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Barbara Hardtwig

    Maß und Freiheit
    Vollständiger Katalog / Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek, München
    Johann Georg von Dillis
    • Johann Georg von Dillis

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Johann Georg von Dillis ist der wichtigste Vertreter der „Münchner Schule“. Als Landschaftsmaler gewann er schon um 1800 auch über lokale Grenzen hinaus weitreichend Anerkennung. Er kannte und schätze die Überlieferung der europäischen Landschaftskunst, liebte Italien und bewunderte Claude Lorrain. Er entwickelte aber zugleich ganz selbständige Sichtweisen und Techniken der neuen „realistischen“ Landschaftsmalerei. Bekannt sind vor allem seine ungewöhnlich frischen Darstellungen aus Oberbayern und der Münchener Umgebung. Als Professor für Landschaftskunst an der Münchener Akademie, als Galeriedirektor und Berater Ludwig I. bei allen Ankäufen und Kunstfragen spielte er in München- und weit darüber hinaus- eine zentrale kunstpolitische Rolle. Der Katalog zeigt eine Auswahl von Zeichnungen aus dem Bestand des privaten persönlichen Nachlasses von Johann Georg von Dillis, der in den letzten Jahren erstmals systematisch wissenschaftlich erschlossen wurde. Dabei ergibt sich eine erweiterte und differenzierte Sicht auf Dillis' Gesamtwerk mit Wolkenskizzen, Portraits und Genreportraits aus Adelskreisen und aus dem bäuerlichen Milieu sowie Landschaften auf farbigem Papier. Eine unkonventionelle Sicht auf die Welt, präzise Beobachtung und die souveräne Beherrschung der zeichnerischen Techniken machen Dillis zu einem der bedeutendsten deutschen Künstler um 1800.

      Johann Georg von Dillis
    • Maß und Freiheit

      TEXTILKUNST IM JUGENDSTIL VON BEHRENS BIS OLBRICH / Measure and Freedom

      • 221 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Tafeltücher aus Leinen und Damast gehörten seit Jahrhunderten zur Prunkausstattung adliger Häuser und höfischer Bankette. Kostbarkeit und Exklusivität des Materials verloren sich mit dem Wechsel vom Handwebstuhl zur Jacquard-Maschine am Beginn des 19. Jahrhunderts, doch zogen mit der Erschwinglichkeit der Tuche nun Faszination und Besitzerstolz in die Haushalte der Bürger ein. Der Reiz lag jedoch nicht allein in der Gediegenheit des Materials, sondern im Entwurf des Musters und seiner Originalität. Auch von Jugendstilkünstlern wurden daher zahlreiche Textilvorlagen gezeichnet, so von Peter Behrens, Hans Christiansen, Johann Vincenz Cissarz, Otto Eckmann, Gertrud Kleinhempel, Albin Müller, Adelbert Niemeyer und Joseph Maria Olbrich. Anders als die Dekore im Rapport – wie für Vorhänge und Möbelbezüge – folgt die 'abgepaßte Ware' – Tischdecken und Servietten – einem vorgegebenen Maß. In seinem Rahmen entfalten sich die Kompositionen als Spiel veredelter Form und gestalterischer Phantasie. Das Katalog-Buch zeigt die Verbindung von Künstlerentwurf und industrieller Fertigung und thematisiert damit die Auseinandersetzung und das Zusammenwirken von Kunst und Industrie um 1900.

      Maß und Freiheit