Von jeher galt es, nützlich, dauerhaft und schön zu bauen. Erst das »Neue Bauen« brach nach dem Ersten Weltkrieg mit der Überlieferung. Ein abstraktes Architekturverständnis wurde propagiert, man glaubte, auf den Schatz jahrhundertelanger Erfahrung verzichten zu können. Diese im Funktionalismus gipfelnde stadtzerstörerische und lebensfeindliche Praxis rief Widerstand auf den Plan, der an die Grundlagen des Architektonischen erinnerte. Damit rückte auch eine Selbstverständlichkeit wieder in den Blick, die angestrengter Beteuerungen nicht bedurfte: die Nachhaltigkeit. Doch mit dem »Green Deal« – der wundersamen Verschwisterung von Ökologie und Kommerz – steht dem Bauen nur ein weiteres unheilvolles Experiment bevor. Den Architekten allerdings beginnt die allzu bereitwillig akzeptierte Rolle als kreative Verpackungskünstler suspekt zu werden. Die Auflösung ihres Metiers in einer politisch motivierten, konsumdienlichen »Baukultur« jedenfalls wollen sie nicht widerspruchslos hinnehmen.
Hans Kollhoff Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
1. Januar 1946




And Now the Ensemble!
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
And Now the Ensemble! is intended as a challenge to architects, their clients, and commissioning authorities to understand and create urban development as a dynamic and collective work of art; in short, to make dialogue central to design. Design, atmosphere, and use can make every new building relate to its local surroundings. As a design process, this contextual expansion does not simply imitate the urban pattern, but interprets what is already there, to some extent modernizes it, makes the familiar alien by employing unusual atmospheric imagery, and ultimately transforms the accumulated chaos of soloists into an orchestrated whole.
Grossstadtarchitektur
- 168 Seiten
- 6 Lesestunden