Mit dem Band „Wien - die Metamorphose einer Stadt“ wird die Reihe „Geschichte der österreichischen Bundesländer seit 1945“ fortgesetzt. In Anlehnung an die bisher erschienenen Bände wird auch hier ein Überblick über die Entwicklung der Bundeshauptstadt seit 1945 in verschiedenen Bereichen nachgezeichnet. So werden in Beiträgen u. a. die politische und die wirtschaftliche Entwicklung, die kulturellen Anstrengungen am Beispiel der Wiener Festwochen oder die soziale Situation anhand einer Filmgeschichte skizziert. Dem demographischen Wandel, den Fragen von Energie und Verkehr oder neuen Architekturströmungen wird ebenso Raum gegeben wie dem Umgang der Stadt mit großen Frauenpersönlichkeiten, der Bedeutung des Sports am Beispiel des Fußballs, dem Wiedererstehen der jüdischen Kultusgemeinde oder der Stellung Wiens als internationales Zentrum. Mit diesen und noch einigen Beiträgen mehr wird ein differenziertes Bild der Entwicklung der Stadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dargestellt.
Irene Bandhauer-Schöffmann Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Entzug und Restitution im Bereich der Katholischen Kirche
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Diese Publikation behandelt umfassend den Vermögensentzug, die Rolle der Profiteure und die Praxis der Rückstellungen im Bereich der katholischen Kirche in Österreich. Das dichte Netz von Einrichtungen der katholischen Kirche und ihre tiefe Verankerung in der Gesellschaft standen in Konkurrenz zu den Zielen der NS-Herrschaft, die totale Kontrolle über die Menschen anstrebte. Die adaptive Haltung der katholischen Kirchenführung zur nationalsozialistischen Machtübernahme hinderte das Regime nicht, das Verhältnis von Kirche und Staat grundlegend zu verändern. Im Vordergrund stand die Ausschaltung des kirchlichen Einflusses auf das Bildungswesen und der Zugriff auf die Vermögenswerte der katholischen Kirche. Das NS-Regime nutzte die Auffassung, dass das Konkordat des Vatikans mit Österreich nicht mehr galt, wodurch ein konkordatsfreier Raum entstand. Die Umgestaltung der katholischen Kirchenfinanzen führte zu einem Systemwechsel, wodurch der Kirche erhebliche Mittel entzogen wurden, insbesondere der 1782 geschaffene Religionsfonds. Der größte Profiteur des Vermögensentzugs war die öffentliche Hand. Nach dem Ende der NS-Herrschaft veränderten sich die Rahmenbedingungen im Verhältnis von Kirche und Staat allmählich. Die Diskussion um das Konkordat belastete jedoch das Verhältnis über viele Jahre. Erst 1957 erkannte Österreich das Konkordat im Grundsatz an. 1959 erfasste die katholische Kirche die Schäden, die auf etwa 12 Mrd. öS ges
Auf dem Weg zur Beletage
- 231 Seiten
- 9 Lesestunden