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Andreas Zekorn

    1. Januar 1957
    Todesfabrik KZ Dautmergen
    Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte
    Die Loretokapelle bei Binsdorf
    • Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte

      57./58. Band 2021/2022

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Der aktuelle Band bietet eine Abhandlung zu römischen Straßen beim Kastell Mengen-Ennetach. Es werden Überlegungen zu verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Grafen von Urach, von Vaihingen und von Zollern im Hochmittelalter angestellt und Baudetails des Klosters Beuron vor dessen barocker Umgestaltung im Jahre 1694 rekonstruiert. Breiten Raum nimmt die Zeitgeschichte ein: Am Beispiel von Albert Einstein und seiner Hechinger Verwandtschaft zeigt ein Beitrag jüdische Familiensolidarität auf. Innerparteiliche Machtkämpfe in der Frühphase des Nationalsozialismus in Hohenzollern sind ebenso Gegenstand des Bandes wie die französischen Vichy-Kollaborateure und ihre Rückzugsorte Sigmaringen und Mainau am Ende des Zweiten Weltkrieges. Ein Aufsatz über die Militärstandorte zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart beschließt den Band.

      Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte2021
    • Todesfabrik KZ Dautmergen

      ein Konzentrationslager des Unternehmens "Wüste"

      • 440 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Eine umfassende Darstellung des Konzentrationslagers Dautmergen bei Balingen ist nun bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) erschienen. Auf über 400 Seiten legt der Autor Dr. Andreas Zekorn, Leiter des Kreisarchivs Zollernalb in Balingen, ein Buch vor, das ein detailgenaues Bild des Lagers entwirft – von seiner Planung und Einrichtung über die Opfer und deren Haftbedingungen, das Wissen der Bevölkerung und die Geschehnisse vor Ort, bis hin zu den Tätern, der juristischen Aufarbeitung der Verbrechen und der Erinnerungsarbeit nach 1945. Das Konzentrationslager Dautmergen war eines von insgesamt sieben Konzentrationslagern, die dem mörderischen Unternehmen mit Decknamen „Wüste“ dienten: im großen Stil sollte aus Ölschiefer Öl für die Rüstungsproduktion des nationalsozialistischen Regimes gewonnen werden. Ab Juni/Juli 1944 arbeiteten über 12.000 Häftlinge im Lager, weit mehr als 3.500 starben infolge der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen oder wurden grausam ermordet. Ein Epilog dokumentiert den Versuch, die schrecklichen Erlebnisse literarisch zu verarbeiten. Die Kurzgeschichten und Gedichte des polnischen Schriftstellers Tadeusz Borowski, der im Konzentrationslager inhaftiert war, konnten dank der Unterstützung durch zwei polnische und einen deutschen Verlag abgedruckt werden.

      Todesfabrik KZ Dautmergen2019