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Was heisst sprechen?

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Das Buch des bedeutenden französischen Soziologen, dessen Überlegungen auch die Ästhetik, Literaturgeschichte und zahlreiche andere Disziplinen maßgeblich beeinflusst haben, behandelt das Funktionieren der Sprache als Sphäre symbolischer Austauschprozesse sowohl allgemein als auch anhand konkreter Beispiele. Bourdieu reagiert in diesem Werk auf Saussure und dessen einflussreiche Rezeption bei den Strukturalisten sowie auf Autoren wie J. L. Austin und N. Chomsky. Das unpersönliche, scheinbar neutrale System der Sprache wird als spezifische und sehr effektive Machtstrategie entlarvt, durch die ein Ausdrucksinstrument, das tatsächlich nur bestimmten privilegierten Schichten gehört, sich als Maßstab für das Denken und Ausdrücken aller – einschließlich derjenigen, die durch die bestehende Ordnung erheblich benachteiligt sind – durchsetzt. In diesem Rahmen erscheinen auch Wortschatz, Syntax, Stil usw. nur als Aspekte der Verteilung kultureller Macht und Ausdrucksprivilegien. Während die Strukturalisten eine Soziologie nach dem Vorbild der Linguistik schaffen wollten, entlarvt Bourdieu die linguistische Perspektive als Strategie innerhalb der Gesellschaft. Seine Analysen sind in den Details sehr subtil und anregend, insbesondere für Sprachwissenschaftler und Literaturwissenschaftler.

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Was heisst sprechen?, Pierre Bourdieu

Sprache
Erscheinungsdatum
2005
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(Paperback)
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Titel
Was heisst sprechen?
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Pierre Bourdieu
Erscheinungsdatum
2005
Einband
Paperback
ISBN10
370031518X
ISBN13
9783700315186
Reihe
Erstveröffentlichung
1982
Originaltitel
Ce que parler veut dire
Bewertung
3,35 von 5 Sternen
Beschreibung
Das Buch des bedeutenden französischen Soziologen, dessen Überlegungen auch die Ästhetik, Literaturgeschichte und zahlreiche andere Disziplinen maßgeblich beeinflusst haben, behandelt das Funktionieren der Sprache als Sphäre symbolischer Austauschprozesse sowohl allgemein als auch anhand konkreter Beispiele. Bourdieu reagiert in diesem Werk auf Saussure und dessen einflussreiche Rezeption bei den Strukturalisten sowie auf Autoren wie J. L. Austin und N. Chomsky. Das unpersönliche, scheinbar neutrale System der Sprache wird als spezifische und sehr effektive Machtstrategie entlarvt, durch die ein Ausdrucksinstrument, das tatsächlich nur bestimmten privilegierten Schichten gehört, sich als Maßstab für das Denken und Ausdrücken aller – einschließlich derjenigen, die durch die bestehende Ordnung erheblich benachteiligt sind – durchsetzt. In diesem Rahmen erscheinen auch Wortschatz, Syntax, Stil usw. nur als Aspekte der Verteilung kultureller Macht und Ausdrucksprivilegien. Während die Strukturalisten eine Soziologie nach dem Vorbild der Linguistik schaffen wollten, entlarvt Bourdieu die linguistische Perspektive als Strategie innerhalb der Gesellschaft. Seine Analysen sind in den Details sehr subtil und anregend, insbesondere für Sprachwissenschaftler und Literaturwissenschaftler.