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Ulrich Matthes

    Die Vermessung der Welt
    Matthes
    • Matthes

      • 119 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der Berliner Schauspieler Ulrich Matthes, der zuletzt für seinen Onkel Wanja als Schauspieler des Jahres 2008 ausgezeichnet wurde, erzählt im Gespräch mit Michael Eberth von seinen Anfängen als Kinderstar, von der Abwendung des Pubertierenden vom „unerträglichen Narzissmus“ der Schauspielerei, vom pädagogischen Eros, der ihn ein Studium der Germanistik und Anglistik aufnehmen ließ, vom Sog des Spielens, der ihn zum Theater zurücktrieb. Er berichtet von der Ausbildung durch eine Schauspielerin, die in einer Zeit, in der Peter Stein an der Schaubühne in Berlin das Theater revolutionierte, am Theaterverständnis der zwanziger Jahre festhielt, vom Einstieg ins Berufstheater, wo er innerhalb weniger Jahre vom Hamlet der Feuchtwanger Kreuzgang-Festspiele über die Stationen Schauspielhaus Düsseldorf, Residenztheater München, Münchner Kammerspiele zum Protagonisten von Andrea Breths Schaubühne und einem der Stars des Deutschen Theaters aufstieg. Matthes schildert Begegnungen mit Regisseuren, die glücklich und weniger glücklich verliefen, und beschreibt die Kämpfe, die ein Schauspieler auszutragen hat, wenn er dem höchsten Anspruch an seinen Beruf gerecht werden will. Dabei zeigt er sich als ein hoch reflektierter Schauspieler, der die Offenheit für die neuesten Strömungen des Theaters mit dem Respekt vor dessen einstigen Werten verbindet, und der immun ist gegen die Moden, zu denen der Zeitgeist verführt.

      Matthes2009
    • Gegen Ende des 18. Jahrhunderts machen sich zwei junge Deutsche an die Vermessung der Welt. Der eine, Alexander von Humboldt, kämpft sich durch Urwald und Steppe, befährt den Orinoko, erprobt Gifte im Selbstversuch, zählt die Kopfläuse der Eingeborenen , kriecht in Erdlöcher, besteigt Vulkane und begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Der andere, Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß, der sein Leben nicht ohne Frauen verbringen kann und doch sogar in der Hochzeitsnacht aus dem Bett springt, um eine Formel zu notieren - er beweist auch im heimischen Göttingen, dass der Raum sich krümmt. Alt, berühmt und ein wenig sonderbar geworden, treffen sich die beiden 1828 in Berlin. Doch kaum steigt Gauß aus seiner Kutsche, sind sie schon tief verstrickt in die politischen Wirren Deutschlands nach dem Sturz Napoleons. Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

      Die Vermessung der Welt2005
      3,8