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Eva Maria Hagen

    Evas schöne neue Welt
    Eva jenseits vom Paradies
    Eva und der Wolf
    • Eva und der Wolf

      • 543 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Die Liaison mit dem Staatsfeind klingt wie ein neuer Jerry Cotton, ist jedoch viel spannender. Der Briefwechsel zwischen Eva-Maria Hagen und Wolf Biermann beginnt, als er in der DDR zur Unperson erklärt wird. 1965, in einer politischen Eiszeit, ist Eva-Maria Hagen, eine populäre Schauspielerin, von Politbüromitgliedern und Kunstschaffenden umgeben, doch ihr Herz gehört nur Biermann, ihrem Mentor und Liebhaber. Ihre Briefe zeigen eine herzerfrischende Naivität, aber auch Klarsicht. Sie warnt ihn vor Hetzkampagnen, die bereits gegen ihn laufen, da der Staat seine Lieder nicht mehr duldet und erst recht nicht die Beziehung zu einem Publikumsliebling. Die brutale Realität der DDR zeigt sich, als sie nicht von Biermann lassen kann. Es folgt ein Trommelfeuer an Repressalien und verlockenden Filmangeboten, während die Stasi stets präsent ist. Der Briefwechsel dauert elf Jahre bis zu Biermanns Ausbürgerung 1976 und offenbart sowohl die DDR in Hochform als auch die Dynamik einer schwindenden Liebe. Er, der Intellektuelle, wird schärfer, sie, die Bauchmensch, verletzender. Schließlich kommt der gefürchtete Satz: "Wolf, jeder von uns trifft genau den Ton, uns weiter voneinander zu entfernen!" Eine ganz normale Beziehung eben.

      Eva und der Wolf
      3,4
    • »Aus Liebe, Lust und Leidenschaft wurde ich gezeugt. In einer heiß durchtanzten Nacht zur Zeit des Karnevals muß es gewesen sein.« So beginnt das neue Buch von Eva-Maria Hagen, das den großen Bogen spannt von den ersten Jahren ihrer Kindheit in einem kleinen Nest Költschen, der ersten Entwurzelung durch den Umzug der Familie nach Kremlin am Rande von Pommern, über den Krieg, der mehr Abenteuer als Schrecken für sie war, der Vertreibung, dem Aufwachsen als Flüchtlingskind in Perleberg bis zu dem schon damals ungestümen Wunsch, etwas zu werden, nämlich Schauspielerin. Mit Liebe, Lust und Leidenschaft und faszinierender Lebendigkeit erzählt Eva-Maria Hagen von ihren wilden Jahren bis zum Durchbruch mit dem Film »Vergeßt mir meine Traudel nicht«. Mit harter Genauigkeit und behutsamer Eindringlichkeit läßt sie in ihrer poetischen Manier Zeit und Gefühle auferstehen, die noch etwas mehr vermitteln: ein kämpferisches Leben in schwierigen Zeiten. Der genaue und sich selber nicht schonende Blick zurück versetzt uns in Jahre, die voller Entbehrungen, aber auch voller Hoffnung und Zuversicht in die eigene Kraft waren. Hier spricht nicht nur eine Zeitzeugin. Eva-Maria Hagen ist es gelungen, diese Jahre ihres Lebens wie einen Roman zu erzählen. Bei allem Rückblick steht im Mittelpunkt eine Frau, die viel zu geben und den Mut hat, sich zu erinnern. (Amazon.de)

      Eva jenseits vom Paradies