Die Stadtmauern im urbanistischen Kontext. Die Befunde. Die österreichischen Forschungen in der West- und Unterstadt (1974, 1990‒1993 und 1997‒2001). Mit Beiträgen von Gert Augustin und Roman Sauer
603 Seiten
22 Lesestunden
Die Untersuchung der Stadtmauern von Velia zeigt deren enge Verbindung zur urbanistischen Entwicklung von 5. bis 2. Jh. v. Chr. Ökologische Faktoren wie Hanginstabilität und Meeresfluten beeinflussten die Stadtentwicklung. Eine umfassende Analyse von Fundmaterial ermöglicht präzise Datierungen und neue Perspektiven auf die Stadtgeschichte.
Die Donau war über 400 Jahre eine Außengrenze des Imperium Romanum, an deren österreichischem Limes zahlreiche militärische Anlagen wie Kastelle und Wachtürme sowie zivile Siedlungen und Verwaltungszentren entstanden. Diese Orte sind oft die Keimzellen moderner Städte und prägen bis heute das Stadtbild mit römischen Überresten und Straßenverläufen. In den letzten Jahrzehnten hat die Beschäftigung mit diesen römischen Zeugnissen stark zugenommen, was sowohl die wissenschaftliche Erforschung als auch die Präsentation der Ergebnisse für die Öffentlichkeit betrifft. Dieser archäologische Führer bietet einen aktuellen Überblick über neue Funde und Befunde am römischen Limes in Österreich und enthält einen weitgehend vollständigen Katalog aller Fundorte mit materiellen Zeugnissen oder Hinweisen auf die Römerzeit. Einführende Beiträge namhafter Archäologen und Althistoriker behandeln Themen wie die militärische Sicherung der Grenze, Siedlungsentwicklung, Religionsgeschichte, Alltagskultur und die Interaktion mit benachbarten Germanen. Zahlreiche Abbildungen, Karten und Literaturangaben zu den Fundstellen sowie praktische Hinweise zu Besichtigungsmöglichkeiten ergänzen den Band.