Kubin, Alfred. Aus meiner Werkstatt: Gesammelte Prosa mit 71 Abbildungen. Herausgegeben von Ulrich Riemerschmidt. München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1976. 12,5 x 19,5cm. 216 Seiten. Originale Broschur. Sehr guter Zustand. [dtv, Band 1179]. In diesem Band wird der ganze Mensch und tiefschürfende Geist Kubin transparent, ein kluger Beobachter mit maßvollen Urteil, ein frenetischer Leser, ein exzellenter Briefschreiber und Prosaist. Das alles ergänzt seine Kunst und macht ihn zu einem wirklich Großen. [dtv]
Alfred Kubin Bücher
Alfred Kubin war ein visionärer Künstler, dessen Werk in die Tiefen der menschlichen Psyche eintaucht. Seine atmosphärischen Zeichnungen und Aquatinten erforschen oft traumhafte, beunruhigende und fantastische Themen. Beeinflusst von der Technik Max Klingers und Goyas, nutzten seine frühen Arbeiten die Aquatinta, um fantasievolle Visionen voller Emotionen und dunkler Bilder zu präsentieren. Kubins unverwechselbarer Stil gilt als Vorläufer des Expressionismus und bietet ein einzigartiges Fenster ins Unterbewusstsein.







Die Märchen von Wilhelm Hauff zählen zu den schönsten unseres Geschichtenschatzes: Kalif Storch, Zwerg Nase, Der kleine Muck, Das kalte Herz – sie entführen in ferne, oft orientalische Welten und schicksalhafte Verwicklungen. Leser jeder Generation und jedes Alters können in Hauffs so farbige und dramatische Erzählungen abtauchen. Der Schriftsteller aus der Zeit der Romantik wurde nur 24 Jahre alt, und doch hinterließ er einen immer wieder neu faszinierenden Kosmos. In diesem Band ist er vollständig versammelt.
Die andere Seite
- 250 Seiten
- 9 Lesestunden
Summary: Dem Jubiläum entsprechend zeigt die Ausstellung schwerpunktmässig Kubin als Buchillustrator - sowohl eigener Erzählungen als auch und vor allem ausgewählter Literatur der Romantik und phantastische Erzählungen und der Literatur seiner Zeit. Dieser Hauptblock wird ergänzt durch eine Zusammenführung von Blättern Kubins mit jenen einiger Künstlerfreunde seiner und einer jüngeren Generation, die mit ihm verbunden waren. Die kleine Auswahl schliesst Werken von Margret Bilger, Anton Faistauer, Hans Fronius, Emmy Haesele, Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Werner Schnabl und Anton Steinhart ein. Ausstellung: Museum der Moderne, Salzburg, 25. April - 12. Juli 2009.
Gérard de Nerval wurde am 22. Mai 1809 in Paris als Sohn eines Militärarztes geboren und starb am 25. Januar 1855. Sein richtiger Name war Gérard Labrunie. Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs er bei einem seiner Onkel im Valois auf. Trotz seiner Vorliebe für die Natur war er ein herausragender Schüler, der schon mit achtzehn Jahren seine „Elégies nationales“ verfasste. Auch seine Faust-Übersetzung, die zu den besten zählt, erschien in dieser Zeit, und Goethe dankte ihm persönlich dafür. Nerval bewahrte diesen Brief auf und zeigte ihn stolz seinen Freunden, zu denen Théophile Gautier und Arsène Houssaye gehörten. Er wurde von seinen Zeitgenossen geschätzt, die seine exzentrischen Launen geduldig ertrugen. Oft hielt er Verabredungen nicht ein und ließ seinen Vater, der ihn regelmäßig zum Essen erwartete, im Ungewissen, da er auf Reisen war. Nerval bereiste Deutschland, Ägypten, Syrien und die Türkei, was ihn zu bedeutenden Werken inspirierte, darunter das große Drama „Die Königin von Saba“. Besonders interessierten ihn die Sitten und Bräuche der Völker, die er traf. Ab seinem dreißigsten Lebensjahr litt er an psychischen Erkrankungen, was seine Neigung zur Mystik verstärkte.
Nachtstücke
- 430 Seiten
- 16 Lesestunden
1816/17 veröffentlichte E. T. A. Hoffmann einen zweibändigen Zyklus von Erzählungen unter dem bezeichnenden Titel »Nachtstücke«. Die Aufwertung der Nacht ist innerhalb der Romantik stets polemisch auf die allzu zuversichtliche Lichtmetaphorik der Aufklärung bezogen, andererseits wird bei Hoffmann aber auch die Vertiefung in die Nachtseiten der Psyche durchaus kritisch gesehen.
Als Sechzehnjähriger geht Pym heimlich auf ein Walfangschiff und wird von seinem Freund im Bauch des Schiffes versteckt. Das Leben im Laderaum wird dem blinden Passagier zur Hölle: Unter der Besatzung bricht eine Meuterei aus, der Freund kann ihn nicht aus seinem Versteck befreien. Pym erlebt Hunger, Durst und alle Schrecken des Lebendig-begraben-Seins, bis er endlich den Laderaum verlassen kann ...
Ein Landarzt und andere Prosa
Kafka, Franz – Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 9675
Dieser Band versammelt Erzählungen und Kurzprosa von Franz Kafka aus den Jahren 1916 bis 1924: die Sammlungen »Ein Landarzt« und »Ein Hungerkünstler« sowie die bedeutendsten kurzen Texte aus dem Nachlaß.
Dieser einzige Roman des großen österreichischen Zeichners Alfred Kubin (1877-1959) gilt als Schlüsselwerk der modernen Literatur und wurde von Hermann Hesse als das »am meisten dichterische Werk der letzten Jahrzehnte« bezeichnet. Kubin hat mit seiner visionären Kraft die Menschheitskatastrophe vorhergesehen, die er selbst erleben musste. Die Handlung entfaltet sich in der Traumstadt Perle, die von einem Salzburger Schulfreund des Erzählers, Patera, gegründet wurde, einem Magier mit enormen seelischen und materiellen Kräften. Patera herrscht aus seinem riesigen, stummen Palast und übt durch einen dunklen Seelenbann Kontrolle über seine Untertanen aus, die seine Leiden und Launen miterleben müssen. In diesem traumhaften Reich scheint weder die Sonne noch der Mond, und eine ewige Beängstigung herrscht unter einem gleichmäßigen Himmel. Der amerikanische Herkules Bell, der Patera den Untergang geschworen hat, plant, das Traumreich den Fortschritten der Neuzeit zu öffnen. Pateras Widerstand führt zu einer schleichenden Selbstvernichtung: Zuerst kommt ein Bann des Schlafes, gefolgt von orgiastischer Wildheit, während Tierhorden und seltsame Insekten die Welt ins Chaos stürzen. Schließlich beginnt eine geheimnisvolle Zersetzung aller Materie, begleitet von Hungersnot, Feuersbrünsten und dem entfesselten Wahnsinn der verängstigten Massen.
Alfred Kubin - Stefan Zweig
Briefwechsel 1909-1937



