Bookbot

Dietmar Arnold

    19. Dezember 1964
    Sirenen und gepackte Koffer
    Neue Reichskanzlei und "Führerbunker"
    Die Fluchttunnel von Berlin
    Unterirdisch in die Freiheit
    Dunkle Welten
    Schloßfreiheit
    • Kein Licht am Ende des Tunnels

      Berlin 1962 - Die tragische Flucht einer Familie

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Sie wollten eine Familie sein, wie viele andere, doch die Berliner Mauer stand zwischen Wunsch und Realität. Rudolf Müller gab nicht auf und grub von West-Berlin aus einen Tunnel unter der Mauer, um seine Familie zu retten. Als sie den Tunnel erreichten, begegnete ihnen unerwartet ein Grenzsoldat, der die Waffe erhob. In einer verzweifelten Reaktion schoss Müller, was den Tod des jungen Grenzers Reinhold Huhn zur Folge hatte. Unveröffentlichte Dokumente zeigen, wie bei den Ermittlungen geschlampt und Wahrheiten verdreht wurden. Nach seinem Tod wurde Huhn in der DDR zum Helden stilisiert, während Müller und seine Familie lebenslang von den Ereignissen im Juni 1962 geprägt blieben. Nach dem Mauerfall holte die Vergangenheit Müller ein: 1999 wurde er wegen Totschlags zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, doch der Bundesgerichtshof korrigierte das Urteil auf Mord, ließ aber die Strafhöhe unverändert. Dies stellt einen einmaligen Fall in der deutschen Rechtsprechung dar, der viele Fragen aufwirft.

      Kein Licht am Ende des Tunnels2018
    • Die Fluchttunnel von Berlin

      • 288 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels in den märkischen Sand gegrabener Tunnel die tödlichen Sperranlagen zu überwinden und die Freiheit zu erlangen. Der erste Tunnel entstand gleich 1961, der letzte 1985. Insgesamt waren es mehr als sechzig Fluchttunnel, durch die über 300 DDR-Bürger nach Westberlin gelangten. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern, weil die Stasi Wind bekommen hatte. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und Staatssicherheit entstand, unter zunehmend erschwerten Bedingungen für die Fluchtwilligen. Die beiden Autoren, exzellente Kenner der Berliner Stadtgeschichte, legen die erste gründlich recherchierte Gesamtdarstellung der Berliner Fluchttunnel vor. Sie haben Zeitzeugen und Beteiligte befragt, die einschlägigen Akten der Stasi ausgewertet und sämtliche Tunnel dokumentiert, darunter bisher völlig unbekannte. Karten und unveröffentlichte Fotos ergänzen das Buch, das sich einem der dramatischsten Kapitel in der Geschichte der deutschen Teilung widmet.

      Die Fluchttunnel von Berlin2009
    • Dunkle Welten

      Bunker, Tunnel und Gewölbe unter Berlin

      • 238 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Die geheimnisvollen dunklen Welten unter Berlin sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und stellen selbst die Stadtverantwortlichen oft vor Rätsel. Viele Dokumente gingen im Krieg verloren, was immer wieder zur Entdeckung neuer unterirdischer Anlagen führt. Die Autoren der Arbeitsgemeinschaft 'Berliner Unterwelten' haben es sich zur Aufgabe gemacht, Licht in dieses Dunkel zu bringen. Sie durchforsteten Archive, befragten Zeitzeugen und erkundeten Bahnhöfe ohne Gleisanschluss, Verbindungsgänge ohne Ausstieg und Betonkolosse ohne Funktion. Die Geschichte der vielfältigen Nutzung des Berliner Untergrundes wird erzählt, von Gruften und Brauereikellern bis hin zu Kanalisationsschächten, Rohrpostleitungen, Bunkern und 'blinden Tunneln'. Diese aktualisierte Auflage enthält neue Fotos, insbesondere aus der Welt unterhalb des Regierungsviertels und von gespenstisch leeren Bahnhofsbauten. Der Wert des Buches liegt nicht nur in den sorgfältig dokumentierten und entdeckten Untergrundanlagen, sondern auch in den klug dosierten historischen, geologischen, ökonomischen und politischen Hintergrundinformationen über die „dunklen Welten“ der deutschen Hauptstadt.

      Dunkle Welten1999
      4,5