die erste Sexwelle über Deutschland, und die Kommerzialisierung von Liebe und Sexualität begann. Heute scheinen die Kämpfe ausgefochten, aber der Schein trügt. Der Erfolg von Büchern wie 'Feuchtgebiete' oder 'Fifty Shades of Grey', die anhaltende Diskussion um die 'Homoehe' oder das von der Regierung vertretene Frauenbild beweisen: die Entwicklung geht wieder zurück und ein sexueller Neokonservatismus ist auf dem Vormarsch. In 'Vögeln ist schön' blickt Ulrike Heider auf die Sexualdiskurse der letzten 50 Jahre zurück. Von der späten Adenauer-Ära und der Studentenrevolte über die Frauen- und Schwulenbewegung bis zu den aktuellen Debatten über Pornographie, Sadomasochismus oder der Pädophilie-Debatte bei den Grünen geht sie der Frage nach, wie sich Sexualität zur historischen und politischen Entwicklung verhält. Sie vergleicht die Ideale von damals mit heutigen Normen, Tabus und Moralvorstellungen, benennt Auswirkungen, Erfolge und Versagen der Sexrevolte. Persönlich, kritisch, provokant!

      Vögeln ist schön
    • Deutschland.Kritik

      • 364 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Eine aktuelle linke Bestandsaufnahme zur Rolle und zum Selbstverständnis Deutschlands im 21. Jahrhundert. Deutschland scheint geläutert vor seiner Geschichte zu stehen: man gedenkt routiniert der Vergangenheit, spricht sich gegen Antisemitismus aus und preist sich, Lehren aus der jüngsten Vergangenheit gezogen zu haben. Doch wo ist die linke Kritik an Deutschland geblieben? Historisch war es die Aufgabe der linken Bewegung, sich gegen Militarismus, Imperialismus, Nationalismus und Ausbeutung im eigenen Land zu positionieren. 1990 demonstrierten Tausende gegen ein drohendes „4. Reich“. Welche Deutschlandkritik wurde historisch formuliert und wie müsste eine aktuelle Gesellschaftskritik beschaffen sein, um die wirklichen Widersprüche zu beleuchten? Autorinnen und Autoren der undogmatischen, antiautoritären Linken, geschult in der Kritischen Theorie, formulieren eine aktuelle Kritik der herrschenden Zustände. Sie lassen vergangene Versuche Revue passieren, sich mit Deutschland auseinanderzusetzen, und bieten eine differenzierte Gesellschaftskritik der aktuellen deutschen Verhältnisse. Zu den Beitragsautoren zählen Thomas Konicz, Detlef Hartmann, Holger Schatz, Mag Wompel und viele weitere.

      Deutschland.Kritik