dtv zweisprachig: Trente poèmes en prose / Dreißig Gedichte in Prosa: Deutsch-Französisch
- 110 Seiten
- 4 Lesestunden
Dieser französische Dichter und Kritiker des 19. Jahrhunderts ist bekannt für seine dunkle und kontroverse Poesie, die die moderne Zivilisation erforscht. Seine Werke, insbesondere die Sammlung "Les Fleurs du Mal", stellten einen Wendepunkt in der europäischen Literatur dar. Er war auch ein Pionier der Prosa-Lyrik, und sein Stil hallt bis heute nach und scheint oft direkt die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts anzusprechen.






'Le spleen de Paris' ist das letzte Werk des großen Wegbereiters der Moderne: 50 Prosagedichte, 1869, zwei Jahre nach Baudelaires Tod, erschienen. Ihr Thema ist die Kunst und das Leben, das Leben vor allem in der großen Stadt Paris, der "Hauptstadt des 19. Jahrhunderts". Diese kurzen, stilistisch ausgefeilten und bis zu einer kaum sonst anzutreffenden Perfektion getriebenen Prosastücke, die nun in einer neuen Übersetzung vorliegen, sind von einer zeitlosen Modernität.
Von Haschisch und Wein (Band 160, Klassiker in neuer Rechtschreibung)
Die Reihe präsentiert bedeutende Werke der Weltliteratur in der aktuellen Rechtschreibung gemäß Duden. Klara Neuhaus-Richter stellt sicher, dass die Klassiker für moderne Leser zugänglich sind, ohne den ursprünglichen Inhalt zu verändern. Dies ermöglicht eine zeitgemäße Leseerfahrung und fördert das Verständnis für die literarischen Meisterwerke.
Unzensierte deutschsprachige Ausgabe
"In deiner Röcke duftig weicher Flut Will ich, mein Haupt begrabend, still versinken Und will wie Duft aus welken Blumen trinken Den faden Hauch erstorbener Liebesglut. Und schlafen will ich! Nicht mehr leben müssen! In einem Schlummer wie der Tod so weich Will deine Glieder, glatt und seidengleich, Ich überstreun mit reuelosen Küssen." (Auszug aus dem Gedicht "Lethe", S. 40 in diesem Buch) Charles Baudelaire. Die Blumen des Bösen (Les Fleurs du Mal). Deutschsprachige Ausgabe: Übersetzt von Therese Robinson (Erste vollständige, unzensierte Übersetzung) Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt dem Erstdruck dieser Übersetzung: Georg Müller Verlag, München 1925. Erstdruck des französischen Originals: Les Fleurs du Mal,Verlag Auguste Poulet-Malassis, Paris 1857. Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2020. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Schwarze Messen und Gesänge auf den Teufel: die drei Klassiker der Décadence mit dem größten Einfluß auf die Horrorliteratur des 20. Jahrhunderts erstmals in einem Band!Charles Baudelaires Gedichtzyklus „Die Blumen des Bösen“ zeigt den Menschen in seiner ganzen satanischen Verderbtheit.In Joris-Karl Huysmans’ Hauptwerk „Tief unten“ begegnet dem Schriftsteller und Satanismusforscher Durtal die geheimnisvolle Madame Hyacinthe Chantelouve, und plötzlich eröffnet sich ihm das Tor zur dunklen satanischen Welt mit wüsten schwarzen Messen ...In Octave Mirbeaus Werk „Der Garten der Qualen“ gerät ein namenloser Pariser Forscher in den Bann der jungen Engländerin Miss Clara und folgt ihr nach China. Dort führt sie ihn in den Garten der Qualen, in dem ein infernalischer Kult exzentrischer Torturen an Häftlingen und zum Tode Verurteilten praktiziert wird.
Vom Autor 'kleine Spielereien' genannt und doch in dem Anspruch geschrieben, selbst das Jahrhundertwerk 'Blumen des Bösen' noch zu übertreffen - so verbindet sich hier gewagte Ambition mit Leichtigkeit der Form. Eine unwiderstehliche Mischung.
Als Die Blumen des Bösen 1857 in einer Auflage von 1.100 Exemplaren erscheinen, wirkt das Buch wie ein Faustschlag ns kollektive Gesicht des Bildungsbürgertums, das sich die Poesie poetisch wünscht: feierlich, erhaben und gelegentlich galant, etwas für Mußestunden, die den Alltag erhöhen. Und hier besingt einer in bisher unerhörter Formvollendung ausdrücklich den Alltag, den Dreck, das Kranke, die Unterwelt, den Abschaum und die Ausgestoßenen, die Revolte gegen menschliche wie göttliche Ordnung. Denn der Schöpfer hat mit Erschaffung der Welt seine Unschuld verloren; er ist als Seinsgrund auch Urheber des Bösen. Die Schöpfung als Sündenfall Gottes. – Nie zuvor ist derart Unerhörtes Wort geworden. Baudelaire ist der Kirchenvater und sein einziger Gedichtband ist die Offenbarung der Modernen Poesie. Seine Blumen des Bösen haben durch den Dichter Stefan George die bis heute würdigste deutsche Entsprechung gefunden.