Bookbot

Christoph Keller

    Lebensdeutung aus der Genesis
    Blauer Sand. Roman
    Afrika fluten
    Petersburg erzählt
    Der Boden unter den Füßen
    Jeder Krüppel ein Superheld. Splitter aus dem Leben in der Exklusion
    • In "Jeder Krüppel ein Superheld" untersucht Christoph Keller provokant, was es bedeutet, im 21. Jahrhundert mit körperlicher Behinderung zu leben. Er teilt persönliche Erfahrungen und Herausforderungen im Alltag und plädiert für Stolz und Akzeptanz. Das Buch ist eine berührende Collage, die Mitgefühl und Empörung weckt.

      Jeder Krüppel ein Superheld. Splitter aus dem Leben in der Exklusion
      3,5
    • Der Boden unter den Füßen

      • 159 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Lion, dem fast schon legendären Brückenbauer, ist eine Brücke eingestürzt. Das hat neun Leben gekostet, und auch wenn ihn keiner anklagt, einfach weitermachen will er nicht. Lieber unternimmt er ausgedehnte Wanderungen in seinem Garten, auf dass er sich selbst und auch unserer geschundenen Welt auf die Spur komme. Und siehe, immer öfter erscheinen Menschen im Garten. Gleich zu Beginn ist da Andri, der schlitzohrige Nachbarjunge, der verkündet, seine Mutter sei verschwunden. Wo denn? Im Garten natürlich. Was aber will der Junge wirklich? Nun, Lion, immer schon ein bisschen in Andris Mutter verknallt, macht sich auf die Suche im Garten – und wundert sich schon bald nicht mehr, dass dieser mit jedem seiner Schritte grösser wird. Sogar dann, wenn er mit seiner Partnerin und Ökobestsellerautorin am Gartentisch Wein trinkt. Dabei gerät auch die Zeit immer mehr aus den Fugen und saugt Lion hinein in das wahre Wesen und das Wunder der Natur. Bis er glaubt, den Boden unter den Füssen wieder gefunden zu haben. Poetisch und frech zugleich, witzig und elegant entwirft «Der Boden unter den Füßen» nicht eine weitere Dystopie, sondern erzählt von einer Utopie, die Natur und Mensch wieder vereint. Alles wird gut. Ganz sicher.

      Der Boden unter den Füßen
      3,0
    • Petersburg erzählt

      • 271 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Kaum eine andere Stadt hat ihre Bewohner dermaßen verzaubert und verhext, ihnen derart den Kopf verdreht (und auch den Boden unter den Füßen weggezogen) wie St. Petersburg, die 'zweite' Hauptstadt Rußlands. Nikolaj Gogol, neben Puschkin der Ahnherr der Petersburger Literatur, wunderte sich schon 1836, wohin es die (damalige) russische Hauptstadt verschlagen hatte - 'ans Ende der Welt'. Für Autoren scheint dieser herbe, unwirtliche Ort am Finnischen Meerbusen ideal zu sein. Er inspiriert wie wenige zum Schreiben. Der vorliegende Band vereint 22 Petersburger Stimmen aus dem 20 Jahrhundert, darunter russische moderne Klassiker wie Iwan Bunin, Vladimir Nabokov, Ossip Mandelstam oder Sergej Dowlatow, bekannte Zeitgenossen wie Andrej Bitow, Jurij Galperin und Tatjana Tolstaia oder endlich auch im deutschen Sprachraum zu entdeckende Autoren wie Rid Gratschow und Boris Wachtin. Mit Oleg Jurjew, Andrej Kawadejew und Igor Mojssejew ist die Generation der (Mitte) Dreißigjährigen vertreten. Zusammen ergeben sie, bei allen Unterschieden der Schreibtemperamente, einen einheitlichen Text: Es ist die literarische Biographie der Stadt St. Petersburg.

      Petersburg erzählt
      3,0
    • Lovis macht sich auf den Weg, auf eine Reise rund ums westliche Mittelmeer: Marseille, Gibraltar, Sizilien. Und, auf den Spuren von Bruno Siegwart, zurück in die dreißiger Jahre. Siegwart, ein unverdrossener Schweizer Ingenieur, hat sich mit Haut und Haar und Rechenschieber dem gigantischen Projekt Atlantropa verschrieben. Der Erfinder dieser Utopie, der deutsche Architekt Herman Sörgel, wollte das Mittelmeer absenken, um Strom zu gewinnen. Siegwart lieferte ihm die Berechnungen, unaufgefordert, aus reiner Begeisterung – und die Idee, die Flüsse Afrikas zu stauen, um noch mehr Elektrizität zu produzieren, für Europa. Als Lovis ihn aufstöbert, ihn mit Fragen bedrängt, versteckt sich Siegwart hinter seinem Glauben an die Technik. Diesen Glauben kennt Lovis vom eigenen Vater, auch er war Ingenieur und Lovis oft mit ihm unterwegs zwischen Betonmischern, Tiefladern, Baukränen und hohen Staumauern. Christoph Keller beschäftigt sich seit Jahren journalistisch und literarisch mit dem Mittelmeer und mit kolonialen Praktiken der Schweiz. Deshalb stach ihm das gut tausendseitige Manuskript von Bruno Siegwart, das er im Deutschen Museum in München aufstöberte, sofort ins Auge. Doch der Roman, den er aus diesem Fund destilliert hat, erzählt weit mehr als die Geschichte einer größenwahnsinnigen Utopie.

      Afrika fluten
      3,5
    • Leo lebt seit siebzehn Jahren versteckt auf einer Sandinsel und tötet jährlich Menschen, die anderen schaden. Nach seinem letzten Mord trifft er auf Thea, die Rache für ihren Vater sucht. Während sie sich in die magische Welt der Insel vertieft, gerät ihr Plan ins Wanken. Ein poetischer und witziger Roman über radikale Gerechtigkeit.

      Blauer Sand. Roman
      3,1