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Victor Pelevin

    22. November 1962

    Victor Pelevin ist ein zeitgenössischer russischer Prosaautor. Seine Werke sind bekannt für ihre postmoderne Mischung aus Satire, Science-Fiction und philosophischer Betrachtung. Pelevin erforscht Themen wie Identität, Realität und den Einfluss der Massenmedien im postsowjetischen Russland. Sein einzigartiger Stil verbindet oft zeitgenössische Beobachtungen mit Bezügen zur russischen Kultur und zum Buddhismus.

    Victor Pelevin
    TRANSHUMANISM INC.
    Snuff
    Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin
    Der Schreckenshelm
    Buddhas kleiner Finger
    Die Entstehung der Arten und andere Erzählungen
    • Petja, Petersburger Avantgardist und Bohemien, gerät 1919 ins Visier der Geheimpolizei und flieht nach Moskau, wo ihn eine Achterbahnfahrt an Abenteuern erwartet. Nicht nur, dass er im Handgemenge einen Schulfreund erwürgt und in einem schrägen Literaturcafé landet – unversehens hat ihn der legendäre Divisionskommandeur Tschapajew, eine Ikone sowjetischer Geschichte, zu seinem Politkommissar ernannt. Wie aber ist es möglich, dass sich Petja plötzlich im Moskau unserer Tage inmitten lauter Neuer Russen und dazu noch in der Nervenklinik von Professor Kanaschnikow wiederfindet?

      Buddhas kleiner Finger
      4,4
    • Der Schreckenshelm

      Der Mythos von Theseus und dem Minotaurus

      • 185 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Victor Pelevin, the iconoclastic and wildly interesting contemporary Russian novelist who The New Yorker named one of the Best European Writers Under 35, upends any conventional notions of what mythology must be with his unique take on the myth of Theseus and the Minotaur. By creating a mesmerizing world where the surreal and the hyperreal collide, The Helmet of Horror is a radical retelling of the myth of Theseus and the Minotaur set in an Internet chat room. They have never met, they have been assigned strange pseudonyms, they inhabit identical rooms that open out onto very different landscapes, and they have entered a dialogue they cannot escape — a discourse defined and destroyed by the Helmet of Horror. Its wearer is the dominant force they call Asterisk, a force for good and ill in which the Minotaur is forever present and Theseus is the great unknown. The Helmet of Horror is structured according to the way we communicate in the twenty-first century — using the Internet — yet instilled with the figures and narratives of classical mythology. It is a labyrinthine examination of epistemological uncertainty that radically reinvents this myth for an age where information is abundant but knowledge ultimately unattainable.

      Der Schreckenshelm
      5,0
    • Stepan Michailow ist ein Glückskind und mehrfacher Bankengründer, dessen Erfolg in Spekulationsgeschäften nicht auf ökonomischem Wissen basiert, sondern auf seiner Meisterschaft in Zahlenmystik und der Auswahl seiner tschetschenischen Leibwächter. Er folgt dem Rat seines Gurus, der sowohl in buddhistischen Strömungen als auch in Vertriebsstrategien bewandert ist. Die Zahl 34 bringt ihm Glück, während 43 Unglück verspricht, was in Form des Konkurrenten Firkin eintritt. Doch ein echter Kapitalist gibt nicht auf, und alles steuert auf einen großen Showdown zu, dessen Ausgang überraschend ist. Pelewin, Chronist der russischen Gegenwart, verwandelt das Chaos des russischen Kapitalismus und die Trägheit mafioser Strukturen in ein wahnwitziges Schauermärchen. Seine Erzählung reflektiert die Abgründe der Macht und die anhaltende Übergangsperiode in Russland. Kritiker loben Pelewins sprachliche und gedankliche Virtuosität und beschreiben das Werk als schaurige Chronik seiner Zeit, eine grotesk-komische Parodie auf die „Bananenrepublik des Bösen“. Sein Schreiben ist tief in der nicht-realistischen russischen Tradition verwurzelt, und mit diesem Roman gelingt ihm der Ausbruch aus dem Schatten Bulgakows. Die Mischung aus Pulp Fiction und surrealer Poesie sorgt für ein einzigartiges Leseerlebnis.

      Die Dialektik der Übergangsperiode von Nirgendwoher nach Nirgendwohin
      4,0
    • Snuff

      • 494 Seiten
      • 18 Lesestunden

      SNUFF – das ist das Leben selbst, mit der Liebe im Zähler und dem Tod im Nenner. Ein solcher Bruch hat gleichzeitig den Wert Null und Unendlich. -- Die Amouren einer künstlichen Frau, das Coming of Age eines jungen Orks, der sich zum Dichter entwickelt, die utopische Vision einer postapokalyptischen Welt: Sex, Krieg und Snuff-Filme. -- Der Roman zum Ukraine-Konflikt von Viktor Pelewin, dem 'Superstar unter den jüngeren russischen Autoren' (Neue Zürcher Zeitung). -- Gibt es Pelewin? Er ist öffentlichkeitsscheu, lehnt Interviews und Lesungen ab. Ein Phantom? Ein Phänomen! -- Das E-Book wurde 2012 als 'Prosa des Jahres' ausgezeichnet.

      Snuff
      3,9
    • TRANSHUMANISM INC.

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      In der Zukunft können reiche Menschen ihren Geist von alternden Körpern trennen und in einer besonderen Dimension leben. Währenddessen bleibt eine reduzierte Zivilisation auf der Erde zurück. Die Geschichte erkundet Machtkämpfe, zwischenmenschliche Probleme und die Natur der Liebe in dieser neuen Welt ohne vulgäre Sprache, aber mit tiefgründigen Wahrheiten.

      TRANSHUMANISM INC.
      3,9
    • Pelewin: der Bulgakow des 21. Jahrhunderts Der 19jährige Roma Schtorkin ist ein typischer Jugendlicher seiner Zeit: Seine Kindheit hat er noch in der Sowjetunion verbracht, an die er sich nur noch bruchstückhaft erinnern kann, jetzt, als Jugendlicher, lebt er in einem Russland der unendlich vielen Möglichkeiten, die alle nicht für ihn zu gelten scheinen. Umso begieriger meldet er sich auf eine Anzeige, die Zugang zur Elite verspricht. Und plötzlich wacht er in der Gesellschaft von Vampiren auf, die ein neues – das fünfte – Imperium errichten wollen. Mit Roma an der Spitze … Der neue Streich von einem der bedeutendsten Autoren Russlands.

      Das fünfte Imperium
      3,9
    • In einem Holzklasseabteil eines russischen Zuges treffen zwei Reisende aufeinander: ein Priester und ein elegant gekleideter Städter. Während sie durch die idyllische Landschaft fahren, erklärt der Städter, dass der Bauer auf dem Feld ein Doppelgänger von Tolstoi sei, der auf der Flucht vor Polizei und Behörden ist. Plötzlich taucht der Zug in einen Tunnel ein, und als er wieder auftaucht, ist der Graf verschwunden, während der Geheimpolizist Knopf gefesselt im Abteil liegt. Der Graf, der sich seiner Verfolger bewusst ist, nutzt seine Fitness, Finesse und Kenntnisse in fernöstlichen Kampfkünsten, um zu entkommen. Doch er ist unsicher über seine eigene Identität und die Absichten der anderen, während er das Gefühl hat, in einem Albtraum gefangen zu sein. Viktor Pelewin ist bekannt dafür, historische Mythen mit modernen Phantasmagorien auf provokante Weise zu vermischen. In dieser Erzählung bringt er die große Tradition der russischen Literatur ins zeitgenössische Licht und hinterfragt die sowjetische Geschichte auf einzigartige Weise.

      Tolstois Albtraum
      3,9
    • Omon hinterm Mond

      • 152 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Die Geschichte, die dieser Roman erzählt, ist schlicht und ergreifend - Wie Mythen nun einmal sind. Sie ist nur ein wenig übertrieben. Und das ist wiederum ganz in Ordnung, denn in dieser Gesellschaft hatten die Übertreibungen System. Die kleine Parabel, in großer Manier erzählt, vermag den Wahnwitz eines siebzig Jahre währenden utopischen "Experiments" schlüssiger und origineller zu fassen als Hardcore-Realismus und moralische Beschwörungsliteratur, die im nachsowjetischen Rußland Konjunktur haben. Der Leser sollt jedoch wissen: Auf die Schwerkraft von Gegenstand und Genre ist in diesem Buch wenig verlaß. Wer will auch behaupten, noch nie hinterm Mond gewesen zu sein?

      Omon hinterm Mond
      3,9
    • Generation P

      • 323 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Eine meisterliche Satire auf das post-sowjetische 'Absurdistan'. Frech und witzig erzählt Pelewin von einem jungen Intellektuellen, der in Moskau zum Werbestrategen aufsteigt und in ein abenteuerliches virtuelles Spiel verwickelt wird, das die Abgründe einer manipulierten Gesellschaft aufdeckt. Dieser Roman war 1999 eine literarische Sensation in Russland. Pepsi war für die 'Breshnew-Generation' nicht nur ein Getränk, sondern ein Symbol für den Traum vom Westen, der mit der Perestroika Realität wurde. Tatarski, ein Moskauer Junglyriker, passt sich der Goldgräberstimmung an und wird Werbetexter. Er muss der 'russischen Seele' die Wunder der westlichen Konsumwelt schmackhaft machen und erweist sich als Meister dieser Kunst. Mit grotesk überzeichneten Sprüchen und Videoclips begeistert er bald einheimische Auftraggeber – 'neue Russen', die ihren Reichtum zur Schau stellen und politisch Einfluss nehmen wollen. Tatarski macht Karriere in einer kriminellen Welt und wird immer tiefer in ihre Machenschaften verwickelt. Mit viel Spaß am Absurden karikiert Pelewin den russischen Wild-Ost-Kapitalismus, der ungehobelter und dreister ist als sein westlicher Vorfahre. Die Pepsi-Pelewin-Generation hat sich von ihren Jugendträumen verabschiedet – die 'große Freiheit' blieb aus. Game over!

      Generation P
      3,8