»Eine alte Frau schleppt sich, verwirrt von zu großem Abschiedsschmerz, gerade noch vor ein Grab. Ein ganz gewöhnlicher Trauerfall? Man erwartet das noch bis zur Hälfte der Geschichte, denkt, da wird die Beerdigung eines Verwandten beschrieben werden. Doch es kommt anders: Die alte Dame selbst ist der Anlaß für den Trauerzug, sie selbst wird beerdigt, in ein Grab gelegt und zugeschaufelt. So makaber, mit Uberraschungseffekten, die ins Groteske zielen, funktionieren bekanntlich Horrorgeschichten... Doch nicht nur schockierende, auch lustige Geschichten kann Jutta Schutting erfinden. Sie entwirft beinahe kabarettistische Texte, voll von raffinierten Sprachverwicklungen, in denen sie sich nach Valentin-Manier in ein (Schein-)Problem unrettbar verstrickt und über den puren Unsinn doziert... Jutta Schutting kann Trivialgeschichten sehr spannend und sehr kompliziert erzählen... wenn sie ganz anspruchslos erzählt, gelingen ihr anspruchsvolle Geschichten.«(Süddeutsche Zeitung)
Julian Schutting Bücher
Julian Schutting ist für seinen unverwechselbaren Stil bekannt, der sich durch präzise Diktion und poetische Bildsprache auszeichnet. Seine Werke erforschen häufig die Komplexität menschlicher Beziehungen und die Innenwelten von Charakteren mit tiefem Verständnis und einfühlsamem Blick. Der Autor konzentriert sich auf Details und feine Nuancen, wodurch er eine eindringliche Atmosphäre schafft, die den Leser in seine Geschichten hineinzieht. Schuttings Sprache ist rhythmisch und musikalisch, was seiner Prosa einen besonderen Reiz und literarische Tiefe verleiht.






German
Blickrichtungen
- 251 Seiten
- 9 Lesestunden
Jenseits des Horizonts. Ein Dichter begibt sich auf Reisen. Er lässt sich von uns durch unterschiedliche Natur- und Kulturlandschaften begleiten, denen sich die Sprache in wechselnden Formen anschmiegt. Die Genauigkeit seines Blicks und seine Sicht lassen uns an seinen Augenabenteuern und Horizonterweiterungen teilhaben. Wir wohnen mit ihm der Heimholung der Zarenfamilie nach St. Petersburg bei, durchwandern mit ihm einen japanischen Wald, Neumoskau, das Revolutionsmuseum von Hanoi und bewundern mit ihm die Windtürme der iranischen Stadt Yazd. Das alles sind poetisch verdichtete Augenblicke, durch Sinneswahrnehmungen, aber auch Sinnestäuschungen dem jeweiligen Alltag enthoben.
Kindheitsgeschichten
- 267 Seiten
- 10 Lesestunden
An den Mond
- 87 Seiten
- 4 Lesestunden
Flugblätter: Gedichte
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Gedichte. Eine Auswahl nach thematischer Zusammengehörigkeit gruppiert



