Gratis Versand ab 14,99 €. Mehr Infos.
Bookbot

Die Schlinge

Autor*innen

Buchbewertung

Mehr zum Buch

Mein Name ist Lukas Wolfskehl, Teilhaber einer Anwaltskanzlei in Frankfurt/Oder mit Schwerpunkt auf Strafverteidigungen. Ich habe den Fünfzigsten hinter mir und bemerke, wie ich älter werde. Selbst die spektakulärsten Verbrechen in meiner Praxis überraschen mich kaum noch. Irgendwann sieht alles gleich aus und verliert an Bedeutung. Früher war ich ein leidenschaftlicher Verteidiger, doch jetzt denke ich oft, dass die Rache der Gesellschaft ihren Lauf nehmen sollte. Meine Mandanten sehen in mir einen Mann in den besten Jahren, doch ich fühle mich innerlich anders. Claudia, eine alte Freundin, vermutet, dass ich in einer Midlife-Crisis stecke. Sie kam extra aus Berlin, um mich zu kurieren, kochte Rotbuschtee und gab mir Ratschläge, wie ich meine Einstellung gegenüber den Mandanten ändern könnte. Ihre Lebensweisheit bestand darin, in jedem Menschen das Gute und Schöne zu sehen. Um mich zu überzeugen, erzählte sie eine Geschichte von Jesus, der in einem verwesenden Hund die schönen Zähne sah, während andere nur das Hässliche wahrnahmen. Claudia wollte mir beibringen, das Positive in allem zu entdecken, sogar unter der Hülle eines Verbrechers. Ich hörte ihr zu, doch unsere Gespräche waren in letzter Zeit oft rührselig, lächerlich und unnütz.

Publikation

Buchkauf

Die Schlinge, Rolf Henrich

Sprache
Erscheinungsdatum
2001
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback),
Buchzustand
Beschädigt
Preis
1,28 €inkl. MwSt.

Lieferung

  • Gratis Versand ab 14,99 € in ganz Deutschland! Mehr Infos.

Zahlungsmethoden

3,5
Gut
2 Bewertung

Hier könnte deine Bewertung stehen.

Sprache
Deutsch
Autor*innen
Rolf Henrich
Verlag
Eichborn
Erscheinungsdatum
2001
Einband
Paperback
Seitenzahl
160
ISBN10
3821807075
ISBN13
9783821807072
Reihe
Bewertung
3,5 von 5 Sternen
Beschreibung
Mein Name ist Lukas Wolfskehl, Teilhaber einer Anwaltskanzlei in Frankfurt/Oder mit Schwerpunkt auf Strafverteidigungen. Ich habe den Fünfzigsten hinter mir und bemerke, wie ich älter werde. Selbst die spektakulärsten Verbrechen in meiner Praxis überraschen mich kaum noch. Irgendwann sieht alles gleich aus und verliert an Bedeutung. Früher war ich ein leidenschaftlicher Verteidiger, doch jetzt denke ich oft, dass die Rache der Gesellschaft ihren Lauf nehmen sollte. Meine Mandanten sehen in mir einen Mann in den besten Jahren, doch ich fühle mich innerlich anders. Claudia, eine alte Freundin, vermutet, dass ich in einer Midlife-Crisis stecke. Sie kam extra aus Berlin, um mich zu kurieren, kochte Rotbuschtee und gab mir Ratschläge, wie ich meine Einstellung gegenüber den Mandanten ändern könnte. Ihre Lebensweisheit bestand darin, in jedem Menschen das Gute und Schöne zu sehen. Um mich zu überzeugen, erzählte sie eine Geschichte von Jesus, der in einem verwesenden Hund die schönen Zähne sah, während andere nur das Hässliche wahrnahmen. Claudia wollte mir beibringen, das Positive in allem zu entdecken, sogar unter der Hülle eines Verbrechers. Ich hörte ihr zu, doch unsere Gespräche waren in letzter Zeit oft rührselig, lächerlich und unnütz.