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Bookbot

Dietrich Boschung

    Piranesis Antike
    Werke und Wirkmacht
    Selbstentwurf
    Kulturelle Figurationen der Obsoleszenz
    Monumenta Illustrata
    Persistenz und Rezeption. Weiterverwendung, Wiederverwendung und Neuinterpretation antiker Werke im Mittelalter
    • 2019

      Porträt als Massenphänomen

      • 599 Seiten
      • 21 Lesestunden

      Hatte sich die Forschung zum antiken Porträt traditionell um die Darstellungen berühmter Personen bemüht, so rückten im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts die Bildnisse der Vielen, der historisch Unwichtigen und Unbekannten, ins Interesse der Forschung. Mit ihnen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes. In vielen Gattungen der antiken Grabplastik waren Darstellungen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen üblich, so dass Bildnisköpfe in diesem Bereich seriell gearbeitet und zu einem Massenphänomen wurden. Die Untersuchungen lokaler Gruppen, die hier vorgelegt werden, vermögen ein Spektrum von Unterschieden aufzuzeigen, in denen die jeweiligen Identitäten und Traditionen evident werden.

      Porträt als Massenphänomen
    • 2019

      Monumenta Illustrata

      Raumwissen und antiquarische Gelehrsamkeit

      Bereits zur Zeit der europäischen Renaissance, lange vor der Ausrufung eines spatial turn in den Kulturwissenschaften, wurde das wechselseitige Verhältnis von Raum und Wissen als Analysekategorie eingeführt. Der Band demonstriert das mit Untersuchungen zu den archäologischen Landeskunden des 15. bis 17. Jahrhundert. In der geographisch-historischen Betrachtung erschlossen sich im 15. Jahrhundert Raumkonzepte, die wiederum auf das eigene Selbstverständnis zurückwirkten. Der vorliegende Band geht in Fallstudien zu landeskundlichen Forschungen der frühen Neuzeit der Geschichte des Raumwissens nach. Dabei kommt Flavio Biondos Italia Illustrata (erschienen 1474) ein besonderes Interesse zu, da das Werk in vielen Bereichen Europas ähnliche Untersuchungen angeregt hat, etwa in Spanien, Skandinavien, der Schweiz und im Rheingebiet.

      Monumenta Illustrata
    • 2019

      Wissenschaftliche Erkenntnisse, technische Artefakte, Dinge und Medien, aber auch Orte, Gebäude und Infrastrukturen, haben Biografien, Halbwertszeiten und Lebenszyklen. Früher oder später werden sie falsifiziert, nutzen sich ab, kommen aus der Mode oder verlieren ihre konkrete Funktion. Das Veralten von materiellen und geistigen Werten scheint ein zentrales Merkmal der Moderne zu sein: In ihrer permanenten Selbsterneuerung wird immer wieder Bekanntes aussortiert. Doch was geschieht mit diesem Fundus an abgelegten Dingen und überholtem Wissen? Welche Kulturen bildet das Obsolete aus, auf welchen Wegen wird es aufgewertet zu einer kulturellen Figuration des Besonderen? Der Sammelband fragt nach dem Stellenwert von Obsoleszenz als Element kultureller Praktiken sowie als epistemischer Bedingung in materialbasierten Wissenskulturen. Die Beiträge des Bandes thematisieren u. a. das geplante Nutzungsende von Gebrauchsdingen in nicht-westlichen Kulturen, Modelle und Praktiken der Medien- und Technikgeschichte, die Entstehung der anthropologischen Denkfigur der Obsoleszenz des Menschen und literarische Bearbeitungen obsoleter Zukünfte. Dabei wird das gemeinsame Ziel verfolgt, dem linearen Fortschrittsnarrativ der Moderne die komplexere temporale Logik der Obsoleszenz zur Seite zu stellen.

      Kulturelle Figurationen der Obsoleszenz
    • 2018

      Selbstentwurf

      Architektenhaus von der Renaissance bis zur Gegenwart

      • 334 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Der Band vereint Beiträge von Architekturhistorikern und praktizierenden Architekten zum Thema des Architektenhauses, das durch eine kritische Rezeption aktueller Ansätze aus der kunsthistorischen Selbstporträt-Forschung neu konturiert wird. In dem vom Architekten für sich selbst entworfenen Wohnhaus verdichten sich in einzigartiger Komplexität Aspekte des künstlerischen Schaffens, eines oft ostentativen Selbstbezuges und der Verortung in kulturellen und sozialen Gefügen. Die seit dem 15. Jahrhundert überlieferten Entwürfe besitzen nicht selten einen experimentellen Charakter, sie dienten ebenso als ökonomisches Instrument wie als Manifest und utopischer Ausblick. Die paradoxe Vielfalt der Interessen wird in diesem Band unter den pointierten Begrifflichkeiten der jüngeren Forschungen zum Selbstporträt neu beleuchtet, indem nach der Rolle eines derartigen ›Selbstentwurfes‹ zur Selbstvergewisserung gefragt wird.

      Selbstentwurf
    • 2017

      Werke und Wirkmacht

      Morphomatische Reflexionen zu archäologischen Fallstudien

      • 482 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Die Texte dieses Bandes legen ausgehend von griechischen und römischen Kunstwerken dar, wie Leistungen des menschlichen Intellekts eine konkret erlebbare Form erhalten haben und welche Wirkmacht sie gerade durch die Ausgestaltung entfalten konnten. Antike Artefakte wie Statuen, Reliefs oder Gemälde gaben Vorstellungen und Wissen eine sinnlich erfahrbare Form, machten sie anschaulich, überzeugend und dauerhaft. Zugleich veränderten sie intellektuelle Leistungen, indem sie bestimmte Aspekte betonten, präzisierten oder neu kombinierten, andere aber reduzierten oder ganz wegließen. Das Buch untersucht ihre Entstehung, die medialen Bedingungen der Gestaltungsprozesse und die Auswirkungen der gewordenen Form. Es legt den dafür entwickelten methodischen Ansatz des Internationalen Kollegs Morphomata dar und verbindet Fallstudien aus der Klassischen Archäologie mit Überlegungen zu zentralen Aspekten der materiellen Kultur.

      Werke und Wirkmacht
    • 2017

      Bilder der Macht

      Das griechische Porträt und seine Verwendung in der antiken Welt

      • 452 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Die Beiträge des Bandes untersuchen, wie Formen und Möglichkeiten des griechischen Porträts außerhalb des Kulturraums, in dem sie zunächst entstanden waren, aufgenommen und für die Zwecke und Anliegen von lokalen Eliten eingesetzt worden sind. Die Gattung der Porträtstatuen erfüllte in Griechenland zentrale gesellschaftliche Aufgaben. Seit dem späten 5. Jh. v. Chr. haben auch andere Gesellschaften die Möglichkeiten des Porträts für eigene Zwecke übernommen. Das gilt für Mittelitalien ebenso wie für Zypern und die westlichen Randgebiete des Perserreiches. Die Expansion des hellenistischen Kulturraums seit Alexander dem Großen machte auch die Länder Mittelasiens mit den Möglichkeiten des Porträts bekannt und führte dazu, das entsprechende Phänomene eine weite Verbreitung fanden. Später war es vor allem und in besonderem Maße Rom, das die Bildniskunst instrumentalisierte und für ihre weiträumige Verbreitung sorgte.

      Bilder der Macht
    • 2015

      Raum und Performanz

      Rituale in Residenzen von der Antike bis 1815

      Rituale und andere performative Vollzüge einerseits und Räume, sakrale und politische Topographien andererseits stehen schon lange im Mittelpunkt des Interesses der modernen Gesellschafts- und Kulturgeschichte. Die diesbezüglichen Potentiale der neueren Forschung zu performativen Medien und ihrem Eingeschriebensein in Räume bzw. Raumordnungen, zu ihrer Bedeutung für die (Selbst)Konstitution von herrschenden Gruppen, Monarchen und anderen Führungsfiguren und damit zur Darstellung respektive sogar zur Herstellung von Macht, Hierarchien und Herrschaft in vormodernen Kulturen – insbesondere im interkulturellen und interepochalen Vergleich – müssen aber erst noch systematisch ausgelotet werden. Dem soll dieser Band dienen, in dem theoretische Grundlagen, methodische Ansätze und Modelle einerseits, empirische Fallstudien zu den 'Syntaxen' von Ritualen im Raum andererseits in einen Dialog gebracht werden.

      Raum und Performanz
    • 2015

      »The invention of tradition« was introduced as a concept to explain the creation and rise of certain traditions in times of profound cultural change. Taking stock of the concepts of current theoretical understandings and focusing on the Roman world the volume explores invented traditions as a means to understand processes of cultural innovation. Whereas the concept is highly influential in Roman Studies concerned with the Greek eastern Mediterranean, the western part of the Roman Empire has virtually been ignored. The aim is to critically evaluate the usefulness of »The invention of tradition« for studies particularly regarding the western part of the Roman Empire and in relation to other traditions besides the Greek. Can »The invention of tradition« be seen as a common human characteristic occurring throughout history?

      Reinventing "the invention of tradition"?
    • 2015

      Archäologie als Kunst

      • 237 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Der Band behandelt die Wiedergabe archäologischer Objekte und Verfahrensweisen in der bildenden Kunst des 18. Jahrhunderts und der Gegenwart. Die Beiträge des ersten Teils zeigen, wie sich die Vorstellungen des G. B. Piranesi von der Größe Roms in seinen hybriden Antikenrekonstruktionen und in seinen antikisierenden Reliefs niederschlugen. Auch die gleichzeitig entstandenen Korkmodelle sowie Daktyliotheken, Wandgemälde, Figuren und Porzellangefäße visualisierten Wissen von der römischen Antike, hielten es in der aktuellen Lebenswelt der Zeitgenossen präsent, regten zum Gespräch darüber an und formatierten so den historischen Diskurs. Die Beiträge des zweiten Teils gehen von der Frage aus, was es für die Archäologie als Wissenschaft bedeutet, wenn zeitgenössische Künstler ihre Gegenstände, Methoden und Ordnungssysteme aufnehmen und weiterentwickeln.

      Archäologie als Kunst
    • 2015

      Biography of Objects

      Aspekte eines kulturhistorischen Konzepts

      Biography of Objects vereint die Beiträge eines 2014 am Internationalen Kolleg Morphomata in Köln veran-stalteten Workshops gleichen Titels, der Vertreter aus unterschiedlichen Disziplinen – Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Germanistik – zur Diskussion zusammenführte. Zu Wort kommen verschiedene, durchaus konträre Positionen zu dieser Perspektive der ›Objektbiographie‹ auf Materielle Kultur und Objektschicksale. Damit eröffnet der Band auch einen Einblick in die Reflexion und aktuelle Kritik dieses Deutungsansatzes in den verschiedenen Fächern, sowie Versuche, diesen Zugang zu einem möglichen Verständnis des Materiellen für spezifische Fragestellungen fruchtbar zu machen.

      Biography of Objects