Autobiographische Schriften und letzte Aufzeichnungen
- 618 Seiten
- 22 Lesestunden
Alfred Döblin zählt zu den bedeutendsten Figuren der deutschen Literatur des Modernismus, dessen umfangreiches Werk eine Vielfalt literarischer Strömungen und Stile umfasst. In seinen Romanen, Dramen, Essays und philosophischen Abhandlungen erforschte er die Komplexität des modernen Lebens und der Gesellschaft. Döblins einzigartige Stimme und sein innovativer erzählerischer Ansatz machen ihn zu einem Autor, dessen Werk Leser, die tiefgründige literarische Erfahrungen suchen, bis heute anspricht. Sein literarisches Erbe erstreckt sich über ein breites Spektrum von Genres und spiegelt seine unermüdliche Auseinandersetzung mit der menschlichen Existenz wider.







„Der deutsche Maskenball“ und „Wissen und verändern!“ sind bedeutende politische Schriften von Döblin, verfasst unter dem Pseudonym Linke Poot. Tucholsky lobt den einzigartigen Witz und die prägnante Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Fragen des neuen Deutschlands.
Eine deutsche Revolution Roman in vier Bänden
In German, softbound. Eine deutsche Revolution. Erzählwerk in drei Teilen. Nach dem Text der Erstausgabe (1949) mit einem Vorspiel aus Bürger und Soldaten 1918. 551 pages.
Im zweiten Band von November 1918 richtet sich Döblins kritischer Blick auf die wichtigsten politischen Protagonisten der unmittelbaren Nachkriegszeit: auf die reaktionäre Oberste Heeresleitung, auf den Spartakusbund mit Karl Liebknecht an der Spitze, vor allem aber auf den Rat der Volksbeauftragten unter Führung von Friedrich Ebert. Der Sozialdemokrat erscheint aus Döblins Sicht als großer Verräter an der Revolution, weil er sich mit den Repräsentanten der alten Ordnung einlässt. Im Grunde aber ist es das deutsche Volk selbst, das alle Hoffnungen auf einen Neuanfang verspielt. (Quelle: [Perlentaucher](https://www.perlentaucher.de/buch/alfred-doeblin/november-1918-eine-deutsche-revolution-zweiter-teil-erster-band-verratenes-volk.html))
Ausgewählt und mit einer Einleitung von Wolfgang Minaty, umfasst das Buch 423 Seiten.
Romantrilogie
Döblins große Südamerika-Trilogie In seiner erzählerischen Maßlosigkeit und Opulenz hat Döblins ›Amazonas‹-Trilogie nichts Geringeres zum Gegenstand als den ganzen südamerikanischen Kontinent und die vierhundertjährige Kolonial- und Gewaltgeschichte seiner europäischen Eroberung. Ein beeindruckendes Erzählwerk, das, im Pariser Exil entstanden, zugleich auch ein großes Buch der Trauer über die europäische Zivilisation ist. Mit einem Nachwort von Alexander Honold
Döblins frühe Auseinandersetzung mit Film und Rundfunk wird in diesem Band umfassend dokumentiert. Die Herausgabe seiner Filmszenarien und das Hörspiel „Die Geschichte vom Franz Biberkopf“ zeigen seine kreative Beschäftigung mit neuen Medien. Zudem sind erstmals alle Dramen Döblins enthalten, was sein literarisches Bild erweitert.
Der Erkenntnisdrang der Menschheit beginnt eines Tages die Natur zu verunsichern. So weigern sich gewaltige Wasserfälle - zu H2O degradiert - zu fließen, ein Tiger erkennt seine Jagdlust als Instinkt und stellt desillusioniert "wohin man auch empirische Sachverhälte. Von Willen keine Spur..." Döblins Erzählung ist auch heute, in einer immer schnelleren, immer fortschrittlicheren und aufgeklärten Welt merkwürdig aktuell.
Alfred Döblin schildert die Geschichte des englischen Soldaten Edward Allison, der schwerverwundet aus dem Krieg ins Elternhaus zurückkehrt. Dort verdüstert er das Familienleben durch seine grüblerische Hartnäckigkeit, mit der er die Frage nach dem Sinn des Krieges stellt. Freunde kommen zu abendlichen Gesellschaften zusammen, um den Trübsinnigen mit Geschichten abzulenken. Doch dieses Geschichtenerzählen wird bald zu einem erbitterten Kampf: Unter der Fassade des Familienfriedens kommt das verborgene Elend zum Vorschein. Edward, eine moderne Variation der Hamlet-Figur, lässt nicht locker, bis die »lange Nacht der Lüge« vorbei ist und er ein neues Leben beginnen kann.
Wallenstein. I und II. (of 2) by Alfred DöblinUnd wenn es in der literarischen Moderne einen Roman gibt, der von einer entfesselten, grenzenlosen Tatsachenphantasie angetrieben wird, dann ist es Döblins ›Wallenstein‹ aus dem Jahr 1920. Mit seinen opulenten und schockierenden Bildern vom Dreißigjährigen Krieg spiegelt der Roman nicht nur den zeitgenössischen Wahnsinn des Ersten Weltkriegs wider, sondern er verweist bereits auf die Barbarei, die noch kommen wird.
Döblins epische Reise in die indische MythologieHeimgekehrt aus einer schrecklichen Schlacht, will sich der Fürstensohn Manas im Reich der Toten »zerreißen, zerknirschen lassen«. Als sein Leichnam zurückgebracht wird, glaubt Manas' Frau Sawitri nicht an den Tod des Geliebten und macht sich auf, ihren Mann ins Leben zurückzuholen … Ein bildgewaltiges, modernes Epos, »so gewagt wie gelungen, so außerordentlich wie überraschend« (Robert Musil).Herausgegeben und mit einem Nachwort von David Midgley
Zum 50. Todestag von Alfred Döblin am 26.6.2007 Visionär in Döblins 1924 erschienener Utopie ist das Verhältnis von Mensch, Natur und Technik – und seine apokalyptischen Vorausdeutungen: Die Welt ist in drei Machtblöcke aufgeteilt, die permanent Krieg miteinander führen. Mit der Erfindung der 'künstlichen Lebensmittelsynthese' macht sich die Menschheit unabhängig von der Natur. Der 'Uralische Krieg' zwischen West und Ost endet mit dem Rückzug des Westens nach Grönland, das enteist werden soll. Die Menschen – die 300 Jahre später unter der Erdoberfläche leben – besiegen sich selbst. Nur die 'Siedler', die ein genügsames Leben ohne Technik führen, überleben.
Alfred Döblin wurde vor allem durch seinen Roman ›Berlin Alexanderplatz‹ zu einem der kanonischen Autoren der literarischen Moderne. Das Lesebuch, das Nobelpreisträger Günter Grass zu Ehren Alfred Döblins zusammengestellt hat, erinnert daran, dass Döblin schon lange vor seinem Erfolgsroman ein höchst vitaler Autor der Avantgarde war und mit seinen fast vergessenen Exilromanen maßgeblich zur Aufklärung des 20. Jahrhunderts beigetragen hat. Neben Auszügen aus den wichtigsten Erzähltexten enthält das Lesebuch zahlreiche Beispiele aus Döblins kritischer Publizistik und zentrale autobiographische Dokumente. Eingeleitet wird der Band mit Günter Grass’ berühmter Rede ›Über meinen Lehrer Döblin‹.
Alfred Döblins beeindruckendes Reisejournal aus dem Jahr 1924Nach pogromartigen Ausschreitungen im Jahr 1923 begann sich Döblin mit seiner jüdischen Herkunft zu beschäftigen und interessierte sich wie viele seiner Zeitgenossen für das sogenannte Ostjudentum. 1924 reiste er nach Polen und porträtierte die junge Republik mit ihrem damals noch blühenden jüdischen Leben. Ein bewegendes Zeugnis aus der Zeit vor dem deutschen Überfall auf Polen.Herausgegeben und mit einem Nachwort von Marion Brandt
Der Band umfasst Alfred Döblins frühe Werke, darunter die Erzählung „Modern“, den ersten Roman „Jagende Rosse“ sowie die Erzählungen „Adonis“ und „Erwachen“. Zudem enthält er den Roman „Der schwarze Vorhang“, der die Sexualität eines jungen Mannes thematisiert und zufällig in Zürich entdeckt wurde.
Döblins Debütroman aus dem Jahre 1915 wurde als das erste Meisterwerk expressionistischer Erzählkunst bewundert. Der Roman, der im China des 18. Jahrhunderts spielt und zum ersten Mal ungeheure Menschenmassen agieren lässt, markiert den Beginn der Moderne. Die Geschichte des armen Fischersohnes Wang-lun, der zum Anführer einer pazifistischen Sekte wird, aber schließlich doch zu den Waffen greift, ist eine Parabel auf die Unmöglichkeit einer friedlichen Welt.
Alfred Döblins monumentales Erzählwerk über die Novemberrevolution Wie in allen vier Bänden von ›November 1918‹ geht es auch in diesem Roman um das Scheitern politischer Hoffnungen und die Vorgeschichte des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt steht das einfühlsame, vielschichtige Porträt Rosa Luxemburgs. In ihrer persönlichen Geschichte und brutalen Ermordung spiegelt sich das Scheitern der deutschen Revolution. Mit einem Nachwort von Helmuth Kiesel
Berlin in den frühen Dreißigerjahren: Die elegante Jessika kehrt nach einem Opernabend in ihre Grunewald-Villa zurück und entdeckt erleichtert die Pelzjacke ihrer besten Freundin Marjorie. Doch bald macht sie eine grauenvolle Entdeckung. Gemeinsam mit dem populären Krimiautor Frank Arnau initiierte der Herausgeber Willy Haas ein Experiment: Acht renommierte Autoren schrieben in Fortsetzungen einen Kriminalroman. Während drei Autoren – Alfred Döblin, Gabriele Tergit und Richard Huelsenbeck – bis heute bekannt sind, sind die anderen – Manfred Hausmann, Erich Ebermayer, Edlef Köppen, Kurt Heuser und Frank Arnau selbst – nur noch Kennern ein Begriff. Ursprünglich als PR-Aktion gedacht, um die Leser der Literarischen Welt während der Ferienzeit zu unterhalten, wurde der Roman von einem Preisausschreiben begleitet, bei dem eine Reise nach Moskau und Leningrad winkte. Von Juni bis August 1932 erschien wöchentlich eine Fortsetzung der Geschichte. Jeder Autor erhielt die Teile der anderen, um die Handlung fortzuspinnen, was zu einem absurden Durcheinander von Schauplätzen und Wendungen führte – heute ein besonders unterhaltsames Lesevergnügen. Im Nachwort rekonstruiert Erhard Schütz die Hintergründe des Kollektivromans und beleuchtet das Zusammenspiel von Presse und Literatur kurz vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten.
Ein grandioser Familien- und WirtschaftsromanEine Witwe zieht nach Berlin und versucht sich dort mit ihren drei Kindern durchzuschlagen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch richtet sich ihr neu erwachter Ehrgeiz auf die Karriere des ältesten Sohnes. Und tatsächlich gelingt dem Sohn der gesellschaftliche Aufstieg. Dann aber stellt die Wirtschaftkrise plötzlich wieder alles in Frage… Wie immer bei Döblin erzählt auch dieser Familienroman aus dem Jahr 1935 zugleich die Geschichte einer ganzen Epoche.
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg.Wadzek und Rommel; zwei skrupellose Fabrikdirektoren, der eine eher sentimental, der andere raffinierter, versuchen sich gegenseitig auszubooten. Rommel läßt Wadzeks Wechsel aufkaufen, und Wadzek stiehlt Rommels Papiere. Aber Rommel ist der Stärkere. Wadzek flüchtet in Wahnvorstellungen.Schließlich zieht er sich nach Amerika zurück - nicht ohne Rommels sanfte Geliebte Gaby mitzunehmen und sich für einen tragischen Helden zu halten. Rommel allerdings ist hauptsächlich an seinen Gewinnen und der Niederlage des Rivalen interessiert, und Wadzeks Frau Pauline hat diesen schon längst mit endgültigem Hohngelächter überschüttet.Wie sagt doch Wadzeks gebildete Tochter Herta schon ganz früh: »Das Schicksal steht über unserem Haus. Agamemnon ist nichts gegen uns.« - Oskar Maria Graf hielt »Wadzeks Kampf, mit der Dampfturbine« für ein »in jeder Hinsicht vollendetes Romanwerk« und meinte, man sollte es »den Kriegsgewinnlern schenken«. Der Roman erschien erstmals 1918.
Ein Klassiker der literarischen Moderne ›Berlin Alexanderplatz‹ gehört neben dem ›Ulysses‹ von James Joyce und ›Manhattan Transfer‹ von John Dos Passos zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur. Erstmals 1929 im S. Fischer Verlag erschienen, erzählt der Roman die bewegende Geschichte des Franz Biberkopf, der nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in einen Strudel aus Verrat und Verbrechen gerät. Darüber hinaus aber erzählt der Roman auch vom Berlin der zwanziger Jahre und findet zum ersten Mal in der deutschen Literatur eine eigene, ganz neue Sprache für das Tempo der Stadt. Mit einem Nachwort von Moritz Baßler und Melanie Horn
Der Tanzbär Atta Troll ist der Titelheld von Heines 1841/42 entstandenen Versepos Atta Troll. Ein Sommernachtstraum. Der liebenswert-naive Bär beschwört darin die Gleichheit aller Kreaturen und geißelt die Vorrechte einer Klasse, der Menschen. Er kritisiert und verspottet die zeitgenössischen Verhältnisse und predigt einen die Welt regierenden Eisbären. In seinem zweiten großen Versepos, Deutschland. Ein Wintermärchen, geißelt Heine mit schonungslosem und beißendem Witz die deutschen Zustände um 1844. Diese Deutschlandsatire ist aber mehr als bloße Zeitkritik, sie ist auch und vor allem eine bewegende Liebeserklärung an Heines alte Heimat.
Erzählen als Experiment Als »Miniatur-Meisterwerke des Expressionismus« und »moderne Märchen« hat man Döblins frühe Erzählungen bezeichnet. Am berühmtesten wurde seine Erzählung ›Die Ermordung einer Butterblume‹, die bis heute neben Schnitzlers ›Leutnant Gustl‹ oder Kafkas ›Urteil‹ als einer der Schlüsseltexte der Moderne gilt. Diese Neuedition enthält sämtliche Texte der zu Döblins Lebzeiten publizierten Erzählungsbände, außerdem eine umfangreiche Auswahl einzelner Erzählungen aus den Jahren 1896 bis 1953. Zu entdecken sind dabei einige der schönsten und experimentierfreudigsten Prosatexte der deutschen Literatur, die völlig zu Unrecht im Schatten von ›Berlin Alexanderplatz‹ stehen. Mit einem Nachwort von Heinz Drügh und Christian Metz
Döblins Erzählungen von 1917 erscheinen erstmals als Taschenbuch. Der ›Lobensteiner‹-Zyklus umfasst zwölf Novellen, die Gaunergeschichten, Kriminalfälle und Märchen vereinen. Döblins Sprache ist prägnant und kontrastreich, mit einer Montage-Technik, die Paradoxien und Widersprüche thematisiert. Der Band enthält ein Nachwort und Betrachtungen zu den Erzählungen.
Zum 50. Todestag von Alfred Döblin: die wahre Geschichte von Ella Link und Margarete Bende, ein Liebespaar, das sich eines brutalen Mannes ebenso brutal entledigt. Döblin wollte 'den Eindruck verwischen, als verstünde man alles oder das meiste an solchem massiven Stück Leben.' Eine eindringliche psychologische Studie, packend, ja dramatisch erzählt. Auch als Hörbuch erhältlich.
Döblin, Alfred – Klassiker der deutschen Literatur
1930, ein Jahr nach dem Erscheinen von »Berlin Alexanderplatz«, verfaßte Döblin dieses Hörspiel nach Motiven seines Romans. Aber erst bei der Wiederentdeckung im Jahre 1962 erkannte man es als einen Meilenstein der Rundfunkgeschichte: kühne Montagen, milieugenau zupackende Sprache und prägnante Charakterzeichnung.
Der Blaue Tiger
In "Das Land ohne Tod", dem ersten Band der "Amazonas: Romantrilogie", wird die Geschichte einer Expedition in das geheimnisvolle Amazonasgebiet erzählt. Die Protagonisten, darunter der Abenteurer und Naturforscher, sind auf der Suche nach einem mythischen Land, in dem das Leben und der Tod in einem anderen Licht erscheinen. Die Erzählung thematisiert die Konfrontation zwischen Zivilisation und Natur, sowie die Suche nach Identität und dem Sinn des Lebens in einer fremden Welt. Die Charaktere sind vielschichtig und repräsentieren unterschiedliche Perspektiven auf den Amazonas und seine Bewohner. Sie erleben sowohl die Schönheit als auch die Gefahren des Dschungels, während sie mit ihren eigenen inneren Konflikten und der Frage nach der Ethik ihrer Unternehmungen kämpfen. Die Erzählung ist geprägt von einer dichten, atmosphärischen Sprache, die die lebendige Flora und Fauna des Amazonas einfängt und gleichzeitig tiefere philosophische Fragen aufwirft. Döblin und Stauffacher schaffen es, die Leser in eine Welt voller Wunder und Herausforderungen zu entführen, in der die Grenzen zwischen Realität und Mythos verschwimmen. Der erste Band legt den Grundstein für die weiteren Entwicklungen in der Trilogie und eröffnet einen Dialog über die Beziehung zwischen Mensch und Natur.
Die Buchreihe von Alfred Döblin, die sich mit den Ereignissen im November 1918 beschäftigt, bietet einen tiefen Einblick in die politischen und sozialen Umwälzungen Deutschlands am Ende des Ersten Weltkriegs. Die Handlung konzentriert sich auf verschiedene Charaktere, die in den turbulenten Zeiten der Revolution und der Gründung der Weimarer Republik leben. Zentrale Themen sind der Umbruch von alten Ordnungssystemen, die Suche nach Identität und die Herausforderungen der Demokratie. Die Protagonisten sind facettenreiche Figuren, die unterschiedliche Perspektiven auf die gesellschaftlichen Veränderungen und deren Auswirkungen auf das individuelle Leben bieten. Sie stehen vor moralischen Dilemmata und müssen sich in einer Welt zurechtfinden, die sich rapide wandelt. Döblin nutzt eine Vielzahl von Erzähltechniken, um die Komplexität der Zeit darzustellen, und kombiniert historische Fakten mit fiktiven Elementen. Die Erzählung spiegelt die Unsicherheiten und Hoffnungen der Menschen wider, die in einer Zeit des Wandels leben, und thematisiert die Spannungen zwischen Tradition und Moderne. Die vier Bände bieten eine umfassende Betrachtung dieser entscheidenden Phase der deutschen Geschichte und laden zur Reflexion über die gesellschaftlichen Entwicklungen und deren Relevanz für die Gegenwart ein.
In einer eindrucksvollen Szenerie in der Münchener Residenz entfaltet sich eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch und Gott. Ein glutäugiger Priester, gekleidet in einem schwarzen Jesuitenrock, vermittelt eine provokante Botschaft: Die Liebe zu Gott ist eine Sünde, da sie ihn erniedrigt. Stattdessen betont er die Notwendigkeit, Gott mit Ehrfurcht und Grauen zu begegnen, und stellt die Vorstellung von einer persönlichen Beziehung in Frage. Diese düstere Perspektive auf das Göttliche regt zur Reflexion über Glauben und die menschliche Existenz an.
In der alten Stadt Schan-hai-kwan wird der junge Chao-lao-sü, Sohn des Generals Chao-hoei, niedergeschlagen und entehrt. Während sein Vater droht, die Stadt zu bestrafen, nutzt der Stadtpräfekt seine Klugheit, um die Situation zu meistern. Alfred Döblin gilt als wichtiger Vertreter des literarischen Expressionismus.
»Zwei Seelen in einer Brust« enthält 66 Texte von Döblin, darunter viele bislang unveröffentlichte oder aus dem Nachlass stammende Schriften. Diese Texte sind entscheidend für das Verständnis dieses bedeutenden deutschen Autors, der, wie Günter Grass bemerkte, »wagte, mit seinen Widersprüchen zu leben«.
Bürger und Soldaten
Zum 50. Todestag von Alfred Döblin am 26.6.2007 Das Lesebuch zeichnet anhand von Erzählungen und autobiographischen Texten die Stationen des großen Dichters nach. Wir erfahren von Döblins Jugend, seiner führenden Rolle im pulsierenden Berlin der 20er Jahre, seinem mühevollen Leben im Exil und seiner Rückkehr nach Deutschland, wo er seit 1945 erfolgreich für einen demokratischen Neubeginn wirkte. Am 26. Juni 1957 starb Alfred Döblin im badischen Emmendingen. 'Alfred Döblins Werk, das ist das 20. Jahrhundert in Literatur gefasst.' (Die Zeit) Mit einem Essay von Günter Grass.
Berliner Theaterberichte 1921-1924
German
Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso
Chinesischer Roman