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Lyudmila Ulitskaya

    21. Februar 1943
    Lyudmila Ulitskaya
    Reise in den siebenten Himmel
    Daniel Stein
    Die Kehrseite des Himmels
    Die Erinnerung nicht vergessen
    Ein glücklicher Zufall und andere Kindergeschichten
    Jakobsleiter
    • So wurde noch nie über die russische Gesellschaft geschrieben Nach der Oktoberrevolution ziehen Jakow und Marussja mit ihrer kleinen Familie nach Moskau. Während Marussja der neuen Regierung vertraut, erkennt Jakow bald die Missstände und spricht sie offen an. Unter Stalin wird er nach Sibirien verbannt. Seine Frau lässt sich scheiden, auch der Sohn wendet sich von ihm ab, und seine Enkelin Nora sieht er nur einmal als Kind. Sie, die ein bewegtes Leben führen wird – Bühnenbildnerin, alleinerziehend, georgischer Geliebter – lernt ihren Großvater erst aus seinen Liebesbriefen an die Großmutter kennen. Angeregt durch den Briefwechsel ihrer Großeltern erzählt Ljudmila Ulitzkaja die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert aus unmittelbarer Nähe.

      Jakobsleiter
    • Genja Pirapletschikow, der ohne Vater aufwächst und wegen seines Namens häufig verspottet wird, weiß wenig vom Glück. Erst, als die Nachbarskinder sein Talent entdecken, Tiere und Flugzeuge aus Papier zu basteln, wird Genja zum Baumeister und die Papierwunder werden zum gemeinsamen Spielzeug. Sechs wunderbare Geschichten von der russischen Meistererzählerin über kleine und große Momente, die ein Kinderleben erschüttern oder beglücken können. Mit Bildern von Wolf Erlbruch.

      Ein glücklicher Zufall und andere Kindergeschichten
    • Die Erinnerung nicht vergessen

      Nach ›Die Kehrseite des Himmels‹ setzt Ulitzkaja ihre autobiografische Prosa in die Gegenwart fort | Ein eindrückliches Plädoyer für eine bessere Erinnerungskultur

      5,0(1)Abgeben

      Ein eindrückliches Plädoyer für eine bessere Erinnerungskultur. Ulitzkaja setzt ihre autobiografische Prosa fort und thematisiert persönliche Notizen über Familie, Herkunft, Glauben und Körper. Sie beleuchtet drängende Fragen der Gegenwart, einschließlich politischer und ökologischer Herausforderungen sowie das Verhältnis von Individuum und Staat.

      Die Erinnerung nicht vergessen
    • In Russland leben, Russland verstehen. Nicht alle Menschen sind mit denaktuellen Entwicklungen in Putins Russland einverstanden. Zu ihnen gehört auch Ljudmila Ulitzkaja. In vierzig Texten verbindet sie ihre Familiengeschichte mit der Frage nach der Zukunft des Landes. Sie erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Moskau, von den Menschen und Büchern, die sie liebt, und davon, wie sie zum Schreiben kam. Mit einer Offenheit, die überrascht und berührt, gewährt sie dem Leser Einblick in russische Alltagserfahrungen, die auch Fragen der Moral, Ethik und Religion umschließen.

      Die Kehrseite des Himmels
    • Daniel Stein

      • 484 Seiten
      • 17 Lesestunden
      4,3(1089)Abgeben

      Ein großer Roman über die Menschen und die Liebe, über Geschichte und Religion: Als Jude organisierte Daniel Stein die Flucht aus einem Ghetto in Polen. Er war Dolmetscher bei der Gestapo, Partisan und Mitarbeiter des NKWD. Dreimal wurde er zum Tode verurteilt, jedes Mal überlebte er. Er konvertierte und ging nach Israel, wo er als Mönch eine Gemeinde nach Vorbild der ersten Christen gründete. Er starb bei einem Unfall, der vermutlich ein getarntes Attentat war. In dem Porträt dieses großen Idealisten spiegelt sich das ganze 20. Jahrhundert. Anhand seiner Person zeigt Ljudmila Ulitzkaja uns eine andere Welt und gibt zugleich Antworten auf brennende heutige Fragen.

      Daniel Stein
    • Reise in den siebenten Himmel

      • 512 Seiten
      • 18 Lesestunden
      4,2(45)Abgeben

      Der Roman erzählt von einem Arzt mit hellseherischen Fähigkeiten, seiner Liebe, Konflikten und seinem Scheitern. Pawel Kukotzki, aus einer alten Medizinerfamilie, entzieht sich den Zwängen des Stalinismus, indem er zeitweise als verantwortungsloser Trinker auftritt. Dennoch ist er ein Koryphäe, die Schicksale ändern kann. Zu Beginn des Krieges rettet er Jelena durch eine riskante Operation, in die er sich verliebt. Jelena und ihre Tochter Tanja ziehen zu ihm, doch an diesem Tag erreicht sie die Nachricht vom Tod ihres Mannes an der Front, was zu einem Schuldkomplex führt. Trotz anfänglicher Harmonie zwischen Pawel und Jelena bricht nach zehn Jahren eine Familienstreitigkeit über Abtreibung die Idylle. Jelena zieht sich in sich zurück und sitzt reglos wie eine Puppe im Sessel, während sie eine innere Reise in den siebten Himmel antritt. Dort verarbeitet sie ihre Schuldgefühle und die ihrer Nächsten und hat prophetische Visionen über das Schicksal ihrer Tochter. Ljudmila Ulitzkaja verbindet das Leben verschiedener Generationen und Biografien zu einem vielschichtigen Roman über Glück und Verzweiflung, Einverständnis und Tragik, Schuld und Sühne sowie Leben und Tod, der die großen ethischen Fragen unserer Zeit und ein halbes Jahrhundert russischer Geschichte thematisiert.

      Reise in den siebenten Himmel
    • Jedes Jahr im April beginnt die „Familiensaison“. Bis zu zwanzig Verwandte haben Platz in Medeas großem Haus auf der Krim. Und von überall kommen sie, um dem Alltag zu entfliehen: aus Moskau und Taschkent, aus Litauen und Georgien. Medea Mendez, selbst kinderlos und über siebzig, ist zu ihrer Urmutter geworden. Mit Gleichmut, Güte und warmer Nachsicht begegnet sie dem bunten Treiben ihrer jungen Gäste, die sie immer wieder mit neuen Geliebten, Partnern und Kindern überraschen. Als sich ihre Nichten Nika und Mascha in den gleichen Mann verlieben und es für eine von beiden nur tragisch ausgehen kann, fühlt sich Medea an die Wunden des eigenen Lebens erinnert. Sie, die mit sechzehn die Rolle ihrer verstorbenen Mutter übernehmen und drei ihrer insgesamt dreizehn Geschwister großziehen mußte, hatte es nicht leicht - die Kraft, mit Unglücken und Enttäuschungen fertig zu werden, fand sie in sich selbst. Ljudmila Ulitzkajas Roman ist kurzweilige Sommergeschichte, Familiensaga und Porträt einer durch ihre heitere Weisheit beeindruckenden Frauengestalt. Mit spielerischer Leichtigkeit und einer feinsinnigen, ironischen Sprache schlägt die Moskauer Schriftstellerin immer wieder Brücken zwischen den großen Ereignissen des Jahrhunderts und den kleinen Leuten, den einfachen Dingen des Lebens.

      Medea und ihre Kinder
    • Gut aussehend, höflich und sanftmütig ist er, ein Traum von einem Mann. Alles tut er den Frauen zu Gefallen - und sie lieben ihn. Alle. Warum also Nein sagen? Zu Matilda, die ihn als Knaben verführte; zur hässlichen, dafür um so bemitleidenswerteren Alja; zu Lena, die er heiratet, weil sie ein uneheliches Kind erwartet; zu seiner gehbehinderten Chefin Valerija und zu all den anderen Frauen, die ihn brauchen. Ein wunderbarer Roman über die Liebe mit einem tragikomischen Helden, dem die wahre Liebe fehlt.

      Ergebenst, euer Schurik
    • Sie hat ihr Glück in der Literatur gefunden. Als Sonetschka dann aber einen älteren und charismatischen Intellektuellen kennen lernt, Robert Viktorowitsch, gibt sie ihr Dasein als Mauerblümchen auf, folgt ihm in die Verbannung und bringt ihm ein Kind zur Welt. Dass sie immer noch das demütige Mädchen von einst ist, zeigt sich, als ihr Mann stirbt...

      Sonetschka
    • Wann sagt schon mal jemand: Ich habe alles? Ljudmila Ulitzkaja erzählt von Frauen, die zu diesen seltenen Menschen gehören, obwohl ihnen Glück, Schönheit und Reichtum versagt geblieben sind. Sie hätten allen Grund, am Leben zu verzweifeln, doch in ihrem Inneren gibt es etwas, das sie nicht zerbrechen lässt. Die Moskauer Autorin erforscht dieses Geheimnis und richtet ihren liebevollen Blick auf schrullige Außenseiter wie Asja, die arme Verwandte, die stoisch ihre reiche Cousine besucht, um Geld und Dinge zu ergattern, die sie einer bedürftigeren Freundin bringt. Buchara, eine Frau von orientalischer Schönheit, wird von ihren Nachbarn gemieden, doch ihre Kraft, eine tödliche Krankheit zu besiegen, bis sie ihrer behinderten Tochter ein eigenständiges Leben ermöglicht, beeindruckt alle. Diese Frauen finden einen Sinn im Dasein und gehen an Verlusten nicht zugrunde – das macht sie sympathisch. Ihr Talent, zu lieben und diese Liebe als Glück zu empfinden, bewundern wir besonders. In anderen Geschichten begegnen wir Olga, die unstillbares Verlangen in absurde Situationen treibt, der Pikdame, die in rasante Liebesabenteuer stürzt, und Nina, die von einem riesigen schwarzen Kater heimgesucht wird, während sie sich fragt, was sie falsch gemacht hat.

      Olgas Haus