Le Livre de Poche: Vie et mort à Shanghai - Texte intégral
- 669 Seiten
- 24 Lesestunden
Nien Cheng erzählte in ihren Memoiren von ihren erschütternden Erfahrungen während der chinesischen Kulturrevolution. Sie geriet wegen ihrer Leitung eines ausländischen Unternehmens ins Visier der Roten Garden, und ihr Bericht dokumentiert eindrucksvoll ihren bemerkenswerten Mut und ihre Standhaftigkeit, die es ihr ermöglichten, die Haft zu überleben. Trotz sechs und halb Jahren unmenschlicher Bedingungen weigerte sie sich standhaft, falsche Geständnisse abzulegen. Nach ihrer Rehabilitierung und Ausreise in die Vereinigten Staaten trat Cheng häufig als Rednerin auf, um ihre Geschichte der Widerstandsfähigkeit zu teilen.


Im August 1966 plünderten eine Gruppe von Roten Garden das Zuhause von Nien Cheng. Ihr Hintergrund machte sie zu einem offensichtlichen Ziel für die Fanatiker der Kulturrevolution: Sie war in London ausgebildet, Witwe eines Beamten des Regimes von Chiang Kai-shek und Mitarbeiterin von Shell Oil. Nien Cheng genoss Annehmlichkeiten, die sich nur wenige ihrer Landsleute leisten konnten. Als sie sich weigerte zuzugeben, dass dies sie zu einer Staatsfeindin machte, wurde sie in Einzelhaft gesteckt, wo sie mehr als sechs Jahre verbringen sollte. Leben und Tod in Schanghai erzählt die kraftvolle Geschichte von Nien Chengs Inhaftierung, den Entbehrungen, die sie erdulden musste, ihrem heldenhaften Widerstand und ihrem Streben nach Gerechtigkeit nach ihrer Freilassung. Es ist auch die Geschichte eines Landes, das durch den erbitterten Machtkampf, den Mao Tse-tung in seiner Kampagne zur Beseitigung der parteiinternen Moderaten entfachte, zerrissen wurde. Ein eindringlicher, seltener persönlicher Bericht über ein erschreckendes Kapitel der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts und ein erstaunliches Porträt des Mutes einer Frau.