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Feindbild Frau

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  • 553 Seiten
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Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen und Sexualmorde. Rolf Pohl untersucht die tieferen Ursachen dieses Verhaltens und kommt zu der Erkenntnis, dass eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird unbewusst als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt. Pohl kritisiert gängige Erklärungsansätze, die sexuelle Gewalt ausschließlich als Ausdruck männlicher Macht verstehen und die Sexualität des Mannes außer Acht lassen. Er verknüpft geschlechtsbezogene Gewalt mit der geschichtlichen Entwicklung der männlichen Sexualität und ihrer phallisch-aggressiven Ausrichtung. Diese Gewaltbereitschaft entspringt einer unbewussten Einstellung zur Weiblichkeit, die von Lust, Angst, Neid, Wut und Hass geprägt ist. Anhand ethnologischer Studien zeigt Pohl, wie Männlichkeitsbilder die Verbindung von Sexualität und Aggressivität in den Körper einschreiben. Männliche Initiationsriten und die gesellschaftliche Abwertung von Weiblichkeit sind entscheidend für die kulturelle Erzeugung hegemonialer Männlichkeit. Pohl analysiert die männliche Sozialisation in westlichen Gesellschaften und setzt sich mit psychoanalytischen Erklärungsansätzen sowie neueren sozialpsychologischen Forschungen auseinander. Abschließend diskutiert er das Verhältnis von männlicher Sexualität und Destruktionslust, insbesondere bei

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Feindbild Frau, Rolf Pohl

Sprache
Erscheinungsdatum
2004
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(Hardcover)
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Sprache
Deutsch
Autor*innen
Rolf Pohl
Verlag
Offizin
Erscheinungsdatum
2004
Einband
Hardcover
Seitenzahl
553
ISBN10
3930345366
ISBN13
9783930345366
Reihe
Schlagwörter
Erotik
Bewertung
5 von 5 Sternen
Beschreibung
Sexuelle Gewalt ist männlich. Täglich konfrontieren uns die Medien mit Berichten über sexuelle Belästigungen, Vergewaltigungen und Sexualmorde. Rolf Pohl untersucht die tieferen Ursachen dieses Verhaltens und kommt zu der Erkenntnis, dass eine ambivalente bis feindselige Einstellung zu Frauen bei fast allen Männern nachweisbar ist. Weiblichkeit wird unbewusst als Bedrohung erlebt und deshalb abgewehrt. Pohl kritisiert gängige Erklärungsansätze, die sexuelle Gewalt ausschließlich als Ausdruck männlicher Macht verstehen und die Sexualität des Mannes außer Acht lassen. Er verknüpft geschlechtsbezogene Gewalt mit der geschichtlichen Entwicklung der männlichen Sexualität und ihrer phallisch-aggressiven Ausrichtung. Diese Gewaltbereitschaft entspringt einer unbewussten Einstellung zur Weiblichkeit, die von Lust, Angst, Neid, Wut und Hass geprägt ist. Anhand ethnologischer Studien zeigt Pohl, wie Männlichkeitsbilder die Verbindung von Sexualität und Aggressivität in den Körper einschreiben. Männliche Initiationsriten und die gesellschaftliche Abwertung von Weiblichkeit sind entscheidend für die kulturelle Erzeugung hegemonialer Männlichkeit. Pohl analysiert die männliche Sozialisation in westlichen Gesellschaften und setzt sich mit psychoanalytischen Erklärungsansätzen sowie neueren sozialpsychologischen Forschungen auseinander. Abschließend diskutiert er das Verhältnis von männlicher Sexualität und Destruktionslust, insbesondere bei