Diese Monographie ist den enfants terribles der sowjetrussischen Avantgarde der 20er Jahre gewidmet. Die Fabrik des Exzentrischen Schauspielers (FEKS) wurde 1921 von Grigori Kosinzew (1905 – 1972) und Leonid Trauberg (1902 – 1990) in Petrograd gegründet. Sie verband Schauspielerausbildung mit kollektiver Kunstproduktion im Theater und im Film. Die FEKSe faßten den ‘Exzentrismus’ als neue Richtung innerhalb der Avantgarde auf, die ihren Platz zwischen Futurismus, Surrealismus und Dada suchte.
Zum 100. Geburtstag des großen russischen Filmregisseurs und -theoretikers Sergej Eisenstein (1898 – 1948) erschien bei PotemkinPress die erste deutschsprachige Biographie dieses ungewöhnlichen Mannes. Eisenstein wurde 1898 in Riga geboren. Sein Vater war ein aus Deutschland stammender und zur Orthodoxie konvertierter Jude, der sich für einen Ostseebaron ausgab – seine Mutter eine Tochter reicher russischer (und traditionell antisemitischer) Kaufleute aus St. Petersburg. Das Leben Sergej Eisensteins war nicht eben arm an unvorhergesehenen Verführungen und Wendungen: Architekt werden wie der Vater und 1918 ins deutsche Exil gehen oder 1925 als Freimaurer in die Verbannung, 1932 in den USA bleiben oder – wie seine Freude Isaak Babel und Wsewolod Meyerhold – 1939 durch ein Sondergericht zur Erschießung verurteilt werden oder aber als gefeierter Stalinpreisträger (für “Iwan der Schreckliche”, Teil I) letztlich an einem Herzinfarkt sterben – für das Verbot von Teil II…
Welche Filmtheorie ist hilfreich, um eine Erkenntnisfrage zu klären? Wie wirkt sich die theoretische Perspektive auf die Filmanalyse aus? Diese Fragen bestimmen grundlegend jede Untersuchung. Um den besonderen Fokus einer Theorie offenzulegen, stellt dieses Lehrbuch einen Spielfilm ins Zentrum: Blow Up (GB, I, USA 1966) von Michelangelo Antonioni. Blow Up wird wechselweise beleuchtet aus dem Blickwinkel der Narratologie, Bildtheorie und Musiktheorie, der Stil- und Genretheorie, des Neoformalismus und der quantitativen Filmanalyse, der Psychoanalyse und Gender Studies, der Realismustheorie und des Poststrukturalismus, der Intermedialitätstheorie und der Medienkulturtheorie. Welche Konturen des Films treten im Schlaglicht einer Theorie hervor, welche werden durch sie verborgen? Wie können sich zwei Modelle ergänzen? Wo schließen sie einander aus? Die Beiträge führen in die zentralen Positionen und Kategorien jeder Theorie ein und wenden die Modelle unmittelbarauf den Film an. Um die Besonderheiten der Perspektiven herauszustellen, reflektieren die Autor*innen jeweils abschließend die Analogien, Differenzen und Synergien sowie die Vor- und Nachteile komplementärer Theorien.
Die Stimme ist eines der flüchtigsten, aber auch komplexesten Phänomene, in dem Aspekte von Physik, Biologie und Medizin, aber auch von Ethik, Philosophie, Politik und Ästhetik zusammentreffen; und sie ist Gegenstand der Kultur-, Theater-, Musik- und Filmwissenschaft. Der Sammelband widmet sich der Stimme als einem medialen Phänomen - an der Kreuzung von Film und Fernsehen, Sprechtheater, Rundfunk, Computerspiel und Hörbuch. Zur Sprache kommen dabei unter anderem der Zusammenhang technologischer Neuerungen und die Formung der idealen medialen Stimme; kulturelle Kontexte, die für die Sprechnorm ausschlaggebend waren; die Diversität der Stimmen innerhalb einer Kultur sowie der Wandel von gender- und berufsspezifischen Stimmstereotypen.
Diese Monographie ist den enfants terribles der sowjetrussischen Avantgarde der 20er Jahre gewidmet. Sie entstand nach mehrjährigen Forschungen im Archiv von Sergej Eisenstein (1898 – 1948). Die Autorin analysiert darin drei seiner ungewöhnlichen Theorie-Entwürfe: das kugelförmige Montage-Buch, die Visionen eines Gesamtkunstwerks und ein universelles Analysemodell, das für Wagner und Utamaro, Dostojewski und Disney gültig sein sollte. Das Buch beschreibt darüber hinaus auch Skizzen zu drei nicht realisierten Filmen, “Glashaus” (1926/30), “Moskau im Lauf der Zeit” (1933/47) und “Die Welt auf dem Kopf” (1945), die mit den Architekturutopien der 20er und 30er Jahre polemisieren. Dieses Buch leitet eine Publikationsreihe mit Eisenstein-Texten ein, die im deutschsprachigen Raum bislang noch nicht oder nur in Auszügen erschienen sind.
In a supportive article covering the 4th Berlin Biennial, critic Steven Henry Madoff took a moment to question what many have termed "Biennial Fever," writing, "Are [biennials] here to capture trends or to advance artists' voices in a larger social dialogue? Do they promote international understanding or local interests? Are they bully pulpits for curators turned ideologues, or are they simply there to tap the art market's stopwatch till the next survey of hot new things draws the attention of an ever expanding universe of collectors?" For the 2008 edition of this always-provocative international fair, Curators Adam Szymczyk and Elena Filipovic brought together primarily newly commissioned work by 50 emerging and established international artists for a round-the-clock exhibition that included 63 nightly events. This expansive volume documents it all, and contains contributions by writers, critics and artists including Beatriz Colomina, Bettina Viesmann, Cameron Jamie, Gabriel Kuri, Babette Mangolte, Ahmet Ögüt and Katerina Seda.