Simon Winchester reist auf dem Yangtse, einem der größten Flüsse der Welt, von Shanghai bis zur tibetischen Quelle. Auf über 5800 Kilometern erkundet er die von diesem Strom geprägten Uferregionen und erzählt faszinierende Geschichten über Chinas Geschichte, Land und Leute – ergreifend, witzig und informativ.
Er arbeitet als Lektor bei einem Verlag, als er in seinem Wörterbuch über die Beaufort-Skala stolpert. Scott Huler ist hingerissen von der Präzision und Schönheit der Skala, die mit nur 110 Wörtern zwölf Grade und Abstufungen des Windes beschreibt: von Beaufort 0 – 'Windstille; völlig ruhige, spiegelglatte See' bis Beaufort 12 – 'Orkan; außergewöhnlich schwere See; Luft mit Schaum und Gischt angefüllt. See vollständig weiß.' Wissenschaftlich genau lässt sich die jahrhundertealte Skala auf eine allgegenwärtige Naturgewalt anwenden; zugleich wird sie in ihrer Klarheit höchsten stilistischen Ansprüchen gerecht. Inspiriert durch diese bahnbrechende Erfindung, macht Scott Huler sich auf zu einer weiten Forschungsreise über Land und Meer und quer durch die Jahrhunderte. Er begibt sich auf die Spuren des legendären und brillanten Francis Beaufort – und damit auch auf die zahlreicher Vordenker und Zeitgenossen, unter ihnen Daniel Defoe und Charles Darwin, Captain Bligh und Captain Cook.
Die tragische Zwangsauslieferung der Kosaken Ende Mai/Anfang Juni 1945 machte Osttirol zum Schauplatz der Weltpolitik: Rund 25.000 Männer, Frauen und Kinder von Don, Kuban und Terek wurden von der britischen Besatzungsmacht der Verfolgung durch die Sowjets preisgegeben. Erstmals gelingt in diesem Buch ein interdisziplinärer Überblick zu diesem Ereignis von überregionaler Bedeutung: Experten aus der Zeitgeschichte, der Archäologie und der Volkskunde verknüpfen die Darstellung der übergeordneten politischen Zusammenhänge mit aufschlussreichen Funden zum Lagerleben der Kosaken sowie mit zahlreichen Zeitzeugenaussagen der lokalen Bevölkerung. Ergänzend dokumentiert das edierte Tagebuch des Kosaken Iwan Nikolajewitsch Tscherenkow den langen und mühsamen Weg der Kosaken vom Kaukasus bis nach Osttirol.
Reformation, Bauernkrieg, Magellans Weltumseglung - in bewegter Zeit schuf der Kartograph Gerhard Mercator eine Darstellung von der Welt, die bis heute sowohl in der Seefahrt als auch bei der NASA verwendet wird. Als Martin Luther der Reformation den entscheidenden Impuls gab, war Mercator fünf Jahre alt, er war zehn, als die Überlebenden der von Magellan begonnenen ersten Weltumseglung nach Sevilla zurückkehrten. 1544 wurde er von der Inquisition der »Lutherei« beschuldigt und als Ketzer in Kerkerhaft genommen, zehn Jahre später rief ihn Kaiser Karl V. nach Brüssel. Nicholas Crane erzählt vom Leben dieses Mannes, der durch Hunger, Not und Elend ging, der verfolgt wurde und schließlich doch zu höchstem Ruhm gelangte. Geboren 1512 in Flandern als Sohn eines Schusters, revolutionierte Gerhard Mercator die Kartographie. Als er 1594 in Duisburg starb, galt er als der »Prinz der modernen Geographen«.
Der Mythos von der Befreiung Europas In dieser grandiosen Gesamtdarstellung des Zweiten Weltkriegs wagt der renommierte Historiker Norman Davies eine überzeugende Neubewertung. Der Krieg wurde im Osten begonnen. Dort wurde er auch entschieden, dort waren mit über 20 Millionen Toten die größten Verluste zu tragen. Und die westlichen Alliierten versagten, ganz Europa zu demokratisieren; denn der Kalte Krieg sollte die Welt für ein weiteres halbes Jahrhundert teilen.