Thomas Manns ›Buddenbrooks‹ prägt Generationen von Lesern und Schriftstellern. Das Buch bietet einen dialogischen Spaziergang durch die Welt der Buddenbrooks und beleuchtet Thomas Manns Werdegang, die Alltagskultur Lübecks sowie die Adaption des Romans in verschiedenen Medien. Das Buddenbrookhaus spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die Familie Mann repräsentiert ein Kapitel deutscher Zeit- und Kulturgeschichte. Der britische Diplomat Harold Nicolson nannte die Manns einmal eine «amazing family», eine erstaunliche Familie: voller Talente und Begabungen, Widersprüche und Verwicklungen. Die ungleichen Brüder Heinrich und Thomas Mann, ihre Vorfahren und Geschwister, ihre Lebenspartner und Nachkommen werden im vorliegenden Buch porträtiert. Ihre Biographien verdichten sich zu einer einzigartigen Familienchronik – und zugleich spiegelt sich in den Schicksalen der Familie Mann eine ganze Epoche.
Die 'Buddenbrooks' - mit Sicherheit eines der bekanntesten Werke von Thomas Mann. Dieses Buch ist dem Ort der Handlung, dem Haus in der Lübecker Mengstraße 4, gewidmet. Thomas Manns Botschaft lautet: Das Buddenbrookhaus hat keine primär biografisch begründete Aura, sondern eine literarische - was eine Seltenheit darstellt. Nicht die tatsächlich in ihm lebenden Personen interessieren, sondern die vom Autor geschaffenen Figuren wie Thomas, Tony oder Christian Buddenbrook. Sie sind unsterblich geworden, leben im Geiste unzähliger Leser bis heute weiter. Und sie sind es, die das Buddenbrookhaus für Besucher aus aller Welt interessant machen. Mit wunderschönen Fotos von Thomas Radbruch illustriert, ist das Buch eine schöne Ergänzung für alle, die den Roman kennen - und vielleicht eine Einladung, ihn kennenzulernen für diejenigen, die bislang nicht allzuviel Interesse am literarischen Schaffen von Thomas Mann hegten.
Die Jahrestagung der Thomas-Mann-Gesellschaft in Zürich am 12. Juni 2021 widmete sich der Beziehung zwischen Heinrich und Thomas Mann und beleuchtete deren Briefwechsel. Die Digitale Herbsttagung der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft im September 2021 thematisierte das Exil von Thomas Mann zwischen 1933 und 1955. Irmela von der stellte die Auswirkungen des Exils auf die Familie Mann dar, während Ursula die Herausforderungen der Kommunikation im Zürcher Exil analysierte. Tobias behandelte die Zusammenarbeit von Thomas Mann mit der amerikanischen Einwanderungsbehörde INS, und Barbara thematisierte die Legenden des Exils sowie die rechtlichen Aspekte. Hans Rudolf untersuchte Schuld und Verantwortung in Manns Roman "Doktor Faustus", während Julia die kulturelle Materialität in den Joseph-Romanen beleuchtete. Katrin analysierte die Entwicklung des europäischen Gedankens in Manns Werk, und Fabian diskutierte das Paradoxon der Kultur in seinen Essays aus den Weltkriegsjahren. Die fünfte Thomas Mann Lecture am 16. November 2021 von Judith thematisierte die Massenpsychologie. Abschließend wurde ein Nachtrag zur Thomas-Mann-Bibliographie präsentiert.