Bookbot

John Hersey

    17. Juni 1914 – 24. März 1993

    John Hersey war ein amerikanischer Schriftsteller und Journalist, der als einer der frühen Praktiker des sogenannten "New Journalism" gilt. Dieser Stil verbindet erzählerische Techniken des Romans mit faktenbasierter Reportage. Seine Werke zeichnen sich durch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit menschlichen Schicksalen und gesellschaftlichen Ereignissen aus, oft mit einem Fokus auf moralische Dilemmata und tiefgehende menschliche Erfahrungen. Hersey nutzt gekonnt Fakten, um eindringliche und unvergessliche Erzählungen zu schaffen.

    John Hersey
    Der Wall
    Orkan
    Im Auge des Sturms
    Der grüne Helm. Nur ein Kieselstein. Die Insel und ich. Hinter Diesen Mauern
    Die Verschwörung der Dichter
    Hiroshima
    • Das Entsetzen der Weltöffentlichkeit war groß, als am 31. August 1946 in der Zeitschrift The New Yorker eine Reportage erschien, deren Titel Hiroshima an das lang ersehnte Ende des Krieges erinnerte, aber zugleich die Schrecken einer neuen Zeit heraufbeschwor. Ihr Autor, John Hersey, war kein Unbekannter: Er hatte 1945 für seinen ersten Roman den Pulitzer-Preis gewonnen, nachdem er seine schriftstellerische Laufbahn als Sekretär und Chauffeur von Sinclair Lewis und als Kriegsreporter begonnen hatte. Im Mai 1946 reiste er nach Japan, um über die Folgen des Atombombenabwurfs zu recherchieren. Bei seinen Nachforschungen stieß er auf erheblichen Widerstand von Seiten der amerikanischen Behörden. Trotzdem gelang es ihm, sechs Überlebende des 6. August 1945 zu befragen. Was er von ihrem Schicksal erzählte und wie er es tat, war in seiner ganzen Nüchternheit so erschütternd und berührend, dass der Text nicht wie geplant in Fortsetzungen, sondern in seiner vollen Länge von rund 31.000 Wörtern in einer einzigen Ausgabe erschien. Es heißt, Albert Einstein habe davon 1000 Exemplare bestellen wollen, sie war allerdings nach wenigen Stunden ausverkauft. Der Text, der seither in zahlreichen Buchausgaben erschienen ist, gilt bis heute als eine der wichtigsten journalistischen Arbeiten des 20. Jahrhunderts.

      Hiroshima
      4,0