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Günter Grass

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  • 232 Seiten
  • 9 Lesestunden

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Das Werk von Günter Grass, weltweit geschätzt, war stets umstritten. Bereits 1995 wurde sein Roman „Ein weites Feld“, der die deutsche Einheit thematisiert, von Reich-Ranicki scharf kritisiert. 34 Jahre zuvor forderte Grass auf dem V. Schriftstellerkongress der DDR die Freiheit des Wortes, was als Provokation empfunden wurde. In einer Veröffentlichung über westdeutsche Literatur 1970 wurde Grass als „Hofnarr“ und „Hasadeur“ bezeichnet, dessen Engagement für Frieden und Demokratie als oberflächlich betrachtet wurde. Aufgrund dieser Kontroversen durften seine Bücher in der DDR nicht veröffentlicht werden. Erst in den 1980er Jahren, als Grass die Begegnung deutscher Schriftsteller aus Ost und West zur Friedensförderung initiierte, erschienen seine ersten Schriften. 1997 wies Volker Braun darauf hin, dass Grass, einst ein strenger Kritiker der DDR, im Moment des Untergangs zum Anwalt des Ostens wurde. Der Literaturwissenschaftler Klaus Pezold analysiert die widersprüchliche Rezeption von Grass in der DDR und nach 1990 in den neuen Bundesländern. Er bewertet differenziert die Stimmen von Kulturfunktionären, Literaturkritikern und Verlegern und dokumentiert die kritische Annäherung an Grass’ Werk mit einer Auswahl brisanter Texte. Vorwort von Daniela Dahn, Texte von Hans Mayer, Stephan Hermlin, Johannes Bobrowoski, Volker Braun und anderen.

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Günter Grass, Klaus Pezold

Sprache
Erscheinungsdatum
2003
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(Hardcover)
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Titel
Günter Grass
Sprache
Deutsch
Autor*innen
Klaus Pezold
Verlag
Militzke
Erscheinungsdatum
2003
Einband
Hardcover
Seitenzahl
232
ISBN10
3861892944
ISBN13
9783861892946
Reihe
Beschreibung
Das Werk von Günter Grass, weltweit geschätzt, war stets umstritten. Bereits 1995 wurde sein Roman „Ein weites Feld“, der die deutsche Einheit thematisiert, von Reich-Ranicki scharf kritisiert. 34 Jahre zuvor forderte Grass auf dem V. Schriftstellerkongress der DDR die Freiheit des Wortes, was als Provokation empfunden wurde. In einer Veröffentlichung über westdeutsche Literatur 1970 wurde Grass als „Hofnarr“ und „Hasadeur“ bezeichnet, dessen Engagement für Frieden und Demokratie als oberflächlich betrachtet wurde. Aufgrund dieser Kontroversen durften seine Bücher in der DDR nicht veröffentlicht werden. Erst in den 1980er Jahren, als Grass die Begegnung deutscher Schriftsteller aus Ost und West zur Friedensförderung initiierte, erschienen seine ersten Schriften. 1997 wies Volker Braun darauf hin, dass Grass, einst ein strenger Kritiker der DDR, im Moment des Untergangs zum Anwalt des Ostens wurde. Der Literaturwissenschaftler Klaus Pezold analysiert die widersprüchliche Rezeption von Grass in der DDR und nach 1990 in den neuen Bundesländern. Er bewertet differenziert die Stimmen von Kulturfunktionären, Literaturkritikern und Verlegern und dokumentiert die kritische Annäherung an Grass’ Werk mit einer Auswahl brisanter Texte. Vorwort von Daniela Dahn, Texte von Hans Mayer, Stephan Hermlin, Johannes Bobrowoski, Volker Braun und anderen.