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Sukzession und Gegenwart

Zu theoretischen Äußerungen über bildende Künste und Musik von Basileios bis Hrabanus Maurus

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  • 357 Seiten
  • 13 Lesestunden

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In diesem Band werden die kunsttheoretischen Äußerungen griechischer und lateinischer Autoren vom späten vierten Jahrhundert bis zum Ende des byzantinischen Bilderstreits, Mitte des neunten Jahrhunderts, untersucht. Im lateinischen Bereich wurden früh wesentliche Positionen zu Zweck und Beurteilung von Kunst entwickelt, die sich vor allem an theologischen und didaktischen Erfordernissen orientierten. Augustinus spielte hierbei eine zentrale Rolle und beeinflusste die Modifikation antiker Kompendien wie die von Boethius und Cassiodor. Auch Papst Gregor I. trug zur Entwicklung bei, während die „Libri Carolini“ und das Pariser Konzil von 825 wichtige Zusammenfassungen lieferten. Im griechischen Raum erlangten Beiträge wie die von Basileios von Caesarea Autorität, doch eine zusammenhängende Kunsttheorie entstand erst im Kontext des Bilderstreits. Diese Entwicklung wurde maßgeblich von Johannes von Damaskus und Patriarch Nikephoros geprägt, während das zweite Konzil von Nikaia 787 und Theodoros Studites oft überbewertet werden. Im byzantinischen Kulturraum wurde der darstellende Wert von Kunst ernster genommen, und der Bilderstreit des 8. und 9. Jahrhunderts wird als Ausdruck geistiger und weltanschaulicher Differenzen interpretiert, nicht primär als Ergebnis politischer oder sozialer Ursachen. Die interdisziplinäre Untersuchung zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis der Kunst vergangener Zeiten zu fördern, indem die theoretisch

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Sukzession und Gegenwart, Pascal Weitmann

Sprache
Erscheinungsdatum
1997
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Titel
Sukzession und Gegenwart
Untertitel
Zu theoretischen Äußerungen über bildende Künste und Musik von Basileios bis Hrabanus Maurus
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Pascal Weitmann
Verlag
Reichert
Erscheinungsdatum
1997
Seitenzahl
357
ISBN10
3882269545
ISBN13
9783882269543
Reihe
Beschreibung
In diesem Band werden die kunsttheoretischen Äußerungen griechischer und lateinischer Autoren vom späten vierten Jahrhundert bis zum Ende des byzantinischen Bilderstreits, Mitte des neunten Jahrhunderts, untersucht. Im lateinischen Bereich wurden früh wesentliche Positionen zu Zweck und Beurteilung von Kunst entwickelt, die sich vor allem an theologischen und didaktischen Erfordernissen orientierten. Augustinus spielte hierbei eine zentrale Rolle und beeinflusste die Modifikation antiker Kompendien wie die von Boethius und Cassiodor. Auch Papst Gregor I. trug zur Entwicklung bei, während die „Libri Carolini“ und das Pariser Konzil von 825 wichtige Zusammenfassungen lieferten. Im griechischen Raum erlangten Beiträge wie die von Basileios von Caesarea Autorität, doch eine zusammenhängende Kunsttheorie entstand erst im Kontext des Bilderstreits. Diese Entwicklung wurde maßgeblich von Johannes von Damaskus und Patriarch Nikephoros geprägt, während das zweite Konzil von Nikaia 787 und Theodoros Studites oft überbewertet werden. Im byzantinischen Kulturraum wurde der darstellende Wert von Kunst ernster genommen, und der Bilderstreit des 8. und 9. Jahrhunderts wird als Ausdruck geistiger und weltanschaulicher Differenzen interpretiert, nicht primär als Ergebnis politischer oder sozialer Ursachen. Die interdisziplinäre Untersuchung zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis der Kunst vergangener Zeiten zu fördern, indem die theoretisch