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Latènezeitliche Funde aus dem Stadtbereich von Passau

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  • 140 Seiten
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Die Arbeit bietet einen Überblick über latènezeitliche Fundstellen der Stadt und spätlatènezeitliche Funde im Landkreis. Das vermutete Oppidum liegt im Winkel zwischen Donau und Inn in der heutigen Altstadt, besitzt etwa 37 ha Fläche und war mit Gehöften bebaut. Es bestand nach Kleinfunden von LT C2 bis zum Ende von LT D1 [Mitte 1. Jh. v. Chr.]. Südlich des Inns finden sich Siedlungsspuren, die Bebauung oder einen Brückenkopf erweisen. Im Westen wird eine spätkeltische Stadtmauer vermutet, deren Auffindung eine der wichtigsten Aufgaben der Passauer Stadtarchäologie darstellt. Die Herstellung von Grobkeramik ist bezeugt, ebenso kammstrichverzierte Graphittonkeramik mit Wulsträndern, die aus den Lagerstätten um Kropfmühl stammt. Drehscheiben- und bemalte Keramik sowie Glas wurden von auswärts eingeführt. Die günstige Lage an Donau, Inn und Ilz öffnete Verbindungslinien in alle Richtungen und ermöglichte eine Teilhabe am Salzhandel entlang des Inns. Die Vermutung, dass der keltisch klingende Name Boiodurum des mittelkaiserzeitlichen Kastells von Passau vom Oppidum auf die andere Innseite übertragen wurde, ist weiterhin nicht belegbar.

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Latènezeitliche Funde aus dem Stadtbereich von Passau, Jan Michálek

Sprache
Erscheinungsdatum
1993
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(Paperback)
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Titel
Latènezeitliche Funde aus dem Stadtbereich von Passau
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Jan Michálek
Verlag
Leidorf
Erscheinungsdatum
1993
Einband
Paperback
Seitenzahl
140
ISBN10
3896460234
ISBN13
9783896460233
Reihe
Schlagwörter
Sachbücher, Geschichte
Beschreibung
Die Arbeit bietet einen Überblick über latènezeitliche Fundstellen der Stadt und spätlatènezeitliche Funde im Landkreis. Das vermutete Oppidum liegt im Winkel zwischen Donau und Inn in der heutigen Altstadt, besitzt etwa 37 ha Fläche und war mit Gehöften bebaut. Es bestand nach Kleinfunden von LT C2 bis zum Ende von LT D1 [Mitte 1. Jh. v. Chr.]. Südlich des Inns finden sich Siedlungsspuren, die Bebauung oder einen Brückenkopf erweisen. Im Westen wird eine spätkeltische Stadtmauer vermutet, deren Auffindung eine der wichtigsten Aufgaben der Passauer Stadtarchäologie darstellt. Die Herstellung von Grobkeramik ist bezeugt, ebenso kammstrichverzierte Graphittonkeramik mit Wulsträndern, die aus den Lagerstätten um Kropfmühl stammt. Drehscheiben- und bemalte Keramik sowie Glas wurden von auswärts eingeführt. Die günstige Lage an Donau, Inn und Ilz öffnete Verbindungslinien in alle Richtungen und ermöglichte eine Teilhabe am Salzhandel entlang des Inns. Die Vermutung, dass der keltisch klingende Name Boiodurum des mittelkaiserzeitlichen Kastells von Passau vom Oppidum auf die andere Innseite übertragen wurde, ist weiterhin nicht belegbar.